Endstation Psychiatrie: Kann einem ohne Lügen geholfen werden?

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10 Antworten

Hallo Jules394

Wenn ein Mensch massiv suizidal ist, dann muss er erst einmal vor sich selbst beschützt werden. Deshalb die Psychiatrie. 

Normalerweise langweilt man sich nicht nur in einer Psychiatrie, es gibt natürlich auch Gespräche, Therapieangebote und Betreuung. 

Es sind auch nicht nur lauter Irre in der Psychiatrie sondern auch Menschen, die im "normalen Leben"  gerade nicht zurecht kommen. 

Die Psychiatrie muss nicht die Endstation sein. Sie kann Hilfe und Unterstützung sein. Und man kommt auch ohne Lügen wieder raus, wenn es einem besser geht. 

Wenn man glaubt, dass man nur mit Lügen raus kommt, dann ist man wohl noch nicht bereit sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das wäre aber unerlässlich um grundlegend etwas verändern zu können. 

Und es ist ein langer und schwieriger Weg. 

Wenn du festgefahrene Lebensmuster in deinem Kopf hast, dann sind diese wie Autobahnen. Daneben gibt es aber auch Trampelpfade. 

Um nun eine wirkliche dauerhafte Veränderung zu erzielen musst du der Natur die Chance geben sich die Autobahn zurück zu erobern, während du aus dem Trampelpfad eine Autobahn machst. 

Viel Erfolg, bei was auch immer du dabei bist auf die Reihe zu kriegen. 

Kraft, gute Gedanken, den Wunsch nach Veränderung und viele gute Menschen um dich rum, die dir dabei helfen. 

LG Mata 

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Abhängig von jeder einzelnen Klinik

Wie umfangreich die Betreuung und das Therapieangebot ist, ist von der jeweiligen Klinik abhängig. Es gibt Kliniken oder auch Abteilungen in denen es einen fixen Therapieplan gibt. Dieser besteht meist aus unterschiedlichen Feldern: Ergotherapie (Gestaltungs- und/oder Musiktherapie), Sport (Fitness oder in der Halle), Gruppentherapie (jeweils ein oder mehrmals in der Woche), Gespräche mit dem Einzeltherapeuten, Gespräche mit der Pflegerischen Bezugsperson, Aromatherapie, Körpertherapie etc. In der Therapiefreien Zeit hat man dann auch die möglichkeit sich mit anderen Patienten auszutauschen.

Es wird versucht eine Tagesstruktur für den Patienten zu schaffen, die es ihm ermöglicht auch nach seinem Austritt wieder in einen geordneten Alltag zu finden.

Am wichtigsten sind meistens die Gespräche mit dem Einzeltherapeuten oder einem Abteilungspsychologen oder psychiater. Damit die Therapie anschlägt und auch Erfolge zeigt muss aber ein vertrauliches und offenes Verhältnis zwischen behandeldem Arzt und Patient sein.

Umso mehr man sich isoliert und zurückzieht, desto länger dauert es bis man die Klinik wieder verlassen kann/darf.

Es kommt also letztlich auch auf die eigene Motivation an.

Lg, Anduri87

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@Jules394:

Schreiben könnte ich Dir zu deinem Beitrag gerade so viel....., aber eigentlich will ich Dir nur mitteilen: Ich verstehe, was du meinst..., verstehe deine Zeilen... und deine Gedanken.

Wenn du keine freie Wahl hast, und dort hin musst wo du zur Versorgungspflicht zählst..., bereits gewesen bist und deine Worte die Erfahrungen beschreiben welche du in dieser Psychiatrie erlebt hast.....

Dann sehe ich darin, sich ehrlich mitzuteilen nicht allzu viel anderes als du selbst schon schriebst...
Vllt. wäre es die Überlegung wert, dich zwar mitzuteilen aber in abgeschwächter / verharmlosender Ausdrucksweise..

Sodass dir deine Entlassung in Sichtweite bleibt.... und nicht in die ferne verschwindet...., was wie "aussichtslos" auf dich einwirken könnte....

