Energiegewinnung (Strom)

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7 Antworten

Ich habe das kürzlich anlässlich einer ähnlichen Anfrage einmal spaßeshalber durchgerechnet. Bei Nutzung des gesamten Regenwasserabflusses eines größeren Daches (angenommene 10 Liter pro Tag im Jahresdurchschnitt) mit 10 m Fallhöhe wäre die erste Kilowattstunde theoretisch nach 10 Jahren erwirtschaftet. Unter der Annahme eines Wirkungsgrades von 50% wären dann mit dieser Anlage nach 20 Jahren die ersten 23 Cent erwirtschaftet. Dem wären die Anlagekosten mit Zinseszins gegen zu rechnen. Viel Glück! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Die nutzbare Menge an Primärenergie kannst Du Dir ausrechnen aus mittlerer Regenmenge, Dachfläche und Fallhöhe. Mit dem aktuellen Strompreis kannst Du dann abschätzen, wieviel so eine Anlage pro Jahr kosten darf, um rentabel zu sein. Zusätzlich solltest Du noch die Wartung bedenken, Regenwasser ist oft verschmutzt und Regenrohre für einen freien Durchfluß ohne Turbinen und ähnliches konstruiert.

Commodore64 02.04.2012, 12:42

15 Monate Regen ernten pro kWh unter optimalen Bedingungen. Ohne heftige Subventionen keine Chance da wirtschaftlich zu sein denn Instalations- und Wartungskosten dürfen über 10 Jahre Laufzeit noch nicht mal einen Euro betragen!

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Kann man sich ausrechnen:

Die Einheit Joule ist in Newtonmeter.

Hebt man ein Newton ("Tafel Schokolade" = 100gr) um einen Meter an, hat man 1 Joule geleistet.

Letztes Jahr betrug der durchschnittliche Niederschlag in Deutchland 16 Liter pro Quadratmeter pro Monat. Wie groß ist die Dachfläche eines Hauses? Nehmen wir mein sehr großes Haus, das hat etwa 10x10 Meter also 100m². Pro Monat also 1600 Liter Wasser die auf das Dach fallen.

Die Höhe zwischen meiner Dachrinne und Kanal beträgt etwa 15 Meter. Bei einem normalen Einfamilienhaus wären das höchstens 7 Meter, also gut die Hälfte. Nehmen wir 15 Meter, ihr könnt für ein standard Einfamilienhaus 1/3 vom Endergebnis nehmen, müsste hinkommen.

Also 1600 Liter pro Monat die 15 Meter tief fallen. Das macht stolze 240.000 Joule die da pro Monat durch meine Fallrohre rauschen!

Jetzt gibt es aber eine Kleinigkeit zu beachten. Eine Kilowattstunde elektrische Energie fix und Fertig aus der Dose kosten ca. 19 cent und da sind 3,6 Mio. Joule drin!

Das bedeutet dass es für mein Haus genau 15 Monate dauert bis mir der Regen eine Kilowattstunde an Energie schenkt. Und da muß ich erst mal Strom draus machen! Mit Einfachen Mitteln kann man nur maximal die Hälfte der Wasserkraft nutzen. Sonst müsste ich einen Stausee auf dem Dachhaben der den Druck reguliert. Der Generator und die STromeinspeisung haben ebenfalls Verluste, aber gehen wir mal optimistisch von 50% Wirkungsgrad aus.

Dann können wir in nur 30 Monaten Elektrische Energie im Werte von 19 cent ernten! Bei kleinen Einfamilienhäusern wären das 60 bis 100 Monate die man auf seine 19 cents warten muß!

HAst du mal ein ein Fahrrad mit Dynamo gefahren? - den Unterschied Dynamo am Reifen oder nicht, merkst Du beim treten!!!

Mit einer sehr effizienten Anlage im Fallrohr eines Einfamilienhauses könntest du bei Starkregen so einen Fahrraddynamo durchaus betreiben und mit KLingeldraht (mehr Strom wird nicht erzeugt) eine Leitung legen in den Geräteschuppen, damit dort eine Funzel leuchtet und du im GEräteschuppen bei Regen etwas Licht hast.

Du verstehst : Das lohnt sich nicht!

Ansich ne ganz coole Idee, aber das wäre zu Wartungsintensiv. Zudem würde nur Strom gewonnen werden, wenn es auch wirklich regnet. D.h. die meiste Zeit würde kein Strom produziert werden, was ineffektiv ist.

Solar z.b. produziert ja auch Strom wenn es wolkig ist, nur nicht soviel wie bei Sonne.

Also die Idee ist gut, genauso wie die Idee, Fußwege mit Druckplatten zu bestücken, um Energie zu gewinnen, aber die Umsetzung ist zu Kosten-, und Wartungsintensiv.

og1988 02.04.2012, 11:06

Das es 12 Monate im Jahr nicht regnet, ist gar nicht mal so schlimm. Wenn man mal bedenkt, wie sehr man sich auf die Sonne freut usw... Nur soll meine Idee gar nicht als Hauptstromlieferant dienen, sondern lediglich eine Bonusfunktion haben. Wie bereits erwähnt, es gibt so viele Haushalte auf der Welt. Angefangen von Deutschland könnte man diese "Miniturbinen" auch unter andere Abflusssysteme einbringen z.B. Küche, Bad, usw.

Das mit den Druckplatten finde ich auch eine coole Idee. Vielleicht kann man ja mal Ideen sammeln. Oder gibt es schon eine Ideensammlung?

Mein Traum ist es ein mal, ein Haus zu errichten, welches seine Energie nur aus eigener Kraft gewinnt.

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Commodore64 02.04.2012, 12:26
@og1988

genauso wie die Idee, Fußwege mit Druckplatten zu bestücken,

Was dann so angenehm ist wie durch 20cm tiefen Schnee zu stapfen. Der Schnee ist nämlich nur so unangenehm weil der Energie vom Laufen abzieht. Jeder Abzug von Energie ist unangenehm. Außerdem kann ein Mensch auf dauer nur 70W leisten und wenn man sich nach wenigen 100m so fühlt als wenn man den Kölner Dom bestiegen hat und dabei gerade mal 0,5 cent an Energie erzeugt hat, dann macht das keinen Sinn, oder?

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Hallo og, Ich habe leider keine Antwort für dich aber wegen den Abwasserrohren die gibt es ja schon und wenn man dort eine mini urbine einbaut könnte man damit vielleicht ein handy laden oder ein Licht erleuchten lassen. gute Idee lg alex

Commodore64 02.04.2012, 12:23

"Wir sparen, koste es was es wolle!"

Wenn die Turbine €300 kostet, kann ich das Handy für den Rest meines Lebens billiger am Stromnetz aufladen!

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Du wirst mal ein großer Erfinder.

og1988 02.04.2012, 11:14

Danke, das motiviert mich jetzt umso mehr..

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