England Erfahrungen?

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2 Antworten

Hi :) Ich habe selbst ein Jahr in England als Austauschschülerin verbracht und außerdem in meine Mum von dort also kann ich dir da sicher weiterhelfen.

Die Leute in der UK sind meistens viel freundlicher als hier in Deutschland. Es ist dort recht normal einfach eine Unterhaltung mit Fremden anzufangen. Also wundert euch nicht wenn euch die Kassiererin auf einmal über ihren Hund erzählt. Ein Großteil der Jugend jedoch kann man leider als 'Absturzkinder' bezeichnen. Alkohol und Partys sind oft Gang und Gebe. Aber natürlich trifft das nicht auf alle Teenager zu! Wichtig ist, den Stereotyp, den man aus Filmen etc kennt, zu vergessen.

Das Wetter? Kommt wirklich auf die Gegend an. Im Süden ist es nämlich deutlich wärmer als im Norden!

Die Schule ist meiner Meinung nach viel entspannter. Jedoch auch hier kommt es darauf an, in welcher Jahrgangsstufe man ist. In der sog. 'Sixth Form' kann es bsw sein, dass der Lehrer sogar mit Vornamen angesprochen werden will und Kleiderordnung/Uniform sind auch nicht unbedingt Pflicht. (Kommt auf Schule an!) Wenn ihr jedoch noch nicht in der Oberstufe seit, wird der Unterricht schon ein wenig strenger (nicht allzu sehr also don't worry) mit mehreren Regeln, weniger Freistunden und möglicherweise auch Uniform.

Die Preise sind für gewöhnlich etwa höher als in Deutschland. Aber es variiert je nach Gegend und Laden. So kann es sein, dass du in Bournemouth 2.50 Pfund zahlst und in London 4 Pfund für das selbe Produkt.

Die meisten Jugendlichen stylen sich wie hier auch. Natürlich gibt es dort bestimmte Trends, die es hier nicht sooo gibt. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass high-wasted jeans in England übertrieben beliebt sind. Manche kleiden sich äußerst freizügig, andere 'normal'. Es kommt aber wirklich immer auf den Menschen selbst an.

Und natürlich kannst du American English sprechen. Jeder wird dich verstehen. Denk aber immer daran, British English ist das origínale Englisch und existierte vor dem amerikanischen Gefasel ;)

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Hallo,

meine Tipps in Sachen Unterbringung in einer englischen Gastfamilie:

Gastgeschenke machen sich immer gut.

Meine Vorschläge (f.d.ganze Familie): Bildband v Deutschland o eurer Heimatstadt, -region, Vollkornbrot, Pumpernickel usw., Kuckucksuhr, Schwarzwälder

Schinken, deut. Wein, deut. Bier, Bierkrug, Lübecker Marzipan, Nürnberger Lebkuchen, Dresdner Christstollen, Milka Schokolade, Bahlsen Kekse, Haribo

Weingummi + Lakritz, Katjes Lakritz, Mon Chéri o andere dt. Spezialitäten; eine Gegeneinladung nach Deutschland. Siehe auch: deutschland-souvenirs.de/ oder gib bei Google - Fanartikel Deutschland ein und folge den Links, z.B. diesen hier:

- fanartikel-shop.com/deutschland-fanartikel-c-63_75.html

- deutschlandfanartikel.de/produkte/

Je nachdem, woher du kommst, gibt es da auch regional etwas, z.B.:

- shop.oktoberfest.de/Oktoberfest/Offizielle-Souvenirs/

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Hände schüttelt man in England nur 1 x beim Kennenlernen. Bei späteren Begegnungen + beim Verabschieden werden Hände nicht geschüttelt. Beim Die-Hand-geben
gilt, der Gastgeber reicht dem Gast die Hand, der Höherstehende gibt zuerst die Hand.

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- Please (bitte) und Thank you (Danke) sind ganz wichtig! Aber bitte heißt nicht immer please:

A: Could you lend me your pen, please? / May I borrow your pen, please?

B: Here you are.

A: Thank you.

B: You're welcome.

Ja, You're welcome. heißt wirklich Bitte, gern geschehen! / Keine Ursache

Man kann aber auch sagen:

• Not at all.

• Don't mention it.

• My pleasure (oder: it's my pleasure)

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Was man in der Schule nur selten lernt, ist dass heute "Cheers" in GB die beliebteste Art ist, "thank you" zu sagen.

Traditionell prostet man sich mit "Cheers" (Prost) zu.

Beispiel: "Cheers" she said, raising her glass."

"Cheers" wird auch verwendet, um eine Unterhaltung zu beenden.

Beispiel: "Cheers, Tony, see you later."

The most popular way of saying "thank you" in Britain now is ....?

Eine Umfrage der Grußkarten Firma Met to You unter 3.000 Briten ergab, dass "cheers" inzwischen das trad- "thank you" ersetzt.

Der Daily Telegraph berichtete, dass 40 % d Befragten der Ansicht waren, dass "thank you" zu formell klänge u sie lieber umgangssprachl. Begriffe, wie
'fab', 'lovely' or 'wicked' o. "ta", "cool" and "great" benutzten. Andere beliebte Begriffe aus anderen Sprachen für das trad. "thank you" seien merci u. gracias.

(spotlight-online.de/print/5265)

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- Engl. Muttersprachler bevorzugen indirekte Fragen, also z.B.

