Was bedeutet eine Emotional instabile Persönlichkeitsstörung?

6 Antworten

Diagnosen sind meiner Meinung nach nicht so wichtig. Im Gegenteil, man identifiziert sich zu oft mit diesen Dingen und steigert sich nur noch mehr in die Diagnose rein. Und man sollte auch nicht vergessen dass so eine Diagnose nicht die Persönlichkeit darstellt sondern nur einen kleinen Lebensabschnitt. Diagnosen dienen der Krankenkasse, aber dir als Persönlichkeits-Entwicklungs-Ratgeber mit Sicherheit nicht. Wichtig ist ein guter Therapeut, die Diagnose ist letztendlich nicht so wichtig weil sie sich bei jedem Menschen anders anfühlt.

Super Antwort,genau so ist es!

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@liese05

einen kleinen Lebensabschnitt ist hier leider etwas untertrieben, ich sehe Diagnosen auch sehr kritisch, dennoch kann man damit einen Weg finden sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und von einander zu lernen. Also auch dies hat zwei Seiten, man muss natürlich lernen damit umzugehen, dazu ist ein Therapeut da.

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Deswegn ist deine Diagnose auf vollständig und richtig, du solltest dennoch das Gespräch führen weil diese Diagnose muss man erst einmal schlucken können und dann kommen natürlich auf viele Fragen. Wichtig ist, du bist nicht deine Diagnose und hast auch viele gesunde Anteile, sprich mit deinem Therapeuten oder Arzt darüber.

Die biosoziale Theorie, auf der die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) aufbaut, hat den Begriff "Borderline" kritisiert und statt dessen den Begriff der "Emotional instabilen Persönlichkeit" vorgeschlagen. Die Bezeichnung bezieht sich auf das Hauptmerkmal der Störung, nämlich die "stabile Instabilität" in den Gefühlen und im Verhalten der Betroffenen. Das Diagnosenbuch ICD-10 hat diesen Begriff aufgenommen und unterscheidet zwei Typen der Emotional instabilen Persönlichkeit. impulsiven Typus treten häufig selbstschädigende Verhaltensweisen wie Selbstverletzungen, Suizidanfälle, Fressanfälle usw. und aggressive Ausbrüche auf. Instabilität in den Gefühlen zeigt sich dadurch, dass die Betroffenen gefühlsmäßig sehr heftig reagieren und leicht von negativen Gefühlszuständen überflutet werden können. Borderline Typus, zusätzlich zeigen sich Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.

Meiner Meinung nach, liegt die Schwierigkeit darin in den sozialen Beziehungen, wegen der ständigen Instabilität von den eigenen Gefühlen, diese dann wahrzunehmen und zuzuordnen. Demnach wo fange ich an und was gehört zum Gegenüber, die Grenzen zwischen Ich und Du ist schwammig.

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Solche Fragen stellt man bestenfalls bei dem Psychiater oder Psychologen der es diagnostiziert hat wobei ohnehin schon mehrere gute Antworten dazu gegeben wurden. Es ist nämlich völlig irrelevant welchen Typ du hast sondern viel interessanter was du tun kannst das es dir wieder besser geht anstatt dich an solchen Dingen aufzuhängen.

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