Entgeltfortzahlung nach 12 Monatsfrist?

2 Antworten

Muss nun ihr Arbeitgeber erneut Lohnfortzahlung für 6 Wochen leisten

Ja - auch wenn es sich um Arbeitsunfähigkeit aus gleicher oder mit der ersten zusammenhängender Ursache handelt.

Das gilt jedenfalls dann, wenn Deine Frau nach dem 21.03.2017 wieder wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig wird.

So steht es im Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 3 "Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" Satz 2 Nr. 2:

Wird der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig, so verliert er wegen der erneuten Arbeitsunfähigkeit den Anspruch nach Satz 1 für einen weiteren Zeitraum von höchstens sechs Wochen nicht, wenn [...] 2. seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist. [Anmerk.: Hervorhebung durch mich]

Da seit dem 21.03.2016 bis (unter der oben genannten Voraussetzung) zur erneuten Arbeitsunfähigkeit eine Frist von 12 Monaten verstrichen ist, hat Deine Frau wieder Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber.

Nein, wenn es wegen der gleichen Krankheit oder einer Folgeerkrankung (die aus der alten Krankheit resultiert) erneut zu einer Krankschreibung kommt, geht es sofort mit Krankengeld weiter - bis die 72 Wochen voll sind.

Das ist in diesem Fall falsch - siehe meine eigene Antwort!

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@Familiengerd

Danke für den Hinweis! Dann muss es gem. EntgFG aber auch exakt die gleiche Krankheit sein - und das geht jetzt aus der Fragestellung nicht ganz hervor.

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@Pasha78

exakt die gleiche Krankheit sein

Nicht nur exakt die gleiche, sondern auch eine mit der ersten Erkrankung zusammenhängende. Die einzige Bedingung ist eben die Frist von 12 Monaten seit Beginn der ersten Erkrankung.

Wenn es eine andere, eigenständige Erkrankung ist, besteht ohnehin Anspruch auf Lohnfortzahlung.

In beiden Fällen hat der Arbeitgeber wieder Lohnfortzahlung zu leisten - im Falle der erneuten Erkrankung aus gleichem oder zusammenhängenden Grund unter der Voraussetzung der 12-Monate-Frist.

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Krankengeld wann bezahlt wer wieviel?

Hey.

WOHNE IN ÖSTERREICH

Ich bin seit diesen Montag krank. Habe für Dienstag und Mittwoch eine krankenmeldung und gehe morgen zum arzt, wen der mich nun auch noch nächste woche komplett krankschreiben tut, bekomme ich dann komplettes gehalt von der Krankenkasse obwohl ich erst seit letzte woche mittwoch eingestellt bin? Natürlich nur für die tage die ich krankschrieben bin und sowie montag nicht. Oder bekomme ich nur einen teil?

TgkK:

Geld bei Krankheit

Wer krank wird, muss von Arbeitgeberin oder Arbeitgeber weiterhin Entgelt bekommen. Entgelt ist nicht nur Lohn und Gehalt. Auch regelmäßige Überstunden oder Zulagen, im Durchschnitt gerechnet, gehören dazu. Wie lange bezahlt werden muss, hängt von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab und ist bei ArbeiterInnen und Angestellten verschieden. Zunächst muss der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin das Entgelt voll zahlen, später zur Hälfte. Danach gibt es Krankengeld.

Entgeltfortzahlung bei ArbeiterInnen

In den ersten 5 Jahren haben ArbeiterInnen Anspruch auf 6 Wochen volles und 4 Wochen halbes Entgelt pro Arbeitsjahr. Zusätzlich haben ArbeiterInnen für jeden Arbeitsunfall einen Anspruch auf jeweils maximal 8 Wochen (bzw. 10 Wochen nach 15 Arbeitsjahren) volles Entgelt.

Entgeltfortzahlung bei Angestellten

Angestellte haben in den ersten 5 Jahren Anspruch auf 6 Wochen volle und 4 Wochen halbe Entgeltfortzahlung. Erkranken Angestellte innerhalb von 6 Monaten neuerlich, so bekommen sie noch einmal 6 Wochen 50 % Entgeltfortzahlung und 4 Wochen 25% Entgeltfortzahlung.

Höhe der Entgeltfortzahlung

ArbeitnehmerInnen dürfen während des Krankenstands finanziell nicht schlechter gestellt werden. Sie müssen jene Bezahlung erhalten, die sie bekommen hätten, wenn die Krankheit nicht eingetreten wäre (= Ausfallsprinzip).

Höhe des Krankengeldes

Die Höhe des Krankengeldes hängt vom Einkommen im letzten Monat vor der Erkrankung und von der Höhe der geleisteten Entgeltfortzahlung ab. Gar kein Krankengeld gibt es für jene Zeit, für die ein Anspruch auf mehr als die Hälfte des vor dem Krankenstand bezogenen Entgelts besteht. Sinkt der Anspruch auf die Hälfte des Entgelts, steht Ihnen die Hälfte des Krankengeldes zu. Sinkt der Anspruch unter die Hälfte des Entgelts, gibt es volles Krankengeld.

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Krankengeld statt Lohnfortzahlung in den ersten vier Wochen

Hallo liebe Community,

Ich habe seit 01.08. dieses Jahres eine neue Beschäftigung

(<- zweite Ausbildung / übergangslos).

Nun bin ich leider (das erste mal seit Jahren) am 26.08 krank geworden (Virusinfekt)

[ging wirklich nicht mehr]

Ich war genau von Montag (26.08) bis Freitag (30.08) krank.

Jedenfalls gibt's da ja so ein Gesetz das der Arbeitgeber im Krankheitsfall innerhalb der ersten vier Wochen keine Entgeltfortzahlung leisten muss [ EntgFG, § 3]. Sondern das in den ersten vier Wochen die Krankenkasse, Krankengeld zahlen muss!

Soweit so gut (oder auch nicht)

Ich bekomme 529€ (brutto) -> 420,95€ (netto). Mein Arbeitgeber hat mir 88,17€ für meine Krankentage abgezogen.

Darauf hin habe ich mich bei meiner Krankenkasse (Techniker Krankenkasse) gemeldet und die meinten:

  • Für den 26.08 gibt's nix!

    (weder vom Arbeitgeber noch von der Krankenkasse -> das wäre ein so genannter "Ruhetag" (???))

  • Für den 27.08 und den 28.08 würde ich jeweils 10,85€ (also 21,70€ insgesamt) bekommen

Das Krankengeld weniger ist wusste ich ja (ich glaube max. 70% vom Brutto oder max. 90% vom Netto <- die "min.-Grenzen" kenne ich leider nicht)

Jetzt zu meinen Fragen:

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