Excuse me, can you tell me the time, please? statt What's the time, please?

- Engländer sind bekannt für ihr Schlange stehen queueing beim Postamt, a.d. Bushaltestelle usw.

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Wusstest du, dass tea (auch) ein kleines Abendessen, eine kleine abendliche Brotzeit ist?

Zur Erklärung schau mal unter folgendem Link nach:

bbc.co.uk/worldservice/learningenglish/radio/specials/1535_questionanswer/page2.shtml
:

And the final word is tea. Now of course this is a drink, like tea and coffee, but it can also be a light evening meal. I think this word is often used
in families, particularly with their children. "It's tea time", "It's time for tea!" This means their small evening meal.

Ob es tea, dinner o supper heißt, ist auch abhängig v.d. sozialen Stellung.

Siehe: putlearningfirst.com/language/12dial/dinner.html.

Ganz toll und witzig (auf Dt) erklärt, wird das auch in Kapitel 1Five o'clock tea oder Was hat der Tee mit dem Abendessen zu tun? des
Buches What's for tea? (siehe unten)

Auch George Mikes hat sich in seinem Buch How to be an Alien mit TEA befasst

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Food:

- Gewöhnungsbedürftig: Baked Beans (weiße Bohnen in Tomatensoße) zum Frühstück!, Marmite (wikipedia) als Brotaufstrich

- Britisches National Fast Food: Fish & Chips; Achtung: wird mit vinegar (= Essig) serviert! Im Restaurant auch mit mashed peas (= Erbsenpüree)

- Unbedingt zum Nachmittagstee probieren: Scones mit clotted cream

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- Guten Appetit ist in England bei weitem nicht so verbreitet wie im Deutschen. Vereinzelt hört man Enjoy your meal,
meist von der Bedienung in einem Restaurant. Meist wünscht man sich vor dem Essen gar nichts.

Andere Länder, andere Sitten. In Schweden wünscht man sich auch nur selten Guten Appetit. Vielmehr bedankt man sich nach dem Essen mit Tack för maten.

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Was bei uns als unmanierlich gilt, ist in England normal, die linke Hand bleibt beim Essen bei Nichtbenützung unter dem Tisch auf dem Schoß o. Bein.

Auch benutzt man in England beim Essen viel seltener das Messer als bei uns. Muss kein Fleisch geschnitten werden, kommen die Engländer
allein mit der Gabel aus.

Diese hält man in England mit den Zacken nach unten u. balanciert das Essen auf der Rückseite der Gabel, also viel Spaß beim Essen v. Erbsen (peas), die es
in England oft zu Essen gibt. (Tipp: Spieße erst etwas festes, ein Stück Fleisch o. ein Chip (Pommes) auf die Gabel.)

Für Elektrogeräte, solltest du einen Adapter f engl Steckdosen mitnehmen, da es in England 3-polige Steckdosen (3 Löcher) gibt, in die
'deutsche' Stecker nicht reinpassen (erhält. z.B. in Baumärkten, im Elektrofachhandel, bei amazon.de).

Amüsante und informative Lektüre zum Thema typically British:

- How to be an Alien - George Mikes (lib.ru/ANEKDOTY/mikes1.txt_with-big-pictures.html#6)

- Watching the English - Kate Fox

- What’s For Tea? – Englisch, wie es nicht im Schulbuch steht – Claudia Hunt

- lgpcards.com/catalog.html#c30

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Verhaltensregeln:

Du solltest

• dich ordentlich benehmen

• höflich sein

• nicht nur stumm rumsitzen oder vor der Glotze hocken, sondern dich mit der Gastfamilie unterhalten

• dein Bett machen

• schmutzige Wäsche nicht einfach auf dem Boden flacken lassen

• beim Tischdecken, -abräumen, spülen usw. helfen

• die Toilette, Badewanne/Dusche und das Waschbecken ordentlich hinterlassen

• nachfragen, ob du helfen oder anpacken kannst

• dich nicht vorne und hinten bedienen lassen

• dich den Gepflogenheiten der Gastfamilie anpassen

• dich an Abmachungen und Termine halten

• kein Alkohol, keine Zigaretten

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Und nicht vergessen, dass England zwar zur EU, nicht aber zur europäischen Währungsunion gehört. Deshalb bezahlt man dort mit britischen Pfund.

Man kann Geld mit einer EC Karte am Automaten abheben. Meist kostet das eine Auslandsgebühr von €5.

Mein Tipp:

Besorge dir eine Postbank-Sparcard. Damit kann man am Automaten im Ausland bis zu 10 x pro Jahr kostenlos Geld abheben. Ab dem 11. Mal
wird eine Auslandsgebühr v. €5,50 je Auszahlung fällig.

Weitere Vorteile:

- günstigerer Wechselkurs als beim Umtausch von Bargeld

- das Guthaben kann einfach per Überweisung aufgefüllt werden

:-) AstridDerPu

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Kommentar von yvonne2311
06.01.2016, 01:04

Dankeschön!

Das ist wirklich die hilfreichste Antwort die man nur schreiben kann.

Das hat mir wirklich sehr weitergeholfen Danke :)

Eine Frage habe ich aber trotzdem noch:

zu dem Essensverhalten mit dem balancieren mit der gabel, da man diese ja anders rum hält ....... muss ich das machen oder ist das verpflichtend? oder ist das eine Sitte die man machen sollte? oder ist das auch OK wenn ich wie in Deutschland esse?

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