Emotionales durcheinander?

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4 Antworten

Du brauchst keinen Therapeuten. Nur dann, wenn Du wirklich nicht weiter weißt - aber das ist allein Deine Entscheidung!

Ich kenne zufällig jemanden, der antisexuell ist. Du bist also nicht allein. Ich wünschte, Du könntest so weiterleben wie vorher. Du musst Dir klar machen, dass "Normalität" überhaupt nicht normal IST! Das ist nur das, was die meisten dafür halten!! Das, was Du für Dich empfindest, ist normal! Damit hast Du bisher gut gelebt und ich wünschte, Du könntest es weiterhin! Lass Dir von niemandem was anderes einreden! Wenn Du Dich gut fühlst - naja gefühlt hast - was ist denn daran falsch? Wer will denn beurteilen, was an dir falsch ist! Bitte nimm Dich so, wie Du bist!

Yuurie 15.11.2016, 20:52

Danke für deine Worte, ich versuche es.. Im Moment wünschte ich mir einfach, in einer Welt zu leben, wo ich mich mehr verstanden und akzeptiert fühle. :(

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AriZona04 15.11.2016, 20:53
@Yuurie

Wir arbeiten dran - z. B. mit den CSDs in den größeren Städten!

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Du hast im Internet über Antisexualität gelesen. Was heißt das? Der Verfasser ist sehr wahrscheinlich ebenfalls Antisexuell und will viele Leser erreichen, denen es auch so geht. Du bist damit nicht alleine und es ist auch nicht abnormal. Du musst dich ja auch nicht in eine Schublade stecken, wenn du dich unwohl fühlst.. Wenn du noch Probleme damit hast, dir deine Sexualität einzugestehen, denke nicht so viel darüber nach und lass die Zukunft entscheiden, wann du bereit bist, offen und froh damit zu leben :) 

Yuurie 15.11.2016, 20:45

Damit meine ich neutrale Beiträge im Wikipedia-Stil.

Es fällt mir derzeit so schwer und ich kann nicht einfach diese Gedanken dazu abschalten. Sonst verdränge ich auch immer alles und versuche immer alles im positiven Licht zu sehen. Und jetzt ist es das 1. mal, nach langer Zeit, dass mich etwas umgehauen hat. :/

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Also es gibt sehr viele Leute die nicht nur Asexuell (=keine sexuelle Anziehung), sondern auch noch aromantisch (=keine romantische Anziehung) sind.  Zb ich :D

Wichtig ist, dass keines davon unnormal ist, beides sind normale Orientierungen, so wie Homo/Hetero/...

Nichts davon ist, krank, "behandelbar" oder gar verwerflich. Es ist nun mal so. Ändern kann es nur die Zeit, sofern dein Körper und Bewusstsein das für dich vorsieht (das klingt jetzt Esoterisch haha)

Wenn du mehr darüber wissen willst, oder wen zum Reden brauchst, kannst du dich gerne an mich wenden!

Lass dir bloß nichts dummes einreden, von wegen das sei nicht normal oder du sollst zum Psychologen oder so...

Yuurie 15.11.2016, 21:02

Glaubst du denn wirklich, dass sich mein Desinteresse und Ekel davor irgendwann von alleine verschwindet? Ist es nicht etwas "festgesetztes" wie homo-/Heterosexualität usw.?

Ich weiß ja, dass du recht hast. Ich bin nur so erschrocken über diese Sache und auch, dass mein Freundeskreis im Endeffekt genau wie die Gesellschaft tickt, obwohl ich immer glaubte, und Verband in der Hinsicht etwas. Und das hatte mich arg zurückgeworfen: allein mit so einer Situation, wo ich mich das erste Mal wirklich allein gelassen fühle.
Noch dazu bin ich mir sicher, dass es familiär von fast allen nicht akzeptiert wird. Alle gehen davon aus, dass ich heirate, Kinder bekomme usw. Überall ist weder Akzeptanz, noch Verständnis gegeben und dadurch fühle ich mich wie ein Alien, dass auf dieser Welt nichts verloren hat. Ein unfassbares schlimmes Gefühl, was ich gestehen muss..

Ich würde mich gerne mehr darüber austauschen und mehr aus deiner Sicht darüber erfahren. Vllt hilft es mir im Nachhinein auch, besser mit dem Thema umgehen zu können (Danke für das Angebot!) wobei ich glaube, dass es über private Nachrichten besser ist, oder? Dann schicke ich dir morgen eine Freundschaftsanfrage. :)

Vielen Dank!

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GreenDayDrums 15.11.2016, 21:12
@Yuurie

Klar kannst du mich privat anschreiben (so wars gedacht!)!

Für die, die es dennoch interessiert:

Ich habe nicht gemeint, dass sich das ändern MUSS, sondern es KANN sich ändern. Viele alte Menschen werden im Laufe der Zeit Aromantisch oder Asexuell :) Auch kann man während der Pubertät zB eine Orientierung haben.

An alle die genauso fühlen und denken kann ich nur empfehlen, sich vor allem in der englisch-sprachigen LGBT+ Community über Asexualität und Aromantik umzuhören und einzulesen. Im Deutschsprachigen Raum wird asexualität oft missverstanden und fehlinterpretiert (zb kann keine beziehung haben, Zölibat, krankheit,...), während Aromantik nicht mal richtig ein Begriff ist.  Abgesehen davon gibt es verschiedenste Formen von jeder romantischen als auch sexuellen Orientierung (zb Demi-Sexuell -> nur sexuelle Attraktion, wenn man mit eine sehr tiefe Bindung zu jemandem hat,...).

Selbst wenn man glaubt, man ist alleine, dann ist man es nicht. Die Dunkelziffer liegt in diesen Bereichen so unglaublich hoch. Es ist befreiend "es" bei einem Namen nennen zu können, zu wissen wer man ist und vor allem, wenn es andern genauso geht :)

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Da hilft nur Erkenntnis im Sinne Biologie und Philosophie. Gibt genug Leute die nix mit Sex/Partnerschaft anfangen können. Ich wollte mal Shaolin Mönch werden und im Zölibat leben. Der Wunsch nach ner Beziehung und ähnlichem verdanke ich den Animes - Verdammt. ^^ Obwohl jetzt bin ich grad wieder im Zölibats Modus, ich glaube der Wunsch nach Liebe/Beziehung kommt nur wenn man unglücklich ist. ^^

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