Endet es zwangsläufig tödlich, wenn beim baden der -eingeschaltete- Fön in die Wanne fällt?

5 Antworten

FACHLICHE ANTWORT: Nein, für Badezimmer sind schons eit langem FI-Schutzschalter vorgeschrieben. Diese Trennen das Gerät vom Netz bevor tödliche Spannungs- und Stromwerte erreicht werden. Der typische Hollywood-Mord in der Badewanne würde in Deutschland also aller Wahrscheinlichkeit nicht gelingen. Besonders herzschwache Personen oder Träger von Herzschrittmachern könnten aber durchaus sterben -- totale Sicherheit ist eben nicht möglich.

WARNUNG: Ich hoffe, Du hats nicht vor, das auszuprobieren! Auch FI-Schalter können defekt sein oder die betreffende Person besonders empfindlich. Hände weg von solchen Experimenten.

Nicht in allen Wohnungen gibt es FI-Schalter.

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Also, die Frage ist doch "wenn beim baden der-eingeschaltete Fön in die Wanne fällt?" Meine Antwort ist: "Nein." Eine Badewanne soll immer geerdet sein. Steckdosen dürfen von der Badewanne aus nicht erreichbar sein. Fällt Dir der eingeschaltete Föhn in die mit Wasser gefüllte Wanne, wird der Strom über die Erdung abgeleitet. Ist die Wanne nicht geerdet, passiert auch noch nichts, solange Du nicht noch irgendwo anders anpackst, z.B. an den Wasserhahn. Es ist dann derselbe Effekt, wie bei den Vögeln, die auf der unter Spannung stehenden Freileitung sitzen. Ihnen passiert ja auch nichts. Der Föhn wird aber im Wasser einen Kurzschluß verursachen, und die Sicherung wird durchbrennen, falls nicht schon der FI-Schalter ausgelöst hat. Im Zweifelsfall stelle Dich ohne etwas anderes zu berühren, auf den Badewannenrand und springe heraus, an einem Waschbeckenrand aus Porzellan könnte man sich notfalls noch festhalten, Porzellan ist ja ein Isolator.

Der hier mehrfach gezogene Vergleich mit dem Berühren einer Steckdose hinkt. Der Übergangswiderstand auf den Körper und danach auf eine Erdung ist wahrscheinlich geringer als wenn man in trockenem Zustand an einen stromführenden leiter fasst.

Wenn das Badezimmer mit einem Personenschutzschalter - das ist eine Version des FI-Schutzschalters, die bereits bei 10 Milliampere Fehlerstrom auslöst - abgesichert ist, wird wahrscheinlich nichts passieren. Ein Personenschutzschaler ist etwas grundsätzlich Anderes als eine Sicherung, auch wenn beide den Strom abschalten. Eine Sicherung hilft garnix - nur ein Personenschutzschalter.

Ansonsten ist das Risiko abhängig von der Zusammensetzung des Badewassers (Leitfähigkeit) und der Konstitution des Badenden.

Das Risiko ist aber immer hoch.

Shag d'Albran

Typische FI-Schalter haben eine Auslöseschwelle von 30 mA. Diese sind in Deutschland vorgeschrieben.

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