Enkelin soll Beerdigung mitzahlen?

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2 Antworten

  1. Zunächst fallen die Bestattungskosten als Nachlassverbindlichkeit dem Nachlass der Verstorbenen zu. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, das Erbe ungeschmälert einzustecken und den Hut für die Beerdigung rumgehen lassen zu dürfen.

  2. Nur wenn die 6.000 EUR die Kosten einer angemessenen Beisetzung nicht hergeben, wären die nächsten Angehörigen zur anteiligen Kostenübernahme verpflichtet.

  3. Deren Anteil bemisst sich an ihren verfügbaren Einkünften oberhalb ihres Selbtbehaltes, nicht an deren Vermögen oder Verbindlichkeiten.
  4. 2,5 % Kostenübernahme sind da schon beleidigend, wenn man nicht an der Armutsgrenze lebt. Zuviel, wenn der Onkel oder Geschwister ein Mehrfaches monatlich verdienen sollte oder als Kranzspende zu verstehen, wenn Oma für ihre eigen Beerdigung Vorsorge traf.
  5. Auch wenn es dafür bereits zu spät ist: Man darf sich durchaus ein bilanziertes Nachlassverzeichnis vorlegen lasssen um herauszufinden, ob der Nachlass tatsächlich so wertlos ist, dass damit eine grds. Bestattungskostenübernahmepflicht überhaupt besteht :-)
  6. Es bleibt den Angehörigen überlassen, unerwünschte Gäste von der Trauerfeier auszuschliessen. An der Beisetzung teilzunehmen werden sie allenfalls zu verhindern suchen; verbieten können sie es auf einem öffentlichen Friedhof eher nicht.
  7. Will man das aber? Nimm allein und in Frieden zu anderer Zeit Abschied. das kann dir niemand nehmen und für die anderen machst du es nicht.

G imager761

Wende Dich an einen Rechtsanwalt.Normal zahlen die nächsten Angehörigen,dazu zählst Du aber nicht.

BlackRose10897 08.11.2015, 23:29

Sehe ich auch so.

Des weiteren geben viele zur Beileidskarte auch noch Geld dazu. 

Und einfach von der Beerdigung ausschließen kann er Dich auch nicht.

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