11 Antworten

Die Zahlen zeigen zum einen, dass die Menschen die bisherige Weiter-So- und schwarze Null-Politik mit der CDU satt haben. Leider wird das Ganze nicht mehr als ein Strohfeuer sein.

Schulz gehört zum rechten Flügel der SPD wie schon Schröder, Gabriel, Steinmeier, Scholz oder Müntefering und hat im EU-Parlament eutlich gezeigt wie verlässlich (bzw. korrupt) er die Interessen der Konzerne wahrnimmt. Der Postentausch innerhalb der SPD-Rechten war ein Mittel, um allen den Posten noch möglichst lange zu sichern. Ansonsten hätte Schulz im EU-Parlament abtreten müssen und Gabriel nach der verlorenen Wahl zurücktreten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Medien den neuen SPD-Kandidaten positiv hoch schreiben um ihn kurz vor der Wahl wieder fallen zu lassen. Ich prognostiziere das gleiche hier. Leider wird dies die Hoffnungen der Menschen nach einem Wechsel nur weiter zerstören.

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Die SPD erklimmt Höhen, die noch vor zwei Wochen völlig undenkbar waren. Im Nachhinein entpuppt sich die Entscheidung, Martin Schulz aufs Schild zu heben, als schlicht genial, und die SPD-Spitze muss sich – wie die Medien und Politologen – fragen, wie auch nur in Erwägung gezogen werden konnte, Sigmar Gabriel zum logischen Spitzenkandidaten auszurufen. Gabriel hätte keinerlei Euphorie und Aufbruchstimmung entfacht – null Komma null.
Und jetzt kommt das große Aber: Schulz muss nun schnell liefern. Zunächst muss er, der stets hinter der Agenda 2010 stand, sich von Teilen derselben distanzieren. Sie ist keineswegs ein Thema von gestern, wie Schulz glauben machen will. Man darf zwar bitte nicht gleich die Agenda 2010 komplett verdammen – aber beispielsweise der Missbrauch der Leiharbeit, Rentenkürzungen/Abschläge zwei von mehreren Schwächen der Hartz-Gesetze, muss endgültig beendet werden. Auch muss die Einhaltung des Mindestlohns garantiert und die Aufstockung des Lohn abgeschafft werden Das sind entscheidende Aufgaben für die nächste Legislaturperiode.
Viel arbeiten und dennoch zu wenig zum Leben und kaum Rente haben – das darf mit der SPD nicht mehr zu machen sein. Ganz wichtig ist jedoch, sich nicht nur auf Sozialthemen zu konzentrieren. Die SPD muss in allen Bereichen der Gesellschaft gute Angebote machen. Etwa beim Thema kontrollierte Zuwanderung, bei der Digitalisierung und zu möglichen Steuerreformen.
Der Hype um Martin Schulz wird wohl nicht anhalten. Jetzt kommen die Mühen der Ebene. Ein spannender Wahlkampf durch eine wiedererstarkte SPD wäre allerdings wünschenswert. Mit der richtigen Taktik wird der Höhenflug der Partei vielleicht in ähnlichem Maße weitergehen.

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Es zeigt, daß sich Leute vom (falschen) Lächeln eines Politikers überzeugen lassen. Neue Inhalte gibt es nicht, denn Schulz sagt das Gleiche wie 100 SPD-Politiker vor ihm.

Vorausschau : Entweder die Wähler erkennen, daß er nicht so ist wie er sich gibt, dann ist alles gut. Oder die Wähler wählen ihn tatsächlich und müssen dann das ausbaden, was sie gewählt haben und das wird in seinem Falle Rot-Rot-Grün sein - eine Konstellation, die die Wirtschaft noch mehr ruiniert als Merkel das machte, die Flüchtlingen noch mehr erlaubt als Merkel es machte und die Bevölkerung stärker schikaniert als je zuvor.

