Elterngeld PLUS - ich steig nicht durch. Wer hilft mir?

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4 Antworten

Die Höhe beim Elterngeld-Plus....ist etwas komplizierter... Grundsätzlich wird dein Teilzeit-Einkommen angerechnet.


Hier ein Beispiel:

Berechnet wird zunächst das Elterngeld ohne Einkommen = 1800 Euro.
Gehst du Teilzeit arbeiten, wird das Einkommen angerechnet. Teilzei-Elterngeld liegt vielleicht bei 1200 Euro.


Beim Elterngeld Plus wird nun geguckt.
Die Hälfte Elterngeld ohne Einkommen ist 900 Euro (=Deckelungsbetrag)
Das Teilzeit-Elterngeld durch Teilzeit-Einkommen ist 1200 Euro.

Du bekommst dann 900 Euro ausgezahlt für die Dauer der Elterngeld-Plus-Monate. (Mehr als 900 kannst du nicht bekommen)


Nehmen wir an, durch dein Teilzeit-Einkommen bekämst du ein Teilzeit-Elterngeld von 800 Euro (viel Verdienst)

Beim Elterngeld Plus wird nun geguckt.
Die Hälfte Elterngeld ohne Einkommen ist 900 Euro (=Deckelungsbetrag)
Das Teilzeit-Elterngeld durch Teilzeit-Einkommen ist 800 Euro.

Damit liegst du unterhalb des Decklungsbetrages, und wird voll ausgezahlt.
Du bekommst dann 800 Euro für die Dauer der Elterngeld-Plus-Monate.


Beim Gesamt-Elterngeld macht das:
1800 (max Betrag) x 10 Monate (wg Mutterschutz) = 18.000 Euro
(oder 20 Monate gesplittet)

Teilzeit-Einkommen-Elterngeld würde normalerweise machen:
niedriger Verdient = hohes Elterngeld = 1200 x 10 = 12.000 Euro
(gesplittet 20x 600)

Teilzeit mit Elterngeld Plus
max 20 x den Deckelungsbetrag = 20x900 = 18.000 Euro

Teilzeit-Einkommen-Elterngeld
mit hohem Verdienst = wenig Elterngeld = 800 x 10 = 8.000 Euro
als Teilzeit-Elterngeld Plus
20 x 800 = 16.000 Euro.


Vergleiche dazu: Broschüre ElerngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexiblen Elternzeit, Mai 2015, Seiten 7 und 8

Für 12 Monate könnte deine Frau den Mindestbetrag von 300 € mtl. beziehen bzw. für 24 Monate 150 € mtl. Bei dir genauso: 2 Monate max. volles Elterngeld bzw. 4 Monate nur max. das hälftige Elterngeld. Dein Teilzeitverdienst würde deinen Elterngeldanspruch mindern.

so ist glaub ich die alte Regelung. Mit Elterngeld PLUS sieht das doch anders aus, oder nicht?
Und: wie ist es mit dem "Geschwisterbonus"? Der wird nur gezahlt, bis unsere Jüngste 3 ist, also bis Anfang Mai 2017?

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Zunächst mal kann deine Frau pünktlich zum Beginn des neuen Mutterschutz die laufende Elternzeit unterbrechen. Dann bekäme sie 14 Wochen lang Mutterschaftsgeld für die Teilzeit und auch den Urlaub für die angebrochenen Monate.

das ist ein sehr guter Hinweis. Danke!
Aber: wie sieht das denn dann praktisch mit dem Elterngeld und dem Geschwisterbonus aus? Das Mutterschaftsgeld wird bis 13.5. gezahlt (wenn ich jetzt mal vom 18.3. als errechnetem Geburtstermin ausgehe). Unsere Tochter, die 2014 geboren wurde, wird am 3.Mai 2017 3 Jahre alt. Dann gibt es doch (ab dem 14.5.?) zwar Elterngeld, aber keinen Geschwisterbonus mehr, richtig? Oder wird das Elterngeld ab Geburt gezahlt (und dann zusätzlich zum Mutterschaftsgeld)?

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@frederik08

Es gäbe Elterngeld und Mutterschaftsgeld gleichzeitig. Allerdings wird nur das Elterngeld ausgezahlt, was über dem Mutterschaftsgeld liegen würde.

Im Normalfall (1. Kind) macht das MuSchu-Geld ja 100% vom Lohn, das Elterngeld allerdings nur ca 65%. Darum gibts regulär in den ersten 2 LM nur das MuSchu-Geld.

Den Geschwisterbonus gibt es bis Ende Mai (und es wird ausgezahlt, was überm MuSchu-Geld liegt).

Oder sind die Kinder 2 und 3 noch unter 6 Jahren alt?

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3 Jahre Elternzeit kann deine Frau nehmen. Wenn du 2 Monate Vollzeit-Elternzeit und Elterngeld nehmen möchtest, geht das auch. Möchtest du 4 weitere Monate nehmen, gehen die regulär von den 12 Monaten von deiner Frau ab (mit oder ohne TZ). Sie kann dann also nur noch 8 Monate beanspruchen.

Und richtig, wenn du diese 4 Monate als Elterngeld-Plus laufen lässt, werden deiner Frau nur 2 weitere Monate abgezogen. Für sie bleiben 10 Monate (bis zum 10. LM)

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