Empfänger eines Mahnbescheid bei RA - Vertretung

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2 Antworten

Also bin gelernte RA-Gehilfin.

Ich weiß, dass wenn ihr einen Anwalt beauftragt habt und euer Anwalt bzw. ihr das der Gegenseite mitgeteilt habt, muss der Schriftverkehr über den Anwalt laufen. Er handelt ja durch eure Vollmacht in eurem Namen. Die Gegenseite will Macht demonstrieren und will damit sagen: "Wir lassen uns nicht vorschreiben, wen wir anschreiben." Da sitzt wohl ein grauhaariger Mensch in der Verwaltung, der meint alles richtig zu machen. Davon ab. Solange die Gegenseite nicht per Einschreiben/Rückschein schickt, ist nicht belegt, dass ihr deren Schreiben auch erhalten habt. Wenn die euch faxen, sieht das anders aus. Ein Fax-Sendebericht gilt rechtlich als nachweislich zugestellt (also wie ein Einschreiben/Rückschein)

Lasst doch den Mahnbescheid kommen. Binnen 14 Tagen widerspruch einlegen, dann kommt es zur Gerichtsverhandlung und die Sache nimmt hoffentlich bald ein Ende.

Lass die Gegenseite drohen. Das ist nun ein Machtkampf. Ich denke ihr seid bei einer Gerichtsverhandlung besser bedient. Der Richter entscheidet dann über Recht und Unrecht. Die Suppe wird heißer gekocht als sie gegessen wird.

Immer locker bleiben.

@ Lissi7474

Sehe das eigentlich so wie Du. Mein RA sagt auch die ganze Zeit, die wollen in erster Linie drohen und einschüchtern. Aussage: Bleiben Sie ruhig und gelassen.

Zitat: " Da sitzt wohl ein grauhaariger Mensch in der Verwaltung "

Zwar nicht grauharrig ! - Aber bisher kam der Schriftverkehr nur über die Sach- bearbeiter/in der Wohnungsbaugesellschaft und nicht über deren RA.

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Der Rechtsanwalt vertritt ja Dich. Das kann die Gegenseite ignorieren, indem sie Schriftverkehr grundsätzlich nur an Dich richtet. Du bist ihr Vertragspartner. Leite ihn wie bisher weiter an Deinen RA. Ein evtl. Mahnbescheid wird an Dich gerichtet, Du bist der Schuldner. Du musst dann sofort widersprechen und die Forderung bestreiten (falls sie ungerechtfertigt ist). Übrigens, solange die Forderung BESTRITTEN, also rechtmäßig ungeklärt ist, darf keine Meldung an die SCHUFA erfolgen. Das sollte Dein RA eigentlich wissen.

jau, stimmt. Das mit der Schufa hatte ich total vergessen :-)

Also keine Sorge.

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@Lissi7474

Und noch was. Entscheidet das Gericht, dass ihr zahlen müsst und ihr geht nicht in Berufung, also erkennt die Forderung an und zahlt dann nicht, so kann ein neg. Eintrag in der Schufa erst erfolgen und ein Gerichtsvollzieher zur Eintreibung beauftrag werden. Aber solange ihr euch rechtlich gegen die Forderung wehrt, kommt auch kein Eintrag und kein Eintreiber.

So einfach kann man keinen Neg. Eintrag in der Schufa veranlassen. Das wäre auch rechtlich nicht korrekt und dagegen könnte man auch vorgehen.

Dieser Verwalter versucht nur euch einzuschüchtern und euch zu drohen. Lasst euch nicht beirren.

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@ SerafinaH

Kann Dir in deiner Meinung RA und ich bin trotzdem Empfänger nicht zustimmen.

Sehe das so wie Lissi7474, für was bräuchte ich dann denn einen RA.

Auch mein RA meint, das die nur Einschüchterung und Drohungen machen würden.

Außerdem kam der ganze Schriftverkehr bisher immer nur vom Sachbearbeitern der Wohnungsbaugesellschaft. (Kein RA der Gegenseite !!!)

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@Ithome

Du, die können tatsächlich weiterhin den RA ignorieren und an den Schuldner schreiben. Aber Du hast Recht, genauso kann der RA schriftlich darauf hinweisen, dass er den Schuldner rechtlich vertritt und weiterer Schriftverkehr an diesen ignoriert wird. Dann kann der Gläubiger schreiben, soviel er will. So ist es ja wohl auch gelaufen. Ich hab' mich mal wieder nicht richtig ausgedrückt. Aber wir meinen dasselbe.

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@SerafinaH

@ SerafinaH

Genau so sehe ich das auch. Mein letzter Fall bei RA war Totalschaden an meinem PKW.

Aller Schriftverkehr von VS und RA´s ging an meinen RA und so soll es ja auch sein.

Aber Danke für Deine Meinung und Tips.

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