Aber beschäftigen könntest du dich selbst...... evtl. Indem du mal eine Suche startest... nach für dich geeignetere psychotherapeutische Einrichtungen mit genügend Therapien auf dem Plan, der dir deine Wochenabläufe bereits relativ gut durch-strukturiert..... mit genug Beschäftigung während Therapie-Gruppen...- Einzeltherapie- etc. Was so dazu gehört auf Therapie-Programme von psychosomatischen Kliniken..... bzw. Reha..... oder sonstige Formen einer intensiv-therapeutisch-vollstationären Behandlung.

Gut.... von Suizidalen Gedanken oder Absichten wird für solche Therapie-Maßnahmen gefordert, dass du davon distanziert bist..... ansonsten wäre das ein K.O.-Kriterium für zusagen zur Aufnahme.

Jedenfalls bin ich der Meinung.....: Es geht auch anders als akutpsychiatrisch i.d. Geschlossene zu gehen.... Wenn man da im Prinzip doch gar nicht hinein möchte...!!?

Es würde sich eher lohnen....., alternative Einrichtungen zu finden. die dich als Patienten zur Aufnahme in ihre TherapieEinrichtung als "passend" erachten,
Du dich vom Konzept, all dem das dir psychotherapeutisch und erweiternd ggf. für weitere Lebensbereiche als Hilfe geboten würde angesprochen fühlst....

Das wäre doch von Anfang an ein ganz anderes Gefühl, mit dem du bereits zur Aufnahme ankommen würdest.

Hast du dir darüber mal Gedanken gemacht????

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Also in der Psychiatrie sind nicht nur irre Menschen. Diese altgebackenen Vorurteile solltest du als erstes vergessen. Eine Psychose zum Beispiel ist nicht darauf zurückzuführen das jemand verrückt ist, sondern kann oft körperliche Ursachen haben, wodurch man sie heilen kann. Auch andere Krankheitsbilder, die man in der Psychiatrie kennen lernt, kann man oft heilen. Es ist auch so, dass man auch ohne Lügen raus kommt, aber nur wenn der Gesundheitszustand sich auch wirklich verbessert. Wenn man in die Psychiatrie kommt, es einem schlecht geht und man unbedingt raus will, obwohl es einen eben nicht gut geht, dann lügt man. Aber oft ist lügen in diesen Zuständen gar nicht möglich, weil man seine Sorgen ausstrahlt. Wenn man in die Psychiatrie kommt, kann es sein, dass man auf der geschlossenen Abteilung in Deutschland oder in der Schweiz nennt man es die Akutstation nicht unbedingt richtig Therapie erwarten, da es eigentlich nur ein kurzes Gespräch gibt und man sich irgendwie beschäftigen soll. In Deutschland kommt man nach bestimmter Zeit unter bestimmten Umständen in die offene Station, eindeutig besser als die geschlossene aber in der Schweiz gibt es nur Therapiestationen bei freiwilligem Eintritt, und Bestätigung der Krankenkasse, dass diese den Aufenthalt bezahlt. Oftmals muss man die Erfahrung machen, um zu sehen das die Psychiatrie nicht wirklich hilft sondern eher vor sich selbst schützt. Bei Zwangseinweisung sind die Patienten oft traumatisiert, weil es echt unter der menschlichen Würde liegt, wie vorgegangen wird. Also zum Schluss; "die Psychiatrie ist keine Endstation sondern eine Auffangstelle für Menschen, die in einer persönlichen Krise oder Krankheitphase stecken, die sie nicht alleine beseitigen können."

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Man ist nicht eingesperrt, sondern geschützt vor sich selbst, aber wenn du es bezeichnen willst, ok.

Kaum Therapien und Verrückte stimmt nicht. Therapien kommt drauf an wie stabil du bist und was für eine Ausgangsstufe du hast und verrückt ist ein falscher Begriff für Leute die in der Psychiatrie sind.

Die besseren Gedanken kommen, wenn du merkst wie gut dir Freiheit tut. Die gehen nicht ganz weg, aber sie werden automatisch besser.

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Ich würde mal schätzen, die anderen denken von dir auch, dass du "Verrückt" bist - was für einen Suizidalen auch zutreffend ist.

Therapien sind von der Klinik und Station abhängig. Oft wird man bald auf die Offene verlegt. Außerdem ist die Geschlossene zum Schutz da und um zur Ruhe zu kommen und nicht für Therapie!

Wenn du Therapie willst, werde stabil und dann kannst du auf ne Therapie-Station.

