Enschädigung der Airline an den Schüler oder die Schule?

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4 Antworten

Also ich wuerde sagen, die Entschaedigung war ja erst mal dafuer, dass ihr eben durch diesen Fehler Unannehmlichkeiten hattet. Ich weiss halt nicht, wann das genau bemerkt wurde, ob ihr da schon am Flughafen wart, dort warten musstest auf den naechsten Flug, eure Reise war durch den Fehler ja verkuerzt usw. Und das Geld war dann ja eine Art Schmerzensgeld fuer den ganzen Aufwand und den Verlust an Urlaubs/Reisefreude.

Wer hat denn die Kosten der Reise uebernommen, waren das die Schueler selbst im Endeffekt? Dann wuerde ich sagen, dann steht es den Betroffenen auch zu, dass der Reisepreis im Endeffekt gemindert wurde. Die Reise verlief ja nicht so, wie geplant und erwartet.

Hat jemand anderes die Reise komplett bezahlt, also die Schulleitung/die Projektleitung, dann sieht es ggf. etwas anders aus. ABer dass der Lehrer das nicht gemeldet hat, dafuer koennt ihr auf der anderen Seite auch nichts und wusstet es nicht. Von daher konntet ihr das Geld auch ausgeben unter der Annahme, dass es euch zusteht. Und so was kann man nicht einfach zurueckfordern.

Wenn man z.B. fehlerhaft ein Gehalt von 10 000 Euro bezahlt bekommen hat, obwohl man ja eigentlich nur 1000 Euro zu bekommen haette, dann erkennt man ja den Fehler und weiss eigentlich, dass das Geld einem nicht zusteht. Dann muss man es auch nach langer Zeit wieder zurueck zahlen, wenn es auffaellt. Ist es aber so, dass man z.B. Jahrelang 25 Euro zu viel an Rente bezahlt bekommen hat, dann weiss der Rentner das ja nicht, er geht ja davon aus, dass das so stimmt und kann es selbst nicht erkennen. Und in der Annahme, man hat so viel Geld pro Monat zur Verfuegung verplant man ja sein Leben und gibt es aus. Dann kann man nicht mehr verlangen, dass er nach Jahren mehrere tausend Euros zurueck zahlt. Aehnlich wuerde ich es auch in eurem Fall sehen.

Sprecht noch mal mit der Schulleitung alles zusammen und findet einen Kompromis.

Man müsste hier genau prüfen, ob der Schule durch die Umbuchung ein Schaden entstanden ist. Der könnte darin liegen, dass durch den späteren Flug, die Unternehmung im Zielort nicht ausgeführt werden konnte oder ähnliches. Das dürfte bei dem Fall eigentlich das Entscheidende sein.

Ansonsten ist diese Entschädigung fürs erste mal ein Kulanzangebot der Fluggesellschaft, da ja keine rechtlichen Schritte eingeleitet worden sind. In der Regel steht eine Entschädigung ja dem Reisenden zu, da der ja den Schaden hatte. Sprich, er hat nicht das bekommen, was er gebucht hat.

Insofern muss eben auch geschaut werden, wer denn schlussendlich für den Flug bezahlt hat. Normalerweise gibt's da ja auch Zuschüsse und die Schule selber zahlt da auch mal gerne einen Teil.

Hoaschter 14.03.2014, 10:15

Hallo, danke für die Antwort. Ich habe mal unter eine andere Antwort etwas mehr Informationen gegeben, vielleicht könntest du sie dir mal durchlesen.

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Die Schulleitung hat einen Flug gebucht und gezahlt. Die Umstände, die den einzelnen Schülern (nicht allen!) entstanden sind, sind jeweils personenbezogen zu sehen. Dafür wurden dann - richtig - die betroffenen Schüler entschädigt. Mit welchem Recht will jetzt die Schulleitung das Geld?

Gab es umfangreiche Zuschüsse der Schule, eines Fördervereins... für den Flug? Dann könnte etwas "konstruiert" werden.

Hoaschter 14.03.2014, 10:14

Okay, das habe ich vergessen zu erwähnen. Es handelt sich dabei um eine Exkursion im Rahmen eines Projekts, das unter anderm von der EU bezuschusst wird. Sind 6 verschiedenen Schulen aus 6 verschiedenen Ländern der EU. In jedem Land findet einmal ein einwöchiges Treffen statt zu dem jeweils eine Delegation jedes Landes reist. Unsere Schule leitet das und verwaltet unter anderem auch die Finanzen und in der Kasse sieht es eigentlich sogar sehr gut aus. Auf jeden Fall werden diese Austauschfahrten extrem gefördert, wir mussten 100€ für eine Woche Türkei(mit Flug) bezahlen. Haben im Nachhinein noch 50€ von den 400€ abgegeben, weil wir es für gerecht fertig gehalten haben. Das heißt wir haben eigentlich 250€ geschenkt bekommen, dafür das wir eine Woche in der Türkei waren.

Damals entbrannte eine Diskussion zwischen unseren Lehrern, weil meine eigentliche Kurslehrerin meinte wir sollen den Großteil dem Projekt aushändigen, was wir nicht mal abgelehnt hätten. Der Projektleiter, der als zweite Lehrkraft dabei war, war allerdings der Ansicht, das wir den Schaden hätten da wir eigentlich um 9 fliegen sollten und so bis 15 im Flughafen warten mussten und nicht das Projekt darunter leidet sondern ausschließlich wir. Er hat sich durchgesetzt, was wir natürlich doch begrüßt haben. Naja jetzt hat er mächtig Stress mit anderen Beteiligten, wobei es da eher darum geht, dass er das nie auch nur irgendwie erwähnt hat. Damit argumentiert auch die Schule, sie meint hätte sie das von Anfang an gewusst hätte sie einen erheblich größeren Teil eingezogen, hätte ich okay gefunden. Aber ein halbes Jahr später solche Ansprüche zu stellen ist etwas problematisch.

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Kommt darauf an wer die Tickets gebucht hat wenn euer Lehrer sie gebucht hat und er damit einverstanden war, dass ihr das Geld bekommt hat die Schule/Schulleitung kein recht das Geld von euch einzusammeln. Wenn allerdings die Schule die Tickets gekauft hat, wird es Kritisch, persönlich würde ich sagen ihr behaltet das Geld denn ihr musstet ja auch mit den Konsequenzen Leben/den Späteren Flug nehmen.

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