Endet ein Mietvertrag mit dem Tod oder müssen die Erben weiterzahlen?

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14 Antworten

Es ist so, dass die ERBEN den Mietvertrag übernehmen und drei Monate weiter zahlen müssen. Wenn deine Verwandte keine ERbin ist, muss sie auch nicht zahlen. Sollte sie irgendwo in der ERbfolge auftreten o. ä. muss sie das Erbe ausschlagen (gibt ja sowieso sonst nix zu erben), auch dann muss sie nicht zahlen. Wir hatten kürzlich leider das gleiche Thema in der Familie...

Stirbt der Mieter, ist das Mietverhältnis damit nicht automatisch beendet (Ausnahme: Mietvertrag auf Lebenszeit eines allein stehenden Mieters; BayObLG RE WM 93, 523).
Entweder treten andere Familienangehörige in das Mietverhältnis ein, oder es wird mit überlebenden Mitmietern oder den Erben fortgesetzt.
Wenn kein Familienangehöriger in das Mietverhältnis eintritt und sonst niemand den Mietvertrag fortsetzt (z.B. bei einem alleinstehenden Mieter), wird das Mietverhältnis mit dem Erben fortgesetzt. Dieser hat jedoch das Recht, das Mietverhältnis mit einer Frist von 3 Monaten zu kündigen. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats erfolgen, nachdem der Erbe vom Tod des Mieters und davon Kenntnis erlangt hat, dass kein anderer das Mietverhältnis fortführt.

Hat er recht - wenn er nicht ein bißchen kulant sein will.

Aber wenn es nichts zu erben gibt, gibt es auch kein Geld. Denn bezahlen müßten nur die Erben. Die Nichte ist jedenfalls erst mal nicht dran. Und schon gar nicht ist sie dran mit Miete zahlen.

Wenn es nichts zu erben gibt, soll der Vermieter halt die Wohnungseinrichtung verwerten (bei der die Nichte ja wohl die Wertgegenstände bereits entfernt haben wird).

Der Vermieter hat Recht. Erben erben auch einen Mietvertrag. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel 3 Monate. Also: Direkt nach dem Tod der Angehörigen sollte die Kündigung des Mietverhältnisses schriftlich ausgesprochen werden. Eine Alternative wäre, wenn man als Erbe gegebenenfalls selber in den Mietvertrag einsteigt und als Mieter in die Wohnung zieht.

Es gilt die normale Kündigungsfrist, das ist schon richtig.

Allerdings haben die Erben das Recht, den Mietvertrag fortzusetzen. Der Todeszeitpunkt gilt also nicht automatisch als Kündigung. (Kann aber hier vorteilhaft sein, wenn der Vermieter davon ausgeht.)

Darüberhinaus kann der Anspruch auf die Erbmasse beschränkt werden. Es ist also nicht so, daß Deine Tante hier aus eigener tasche zahlen müßte. (Aus der tatsache allein, daß sie die angelegenheiten geregelt hat, folgt das ohnehin nicht.)

Ist sie Erbin? Ggfls. ausschlagen.

ein bunter strauß von antworten. ich tu mir nicht alle an.

zur sache: der vermieter hat im prinzip recht. der mietvertrag geht auf die erben über und kann mit 3 monatsfrist gekündigt werden. nachmieter stellen ist hier wohl problematisch, denn der vermieter kann eine beliebige anzahl von bewerbern ablehnen.

das trifft aber alles nur für die erben zu. wird das erbe ausgeschlagen, steht deine verwandte nicht in der pflicht. es sei denn sie war lebensgefährtin und hat den mietvertrag mit unterschrieben.

ist sie auch kein erbe kann sie nicht belangt werden. ebensowenig wie die nachbarin die einen schlüssel zum blumengießen hat.

@anjanni, richtig. Die Erben sind in der Pflicht. Der/Die Erbe/in kann aber das Erbe ablehnen. Allerdings meine ich gelesen zu haben, dass die direkten Verwandten, naemlich Kinder aus der Pflicht nicht rauskommen. Auch in diesem Fall fuer 30 Euro sich hier erkundigen:: http://www.frag-einen-Anwalt.de

Doch, die Kinder kommen aus der Pflicht heraus, wenn das Erbe ausgeschlagen wird!

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@Kirsche69

Bist Du Dir ""totsicher""? Ich habe naemlich kuerzlich darueber etwas gelesen, bin mir aber nicht mehr 100% sicher. Also, ich wuerde da schnell die Auskunft einholen.

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@evelote

Leider haben wir erst im August dieses Thema in der Familie gehabt. Die Töchter des Verstorbenen sollten ein Haus komplett renovieren... Da auch hier ansonsten nichts zu erben war, wurde das Erbe beim Anwalt/Notar (?) ausgeschlagen, und somit war die Sache erledigt. So war es "todsicher" bei uns ;o)

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Ich möchte mal noch weiter fragen:

Meine Mutter ist verstorben, Mein Bruder würde gerne in diese WOhnung einziehen. Hat er das Recht? und wie könnte der Vermieter dagegen vorgehen??

Vielen Dank

Verstorben ist verstorben. Damit haben alle Zahlungen ein Ende. Selbst ein Zeitungs-Abo endet, wenn das letzte Exemplar mit dem Vermerk "Empfänger verstorben" zurück geschickt wird.

L G Hermann

Bei Mietzahlungen sieht das anders aus. Erben müssen drei Monate weiter zahlen.

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Mit dem Tode ist der Vertrag aufgehohen, nichtig ! Er könnte höchstens noch Miete verlangen bis die Wohnung übergeben wird !

Bank Verbindlichkeiten z.Bsp. erlöschen nicht,werden aber sofort fällig der Vertrag besteht nicht mehr !

meine tante ist jetzt auch gestorben und soweit ich weiss nicht im todesfall.da muss man nur solange bezahlen bis die wohnung leer ist zb am 27 gestorben dann muss man noch den nächsten monat bezahlen weil man ja nicht si schnell ausräumen kann.normalerweise 3 monate,aber nicht im todesfall.aber es gibt überall geier.

Endet erst 3Monate nach kündigung. leider.

Nein, die Mieterin ist verstorben und hat nicht gekündigt. Ein Kündigungsrecht des Vermieters ist erloschen und hat die Kaution innerhalb von 3 Monaten verzinst zurückzuzahlen.Lasst Euch nicht auf irgentetwas ein und geht zum Rechtanwalt. Sorry aber is`ja der Hammer, was ist das für ein Mensch?

Quatsch!

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Leider ist das so. wir hatten dann auch noch Zoff mit ihm . Meine Schwiegermutter hat nie gekocht, aber ein Blech im Backofen war schmutzig (muß wohl vom Vormieter gewesen sein). Da bekommt man schon Wut im Bauch.

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