Elterngeld bei ALG und Hartz 4?

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Hat sie denn von der Agentur für Arbeit noch keinen Aufhebungsbescheid bekommen ?

Denn ich denke das einem im Mutterschutz kein Arbeitslosengeld ( ALG - 1 ) zusteht,denn dafür muss man unter anderem dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Das Elterngeld ist Einkommen und wird auf ihren bzw.dann den gemeinsamen Bedarf angerechnet,es kommt darauf an was für Elterngeld sie bekommt.

Würde das Elterngeld aus einer vorherigen Beschäftigung berechnet,dann könnte sie einen Freibetrag geltend machen,dieser beträgt pro Monat max. 300 €,vorausgesetzt das Elterngeld beträgt auch 300 €,würde der Anspruch auf 2 Jahre verteilt,dann halbiert sich auch der Freibetrag auf 150 €.

Steht ihr aber nur das Mindestelterngeld von 300 € zu,dann kann sie darauf max. eine monatliche Versicherungspauschale von 30 € geltend machen,auch dieses Elterngeld kann man auf 2 Jahre beziehen,dann würde es pro Monat nur 150 € geben,dass Jobcenter dürfte dann aber nur 120 € und nicht 270 € als anrechenbares Einkommen auf den Bedarf anrechnen.

Das Kindergeld von 192 € ist vorrangig Einkommen des Kindes und wird zu 100 % auf den Bedarf des Kindes angerechnet,dass trifft dann auch auf Unterhalt bzw. Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt zu,den müsste sie beim Jugendamt beantragen,wenn kein Unterhalt gezahlt wird bzw.nicht min. in Höhe des Unterhaltsvorschusses,dass wäre eine vorrangige Leistung.

Wenn sie alleinerziehend ist steht ihr dann vom Jobcenter ein Alleinerziehenden Mehrbedarf zu,dieser beträgt für ein Kind unter 7 Jahren 36% ihrer Regelleistung ( Regelsatz für den Lebensunterhalt ) ,diese liegt seit 2017 bei 409 €,also bekommt sie dann ab der Geburt 147,24 € mehr pro Monat bzw.der Bedarf steigt für sie um 147,24 €,es wird aber dann auf das anrechenbare Einkommen ankommen,dass dann natürlich mit dem neuen Bedarf verrechnet wird.

Außerdem entfällt ab der Geburt der Mehrbedarf wegen der Schwangerschaft von 17 % ihres Regelsatzes,dazu kommt aber dann der Regelsatz fürs Kind von 237 € pro Monat,darauf wird aber das genannte Einkommen angerechnet.

Die Kosten der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) wird sich ja nicht erhöhen und falls die Nebenkosten etwas ansteigen muss sie das dem Jobcenter nachweisen,dann wird die KDU - durch 2 Personen geteilt,also verringert sich der Bedarf der Tochter noch einmal.

Ihr Bedarf liegt dann bei 409 € Regelsatz + 147,24 € Alleinerziehenden Mehrbedarf + dann ihren KDU - Kopfanteil,also dann 50 % der Warmmiete und dem Kind stehen 237 € Regelsatz + die anderen 50 % der Warmmiete zu.

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Kindergeld und Elterngeld wird immer ausgezahlt. Sollte das ALG1 nicht ausreichen um einen Mindestbehalt gewährleisten zu können, wird das Amt die Differenz den Betrag ausgleichen bis Ihre Tochter auf ihren Mindestsatz kommt.

Bzgl. Unterhalt würde ich mich bei dem örtlichen Jugendamt informieren. Da der Erzeuger allerdings nicht feststeht, könnte sich diese Sache etwas hinziehen. Unterhalt muss aber immer gewährleistet sein, egal ob vom Jugendamt oder Kindesvater.
Das Jugendamt wird allerdings sehr darauf bedacht sein, den Kindesvater herauszufinden. Geht immerhin um deren Geld.

Seit der Neuregelung in 2011 wird der Elterngeld-Sockelbetrag als Einkommen auf die Hartz IV Leistungen angerechnet.

Unterm Strich bedeutet das für die Betroffenen, dass sie so gesehen kein Elterngeld erhalten, da dieses beim Hartz IV Regelsatz, der Sozialhilfe und demKinderzuschlag wieder gekürzt wird.

Quelle: http://www.kindergeld.info/elterngeld.html

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