Energiequelle: Umwandlung von Masse zu Energie?

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4 Antworten

Masse muß nicht erst in Energie umgewandelt werden, weil Masse Energie ist. Einsteins berühmte Formel ist im Grunde nur dazu da, Energiemengen aus den gängigen Masseeinheiten wie kg in die gängigen Energieeinheiten wie Joule umzurechnen. Zutreffender ist, wenn man von der Umwandlung von Materie in andere Energieformen spricht. Masse hat Energie immer. Geladen wiegt eine Batterie mehr als wenn sie leer ist. Nur daß unsere Waagen nicht genau genug sind, um den Unterschied nachzuweisen. Beim Urankern kann man den Unterschied tatsächlich wiegen: Nach der Kernspaltung ist er, d.h.: sind seine Bruchstücke, leichter als vorher. Genau dieser meßbare Massendefekt verriet den Physikern auch, daß bei der Kernspaltung ganz ungeheure Energiemengen "frei werden", die man für mancherlei nutzen kann.

Weil man dafür Antimaterie braucht, die bis jetzt nur für Bruchteile von Sekunden und als einzelne Teilchen "hergestellt" werden kann mit viel Energieaufwand wiederrum. Ein grösserer Klumpen Antimaterie würde in unsere Welt sofort in Kontakt mit Materie kommen und mit einem gewaltigen Kabumm annihilieren und dabei eben die tolle Energie freisetzen. Aber in unserem Sinne wäre es wohl kaum.

Eine reine Energieumwandlung ist soweit ich weiß so noch nicht möglich - nur wenn man direkt Antimaterie mit Materie zusammenbringt - das gelingt aber nur in sehr geringen Mengen (ist vielleicht auch ganz gut so).

Du bringst da etwas durcheinander.

Auch bei der Kernspaltung - oder beim Anzünden eines Streichholzes - wird Masse in Energie umgewandelt. Im Falle des Streichholzes ist das natürlich extrem wenig und wohl nicht messbar - was an der Tatsache nichts ändert.

Bei der Kernspaltung ergibt sich der Energieüberschuss aus dem sogenannten Massendefekt, der etwas mit der Bindung der Atomkerne zu tun hat.

Wenn Du jetzt den Faktor 1000 ins Spiel bringst, dann meinst Du vielleicht Kernfusion (das, was in der Wasserstoffbombe und der Sonne passiert). Da ist es ebenfalls der Massendefekt, der für die Energieausbeute sorgt und durch die größeren Verhältnisse ist die Ausbeute bei Fusion wesentlich höher.

Der Mensch ist nur noch nicht in der Lage Kernfusion langsam und kontrolliert ablaufen zu lassen - weshalb es noch keine kommerziel nutzbaren Fusionskraftwerke gibt.

Ideal wäre einfach Materie zu 100% in Energie umzuwandeln. Dann würde 1kg irgendetwas ausreichen um München einen Monat mit Strom zu versorgen. Doch das ist nur Theorie.

JTKirk2000 29.01.2013, 07:40

Ideal wäre einfach Materie zu 100% in Energie umzuwandeln. Dann würde 1kg irgendetwas ausreichen um München einen Monat mit Strom zu versorgen. Doch das ist nur Theorie.

Sicher wäre das ideal, aber ich glaube, dass Du Dich um ein paar Kommastellen verrechnet hast. Laut E = m * c² entspricht 1 kg in etwa 89 * 10^15 J (89 * 10^12 kWh). Das kann unmöglich von einer Großstadt in einem Monat verbraucht werden.

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