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Das wird sich legen - auch Schulz drischt nur Phrasen und weicht dem "Wie erreicht die Politik die Ziele" aus

Deshalb wird nun das Hirn vernebelt mit "Gefühlen" -die refinanzieren aber keine großspurigen Versprechungen

Gerechtigkeit ist gut - nur was genau versteht die SPD darunter und wie will sie diese herstellen? Ist es "gerecht", wenn jeder das Gleiche bekommt, egal, was er dazu beiträgt?

Fragen über Fragen, aber keine greifbaren Antworten *g*

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Kommentar von Crack
04.02.2017, 23:46

auch Schulz drischt nur Phrasen und weicht dem "Wie erreicht die Politik die Ziele" aus

Jetzt schießt Du aber etwas über`s Ziel hinaus.

Der Mann ist seit einer Woche Kanzlerkandidat,
was hast du denn erwartet? Das er gleich einen Tag später ein fertiges Konzept vorlegt?
Man sollte zumindest mal das Wahlprogramm abwarten und erst dann urteilen ob die gesetzten Ziele klar und deutlich werden, oder weiterhin nur schwammig und rätselhaft sind wie bisher.

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Nichts, das ist nur der Martin-Effekt.
Was nicht sonderlich schwierig ist, Gabriel (SPD) war unbeliebt, die Merkel (CDU) ist nicht besonders beliebt.

Martin säbelt fleißig an Gabriels Stuhl, er hat bereits verlauten lassen, dass Gabriel nach der Wahl kein Außenminister werden wird.
Die Agenda 2010 hält er für richtig, auch wenn die Parteil Fehler gemacht habe.

Noch hat der Wahlkampf nicht begonnen.
Am Wahlsonntag wird es Ergebnisse geben, vorher sicher nicht.

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Schulz ist ein altgedienter SPD- und EU-Apparatschik, der vor allem durch viel rhetorisch heiße Luft, taktisches Geschick, Strippenziehen bei Postenvergaben in Brüssel und eine ausgeprägte Selbstbedienungsmentalität auffiel (Stichwort: 100000 €/anno für Sitzungsgelder zusätzlich zu seinen 200000 € Gehalt und Kostenpauschale). Als er von "Report" wegen der Gelder zur Rede gestellt wurde, schwindelte er, ließ aber die Zahlungen intern stoppen. Eigentlich könnte man schon hier aufhören: als Kanzler eine Zumutung.

Aber auch sonst passt nichts. Er vertritt wie Merkel eine konzernfreundliche, neoliberale Politik, ist Anhänger von CETA und TTIP (im Unterschied zur Mehrheit seiner Partei), deckte Juncker und dessen Steuerschlupflöcher und redet gleichzeitig von "Gerechtigkeit".

Seine Schwäche zeigt sich auch daran, dass er bisher kein Wort zu der gegenwärtigen Hauptfrage gesagt hat: Einwanderung, Asyl, innere Sicherheit, No-Go-Zonen, Kölner Verhältnisse, Terror. Da duckt er sich weg. Er ist wie Merkel für offene Grenzen, aber er schweigt darüber. Dafür drischt er auf Trump und die AfD ein. 

Die Hauptmedien jazzen den unsympathischen Altpolitiker zum Superstar hoch und vermeiden es, ihm auch nur eine kritische Frage zu stellen. Der Schulz-Hype wird schnell zusammenbrechen. Ich tippe auf 18 % bei der Wahl.

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Kann ein Strohfeuer sein. Auf jeden Fall besser als 20% für die AfD. ;-)

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Kommentar von hutten52
05.02.2017, 17:38

Das Problem müsste aus deiner Sicht sein, dass ein "Weiter so" mit Schulz (und dafür steht er ja), die AfD stärkt. 

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Wie beim Wetter zuweilen auch, ein bloßes

   Zwischen-Hoch

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Kurz gesagt: ein Strohfeuer!

Hat Schulz sein Mantra "Gerechtigkeit" bereits mit konkreten Inhalten gefüllt? Nein!

MfG

Arnold

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Gute Idee.

Und welchen Rat suchst du?

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Viel zu viel für diese nutzlose Partei !

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