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
18.08.2016, 21:58

Nur weil man Suizidgefährdet ist , bedeutet das nicht das man verrückt ist.

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Kommentar von Seanna
18.08.2016, 22:21

Doch, im Denken ist - wörtlich - etwas VERrückt. Und das meint in dem Fall nicht schwer gestört oä.

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dann haste von Therapien in einer Psychatrie nicht die geringste Ahnung

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Kommentar von Jules394
17.08.2016, 20:45

Leider schon selbst auf der geschlossenen erlebt...

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Kommentar von aleah
17.08.2016, 21:07

nichts für ungut....., aber die Beschreibung in der Fragestellung trifft es ziemlich gut, nicht planlos, auch keineswegs übertrieben oder einem schlechten Horrortrip aufgrund zu vieler falschen Informationen durch dritte...... nein, es trifft mit sehr viel Realitätsnähe genau das, was ich ausschließlich in der Psychiatrie erfahren 'durfte' --- ...... nicht überall läuft es so extrem ab wie i.d. Psych. die ich kenne... das ist mir klar!! auch, dass viele akut-psychiatrische Einrichtungen längst offener und lockerer geworden sind......und tatsächlich viele Menschen schnell die Horror-Story's glauben. dass diese jedoch heutzutage auch immer noch in mehr Psychiatrien als es sein sollten weiterhin in die Gegenwart umgesetzt werden.... das zeigt, dass noch viel bedarf besteht um die Missstände hoffentlich irgendwann in den Kliniken komplett abzuschaffen...

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Du musst einfach mitmachen,beiDeiner Psychortherapie"!Du willst ja da auch wieder raus.oder!?Da geht es nur ums mitmachen oder auf der Strecke bleiben!

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Kommentar von Jules394
17.08.2016, 20:44

Wenn es Therapie geben würde... Ich habe da leider erschreckende andere Erfahrungen gemacht.

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Aber was hilft es dir wenn du lügst und nicht in ein, ich sage jetzt mal Krankenhaus dazu, gehst.

Irgendwann werden deine Gedanken vielleicht übermächtig und du verlierst, durch deine eigene Hand dein Leben.

Lass dir helfen, die Leute machen das ja nicht dass erste mal. Die wissen schon was sie tun.

FG. und gute Besserung

Raider

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Eine Psychiatrie kann den Wunsch nach sterben sogar verstärken , also ich würde einfach lügen.

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Kommentar von Barney123
18.08.2016, 18:05

Hallo schmerzfreier Mensch,

Weist Du, die Psychiater wissen, dass Lügen ein Symptom sein kann, je nach Krankheitsbild. Und natürlich achten die darauf. Ja, nchsts ist hundertprozentig. Es gibt immer mal wieder fehldiagnosen. Aber ich denke, im Großen und Ganzen haben die das ganz gut im Griff.

Und Du sprichst da halt einen großen Irrtum an: Du gehst davon aus, dass Du mit Deiner Einstellung richtig liegst, und Du Deine meinung auf gar keinen Fall ändern darfst. Warum hast Du denn dann die Probleme? Warum bist du denn (mal angenommen) Suizidal? Weil Du so toll und so schlau bist. Meines Wissens gibt es auch dafür ein Krankheitsbild.

LG

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
18.08.2016, 21:47

Es gibt einen Unterschied zwischen lügen & so lügen , das keiner das merkt.
& einfach in eine klapse (meistens gegen den Willen des Betroffenen) gesteckt zu werden ist auch nicht gut.
Außerdem , wer sich wirklich umbringen will , unabhängig von psychischen Krankheiten , schafft das auch ;)

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
19.08.2016, 11:32

Oder Menschen , die Insolvenz anmelden mussten & jetzt auf der Straße sitzen würden , hätten sie sich nicht umgebracht.

Meiner Meinung nach sollte jeder Mensch frei entscheiden können , ob er sterben will oder nicht.
Wenn ich sterben möchte , hoffe ich ja auch in Ruhe gelassen zu werden& nicht von irgendwelchen Psychiatern aka Psychopathen davon abgehalten werden.
& zu dem lügen: nur weil sie Psychiater sind,bedeutet das nicht, dass sie in deinen Kopf schauen können..

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