Emissionshandel gegen Klimawandel?

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2 Antworten

Vom Grundansatz her, Emissionen an Treibhausgasen einen Preis zu geben, hilft der Emissionshandel schon. Dabei ist der Emissionshandel ja nur eine der Möglichkeiten dazu, und ist dabei die Variante, die von der Industrie bevorzugt wird.

Der europäische Emissionshandel ist im Augenblick dagegen praktisch nicht wirksam durch zu viele verschenkte Zertifikate und einen viel zu niedrigen Preis für Emissionen. Dafür gesorgt hat u.a. Kanzlerin Merkel noch zusammen mit der Lobbygruppe FDP. ww.klimaretter.info/politik/hintergrund/14034-eu-parlament-stimmt-doch-fuer-backloading

Meines Erachtens wäre eine einkommensneutrale CO2-Steuer wie z.B. in British Columbia am besten geeignet. Dabei werden die Einnahmen durch die Steuer einfach pro Kopf wider an die Einwohner ausgeschüttet - jemand der wenig Treibhausgase durch seinen Konsum verursacht, kann dadurch sparen. Die Folgen für die Emissionn, die Steuerlast und die Wirtschaft sind positiv.

http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Steuer#Kanada_.28British_Columbia.29

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Gute Frage,

für manche Unternehmen ist es sicher ein Anreiz, Emissionen einzusparen, weil sie dann ihre Zertifikate für Geld weiterverkaufen können. Andererseits find ichs einfach nicht gut, wenn dann genau das, was die eine Firma einspart an anderer Stelle zugekauft und in die Luft geblasen wird...

Ich fände folgende Lösung besser: Förderung bei unterschreiten der erlaubten Emissionen und Strafe, wenn man drüber ist (und zwar saftige Strafe, Geldstrafe bis hin zu schließen des Betriebs). Das Zukaufen von Zertifikaten sollte man verbieten!

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