Entgeltumwandlung? Was tun?

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3 Antworten

(das lohnt sich doch überhaupt im Endeffekt nicht)

Wie kommst du darauf, dass sich das nicht lohnt, besonders wenn dein Arbeitgeber zuschießt (13,- € dürften seiner eigenen SV-Ersparnis entsprechen)?

D.h. ich kündige jetzt die Versicherung und möchte mir gerne jetzt die
eingezahlten Beiträge (2260€) als Abfindung ausbezahlen lassen.

Kannste wahrscheinlich knicken.

  1. Entspricht der Rückkaufswert nicht der Summe der eingezahlten Beiträge, schon gar nicht in den ersten 5 Jahren, da dort die Abschluss- und Vertriebskosten bezahlt werden. Du erhälst also deutlich weniger als du eingezahlt hast.
  2. Dürfen unverfallbare Beiträge (Beiträge aus Entgeltumwandlung sind immer sofort unverfallbar) nicht abgefunden werden (§§ 2, 3 BetrAVG), also wird die Versicherung die Kündigung vermutlich ablehnen, allein schon deshalb weil du nicht Versicherungsnehmer bist.
  3. Sollte sich aus welchem Grund auch immer die Versicherung doch kündigen lassen ist die Auszahlung komplett nachzuversteuern und die gesparten Sozialversicherungsbeiträge sind ebenfalls nachzuzahlen.
  4. Hätte der Arbeitgeber bei Kündigung oder Arbeitsplatzwechsel einen Anspruch auf Rückzahlung seiner Beiträge, sofern er diese verfallbar gestellt hat (geht bis maximal 60 Monate).

Haltet ihr das Vorgehen für sinnvoll?

Nein.

Von den o.g. Bestimmungen abgesehen präsentierst du auch nicht in was du privat anlegen wollen würdest. Was schwebt dir da vor?

frager2134567 14.07.2017, 19:32

Wieso steht dann im Vertrag, dass eine Abfindung 90% der eingezahlten Beträge ohne Zinsen beträgt. Diese Abfindung wird dann besteuert. Wie hoch dürfte die sein?

Zudem steht dort, dass ein Kündigung jederzeit möglich ist mit einer Frist von drei Monaten.

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frager2134567 14.07.2017, 19:36
@frager2134567

Entgeltumwandlung halte ich mittlerweile für Betrug: In der Ansparphase hohe Vergünstigungen und später wird alles zurückgeholt. Habe errechnet, dass erst nach etwa 10 Jahren in Rente die Sache rentabel wird. Da zahle ich doch lieber schneller eine Immobilie ab, lege das Geld für Reperaturen zurück und bin meine eigene "Pensionskasse". Aktien sind zudem auch sehr interessant. 

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kevin1905 14.07.2017, 20:20
@frager2134567

In der Ansparphase hohe Vergünstigungen und später wird alles zurückgeholt.

Der Steuersatz im Alter ist aber zumeist geringer als im Arbeitsleben, ebenso sind die Beiträge komplett sozialversicherungsfrei, die Leistungen aber nur in Kranken- und Pflegeversicherung beitragspflichtig.

Habe errechnet, dass erst nach etwa 10 Jahren in Rente die Sache rentabel wird.

Du kannst auch abfinden lassen zu Rentenbeginn, wenn dir das lieber ist als eine Rente zu beziehen. Eine bAV kann einmalig ausgezahlt werden, kann ggf. sinnvoll sein.

Eine Rentenversicherung muss aber eine lebenslange Rente garantieren und da Menschen nach Rentenbeginn in der Regel etwa 18 bis 22 Jahre leben, muss man entsprechend kalkulieren.

Da zahle ich doch lieber schneller eine Immobilie ab, lege das Geld für Reperaturen zurück und bin meine eigene "Pensionskasse".

Immobilien sind dann interessant wenn jemand anders drin wohnt und dir den Kredit tilgt, nicht wenn du sie selbst bewohnst dann sind sie ein Kostenfaktor und einen Immobilienkredit tilgt man nicht mal ebenso.

Aktien sind zudem auch sehr interessant. 

Sind sie. Jede Anlage hat ihre Vor- und Nachteile. Es kommt drauf an was du willst. Solltest du jemals SGB II Leistungen beziehen sind die Aktien zu verwerten, die bAV nicht.

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Geld das du "selbst anlegst", hast du dann aber vorher bereits versteuert und Versicherungsbeitrag gezahlt. Um tatsächlich 113,00 € anzulegen musst du dann aber eher 180,00 € vorher verdienen.

Wenn du den bestehenden Vertrag auflöst, musst du natürlich die bisherigen Vorteile (auch die 13 € deines Arbeitgebers) erst einmal zurück zahlen. Da hier auch bereits Kosten entstanden sind, kann es sehr gut sein, dass da fast NICHTS mehr übrig bleibt.

HAllo,

du schreibst aus Unwissenheit sehr viel Unsinn.

Suche dir einen Berater, der unabhängig dich informiert und auch die Auswirkung einer Entgeltumwandlung aufzeigen kann.

Ich zahle $% der Beitragsbemessungsgrenze jährlich in 2 Direktversicherung, 1.752 € in die DV nach §40b EkStG und den Rest in die Direktversicherung nach § 3.63 EkStG.

Nach meinen Berechnungen ist es mit Arbeitgeberanteil kein Unfug.

Beste Grüße

Dickie59

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