Elternunterhalt nach Vergewaltigung der Mutter?

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3 Antworten

Bei so einem Fall muss er nicht zahlen!

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Kommentar von gnarr
19.08.2016, 15:21

das stimmt nicht.

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lies mal im Gesetz:  §1611 Abs. 1 BGB

https://dejure.org/gesetze/BGB/1611.html

Abs. 1 Satz 2

 Die Verpflichtung fällt ganz weg, wenn die Inanspruchnahme des Verpflichteten grob unbillig wäre.

Danach könnte hier ein Unterhaltsanspruch vollständig ausgeschlossen sein. Man kann hier mit guten Gründen annehmen, dass die Inanspruchnahme aufgrund der gesamten Umstände grob unbillig (= sehr ungerecht, für jeden normalen Menschen nicht nachvollzierbar) ist.

(Die Mutter ist ein naher Verwandter des Unterhaltspflichtigen.)

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Kommentar von Monstertruck94
19.08.2016, 15:19

Danke! Ich hatte so etwas gehofft, aber war mir nicht ganz sicher, weil ich im Bekanntenkreis einige Fälle kenne in denen man auch annehmen würde dass sie nicht zahlen müssten, allerdings trotzdem vor Gericht scheiterten. 

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Kommentar von Monstertruck94
24.08.2016, 14:04

Ich habe tatsächlich nichts getan um den Umgang zu fördern. Ich würde auch niemals zulassen dass dort Kontakt entsteht. Er wurde ebenfalls angezeigt wegen Prostitution von Minderjährigen. Das konnte nie verfolgt werden weil es an beweisen fehlte bzw die unter 14 Jährlingen Kinder keine Aussage getroffen haben. Das wäre ja Wahnsinn mein Kind einer solchen Situation auszusetzen. Dieser Mann ist schwer gestört und gehört nicht in die Nähe von Kindern! 

Es wäre natürlich schlimm, wenn Richter der Meinung wären dass ein Kind für so einen Vater noch Unterhalt zahlen soll. Ich muss es wohl auf mich zulassen kommen und hoffen dass er stirbt bevor er pflegebedürftig wird. 

Relevant zu diesem Thema ist vielleicht noch das mein Sohn einen Schwerbehinderten Ausweis besitzt. Könnte man das im Notfall noch verwenden ? Ich meine, da hat man ja genug eigene Ausgaben, egal wie viel Geld mal verdient. 

Danke für die ehrlichen Antworten :)

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es gibt einen passus der unterhaltspflicht wegen unbilligkeit ausschließt. da er aber dem kind nie etwas getan hat, wird das in dem fall nicht zutreffen.

auch wenn er dato keinen unterhalt zahlt, heißt es nicht, dass er es irgendwann mal tut. und nur weil er dato noch keinen umgang mangels interesse hatte, heißt es nicht, dass er den irgendwann einfordert und bekommt.

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Kommentar von Hasenmann81
19.08.2016, 15:46

Selbst wenn man § 1611 Abs. 1 S. 2 BGB ablehnen würde, könnte ein besonnener Richter noch über § 242 BGB einen solchen Anspruch ablehnen. Man könnte durchaus argumentieren, dass es gegen Treu und Glauben sprechen würde, wenn man einem Erzeuger, der wegen Vergewaltigung verurteilt wurde, und das Kind ein Produkt dieser Vergewaltigung ist, später einen Anspruch auf Unterhalt gegenüber dem Kind geltend machen könnte.

Daneben wüsste ich jedoch nicht, wie man § 1611 Abs. 1 S. 2 BGB rein vom Wortlaut her in solch einem Fall nicht zur Anwendung kommen lassen würde.

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