Elternzeit verkürzen um ALG zu beantragen möglich? Betreuungsgeld? U3 Rechtslage?

3 Antworten

Wieso meldest Du Dich bei der Agentur für Arbeit nicht erst mal arbeitssuchend (für einen Teiilzeitjob) und besprichst das Problem da ....

dann kannst Du bei Deinem Arbeitgeber (nach einem Jahr bzw. Auslaufen der Elternzeit) einen Teilzeitjob fordern (den er nicht hat) also soll er kündigen.... (Sperrzeit dürfte das keine geben, weil es nachvollziehbare Belange für die Teilzeit gibt)

PS: es gibt seit dem 01.08 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem 1. Lebensjahr des Kindes ... wenn die Stadt oder Gemeinde nichts anbieten kann, muss sie die überschiessenden Kosten zu einem normalen Kriipenplatz tragen ... (also zur Tagemutter oder zur anderweitigen Betreuung), man hat allerdings kein Recht zu bestimmen, bei wem die Betreuung stattfinden soll ....

Die Kosten für die Betreuung richten sich nach den ortüblichen Gegebenheiten, also geanuso wie für alle anderen gerechent werden würde (nach Einkommenshöhe etc.), da kommt es daruaf an was die Plätze bei Euch kosten ....

Ich wusste nicht, dass man sich beim Arbeitsamt als arbeitssuchend melden kann, wenn man -theoretisch wg Elternzeit- noch in einer Anstellung ist. Aber natürlich hast du recht, es sollte eine der ersten Anlaufadressen sein. Ich wollte mich nur vorher (hier) etwas schlau machen, um nicht ganz unvorbereitet dort hinzugehen. Und ich bin erstaunt, dass man trotz Elternzeit Anspruch auf ALG1 hat (Kommentar vor dir).

Zum Rechtsanspruch auf U3 Plätze. Mir wurde es über Bekannte, die sich durch einen Rechtsanwalt haben beraten lassen wie folgt erläutert: Man muss zunächst die Stadt verklagen, dass man keinen Platz bekommen hat. IdR bekommt man dann einen Platz zugewiesen der -im worst case- bis zu 5km vom Wohnort entfernt sein kann/darf ....und dann meistens wohl auch ist, da Randgebiete der Stadt nicht so stark frequentiert sind. (ABER: Der Versuch ist es natürlich wert!). Erst DANN, kann man gegen den zugewiesenen Krippenplatz klagen, zB mit dem Argument, dass es mit dem Anfahrtsweg zur Arbeit - wenn man denn eine hat :( - nicht zeitlich zu koordinieren ist (oder kein Auto zur Verfügung hat?!). Und zu allerletzt kann man den Differenzausgleich einklagen der bis dato entstanden ist durch eine Tagesmutter oä....dh man muss in Vorkasse gehen (können). Also eine Odyssee mit unsicherem Ende. Wer aber weder Kosten noch Mühen scheut sollte es natürlich probieren.

Vielen Dank für deine Antwort.

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Zunächst mal: Wenn du die Elternzeit verkürzt, musst danach deine Arbeitskraft voll zur Verfügung stellen - gemäß Vertrag. Willst du deinen Vertrag (Vollzeit arbeiten) nicht erfüllen, musst DU kündigen. Stellst du deine Arbeitskraft nicht voll zur Verfügung, ist das der Grund für eine fristlose Kündigung, die mit Sicherheit eine Sperre nach sich zieht!

Du hast zu lang Elternzeit angemeldet und kannst während der Elternzeit nicht bei deinem AG arbeiten, weil dir keinen Job anbieten kann?

Lass dir von deinem AG bescheinigen, dass du während der EZ nicht in Teilzeit bei ihm arbeiten kannst, lege dies und deine Bemühungen, einen anderen TZ-Job zu finden, sowie die Bescheinigung über die gesicherte Kinderbetreuung bei der ARGE vor und beantrage ALG1. Du bekommst es dann anteilig für die Stunden, die du theoretisch aufgrund der Kinderbetreuung arbeiten gehen könntest.

Vielen Dank für Deine Antwort.

Da es so ist, dass ich nicht Vollzeit bei meinem AG arbeiten können werde (vermutlich auch nicht im nächsten Jahr in dem die Elternzeit ausläuft), da wir lediglich die Betreuung in der privaten Kita (derzeit) haben & diese nicht ausreichend für die abzuleistenden Stunden ist, MUSS ich TZ arbeiten. Auf Großeltern oä können wir da leider auch nicht zurückgreifen.

Daher denke ich so zu verfahren wie du es im letzten Absatz beschrieben hast. Das sind schon mal sehr gute Hinweise, vielen Dank. Ich wusste nicht, dass ich trotz Elternzeit einen Anspruch auf ALG1 habe. Immerhin wäre es schon mal ein kleiner finanzieller Ausgleich bis ich denn (hoffentlich recht bald) eine andere TZ Anstellung gefunden habe.

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Hallo!

Es ist so, dass mir mein Arbeitgeber keine Teilzeitstelle anbieten kann und rein rechtlich gesehen auch nicht muss (Größe des Betriebes unter 5 Mitarbeiter)

Kann er Dir denn eine Vollzeitstellung anbieten? Wenn ja, dann nimm die. Du hast jetzt auch einen Anspruch auf eine Betreuung des Kindes. Finanziell gesehen wäre das die beste Lösung. Langfristig kannst Du in Ruhe nach einer Teilzeitstelle suchen, falls Dir das lieber ist. Aber sich selber in die Arbeitslosigkeit zu begeben, halte ich für keine gute Idee - unabhängig der eventuellen rechtlichen Möglichkeiten).

Selber kündigen solltest Du jedenfalls nicht!

Leider ist es uns so, wie du es uns anrätst, nicht möglich. Eine Vollzeitstelle kann ich auch trotz Kita nicht antreten, denn die Betreuungszeiten decken nicht (annährend) vollständig meine reguläre Arbeitszeit. Familiär können wir das "Betreuungsloch" auch nicht abdecken. (Der Rechtsanspruch ist ein hohles Versprechen - siehe dazu Erläuterung oben). Natürlich wäre es ein Traum sowohl finanziell als auch von der Absicherung...leider bleibt es aber auch dabei.

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