Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert!

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2 Antworten

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Als ein Beispiel für die Judenemanzipation im 19. Jahrhundert würde ich die Familie Mendelssohn nehmen. Moses Mendelssohn war ein wichtiger Philosoph der Aufklärung. Ein Teil seiner Familie, nämlich der spätere berühmte Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy, seine Geschwister und Eltern traten zum christlichen Glauben über. Die Kinder wurden am 21.3.1816 protestantisch getauft, die Eltern konvertierten dann 1822.

Hier mein Referat :

Das Judentum

Das Judentum ist eine der sechs Weltreligionen. Es hat allerdings die geringste Anzahl an Gläubigern( noch ca. 13,9 Millionen, das sind ca. 0,4 % der Weltbevölkerung); und diese sind in aller Welt verstreut. Das Mutterland des Judentums ist Israel; weshalb heute auch ein Davidstern auf der Flagge Israels ist. Das Judentum ist die älteste monotheistische Religion und die „Mutterreligion“ des Christentums. Die Juden sind schon seit der Antike ein Volk mit eigener Religion.

Glaubensgrundlagen

Im Judentum gibt es umfassende Lehren und Weisheiten für Lebensbereiche und Lebensanschauungen. Es sind viele Bücher darüber geschrieben worden; aber es gibt eigentlich nur 13 Lehren, die verbindlich sind, Grundlehren:

  1. Zu glauben und zu wissen: Es gibt ein vollkommenes Sein, den Schöpfer, den Herrn der Welt. Er ist Ursprung aller Existenz. Alles, was existiert, ist von Ihm abhängig; er hingegen ist vollkommen unabhängig.
  2. Gott ist eine absolute und vollständige Einheit, eins und einzigartig.
  3. Gott ist nicht materiell und nicht körperlich. Er ist den Naturgesetzen nicht unterworfen und kann mit menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen werden.
  4. Er war vor allem Anderen. Er ist und wird in Ewigkeit sein.
  5. Nur Ihm darf gedient werden. Seine Gebote und Sein Wille sind zu wahren. Keine anderen Existenzen (wie z.B. Engel und andere Naturkräfte) dürfen angebetet werden, denn sie sind von ihm geschaffen worden.
  6. Gott offenbart seine Wünsche durch auserwählte Menschen, auf verschiedene Art und Weise und zu verschiedenen Zwecken.
  7. Moses Prophetie war die höchste Form der Prophetie. Er wurde von keinem anderen Propheten übertroffen und keine kam ihm gleich.
  8. Die gesamte Thora, die von Moses dem Volk Israel gegeben wurde, wurde Moses von Gott gegeben. Es ist die wahre Thora.
  9. Diese Thora ist ewig. Sie wird niemals geändert und niemals durch ein anderes Gesetz ersetzt werden.
  10. Gottes Willen ist absolut und allumfassend. Keine Existenz ist ihm verborgen, denn er sieht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alle Ursachen und Folgen sieht er voraus.
  11. Gott kontrolliert und überwacht die Welt, belohnt den Menschen für seine guten Taten und bestraft ihn für seine schlechten Taten. Der Hauptlohn wird in der kommenden Welt ausgezahlt.
  12. Am Ende aller Tage wird Gott unseren Messias senden, aus dem Hause David. Er wird ein vollkommener König in einer vollkommenen Welt sein, und die Welt wird durch ihn errettet werden.
  13. Gott wird die Toten auferwecken. Das bedeutet absolute Güte und Gerechtigkeit, welche alle Tränen wischt. Alles, was vernichtet und zerstört wurde, wird er wieder aufbauen; diese Auferstehung wird an Stelle des Todes treten.

Was für das Christentum die Bibel ist, ist für das Judentum die Thora. Sie besteht aus den fünf Büchern Mose. -> Schriftreligion Das hebräische Wort „Thora“ bedeutet übersetzt „Unterweisung, wie man leben soll“. Für Juden ist die Thora die Wurzel von allem; sie beinhaltet die Worte Gottes. Deshalb ist es wichtig sie zu studieren und zu kennen. Jedes Wort darin erfordert Aufmerksamkeit, um die Worte Gottes zu verstehen. Juden ist verpflichtet regelmäßig Thora zu lernen. Es gibt eine schriftliche und eine mündliche Thora; beide wurden Moses zusammen übergeben. Gelehrte aller Zeitalter drangen durch Studieren immer weiter in die Thora ein und interpretierten diese. All ihre Worte heißen „mündliche Thora“. Es gibt 613 Gebote in der Thora;248 positive Gebote und 365 negative Gebote, also Verbote. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen vom Bösen fernzuhalten und ihn auf den rechten Weg zu führen. Allerdings kann ein Großteil dieser Gebote nicht von jedem Juden erfüllt werden, weil sich viele Gebote auf den Tempel und die Priester dort beziehen. Außerdem gibt es Gebote die nur dann verpflichtend sind, wenn eine bestimmte Situation eintritt, wo sie einsetzbar sind, bspw. bei einer Scheidung. Die Thora lehrt die Juden, dass die Gebote zu ihrem eigenen Wohl geschaffen wurden und dass durch sie ein Mensch hoffen darf, Vollkommenheit zu erzielen und seine Lebensaufgabe zu erfüllen. Der Mensch soll im Leben einen göttlichen Standard des Guten erreichen. Eine weitere wichtige Grundlage ist der Talmud. Das Wort stammt aus dem hebräischen und heißt soviel wie Studium oder Lehre. Der Talmud ist das wichtigste jüdische Gesetzeswerk. Man könnte meinen, dies sei eigentlich die Thora, aber die Thora zählt nur die Regeln auf und sagt nur sehr wenig über die Befolgung und Anwendung bei verschiedenen Umständen; und genau dafür ist der Talmud da. Er besteht aus der Mischna und der Gemara. Für alle Juden ist Lernen ein Traditionsbestandteil. Die jüdische Kultur ist wohl die einzige, die von sich behaupten kann eine lebenslange Lernmotivation zu besitzen. Schon im Kindergarten lernen Kinder hebräisch lesen.

Erkennungszeichen

Davidsstern

Aus dem hebräischen Magen David, was soviel heißt wie Schild Davids. Er besteht aus zwei ineinander geschobenen Dreiecken und verdeutlich

MelMar1995 21.03.2012, 14:15

Hm das ist ja aber leider nur über die Juden allgemein :/ ich bräuchte was zu deren Emanzipation im 19. Jhd :S

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