Eltern zu einem eigenen Pferd überreden?

13 Antworten

Hey :)

Die Argumente, die du hören willst gibt es nicht.


Ich bin genauso alt wie du und habe seit drei Jahren ein eigenes Pferd. Diese Frage wird hier fast jeden Tag gestellt, weswegen ich sie auch schon beantwortet habe. Meiner Meinung nach geht es nicht ums Geld, denn wenn deine Eltern sich kein Pferd für dich leisten können, dann können sie es sich nicht leisten, dann ist das sowieso nicht möglich. Aber das Entscheidende ist und bleibt die Zeit und die Verantwortung.
Als ich meine Stute bekommen habe war ich zwölf. Ich habe das Pferd von meinem Vater bekommen ohne ihn dazu zu überreden und trotzdem sehe ich den Kauf im Nachhinein vielleicht nicht direkt als Fehler an aber er war doch unüberlegt.


Wir haben des Pferd von einer damaligen Freundin vermittelt bekommen, die Züchterin war wiederum die Freundin unserer Freundin. Die Stute war damals fast fünf und wurde uns als eingeritten verkauft. Ich war beim Probereiten mit meiner damaligen Reitlehrerin. Alles war okay. Unsere ehemalige Freundin ist Tierärztin und wir haben ihr vertraut, dass mit dem Pferd alles okay ist, generell war es vielleicht nicht das Pferd das die Voraussetzungen für ein langes,gesundes Leben hat, was uns aber erst viel später klar wurde. Die Stute würde ich mittlerweile als roh bezeichnen, als wir sie gekauft haben, okay unser Fehler und auf jeden Fall der der Reitlehrerin. Dumm gelaufen, aber so war's jetzt nunmal.
Wir haben sie dann in den Stall unserer ehemaligen Freundin gestellt, von dem wir ausgegangen sind, dass es den Pferden dort gut geht. Ich war am Anfang ein bis vier Mal am Tag im Stall (der Stall war doch schrecklich, auch Boxenhaltung, vom Preis und Vertrag Vollpension würde aber eher an Selbstversorger hinkommen und anders wäre es ihr nicht gut gegangen, sie war damals vier) An Schultagen nicht so oft, da musste vormittags meine Mutter gehen, weil ich ja nicht konnte, was sie auch gerne gemacht hat aber ohne sie hätte das nicht funktioniert.
Daraufhin haben wir den Stall gewechselt, die Stallsuche hat fast ein Jahr gedauert, in dem wir zusätzlich eben nach dem geeigneten Stall gesucht haben. Wieder musste meine Mutter die Ställe anrufen, sie mit mir anschauen usw. Der Stall der preislich und leistungsmäßig in Frage kam war aber 20 min mit dem Auto von mir entfernt, das heißt meine Mutter ist ungefähr vier Mal in der Woche mit mir dahin gefahren. Das hat dann immer so um die drei Stunden gedauert alles zusammen. Dazu kommt dass ich noch eine kleine Schwester hab, weswegen meine Mutter eben nicht immer mit mir hinfahren konnte (meine Eltern sind getrennt, meine Mutter Alleinerziehende).
In dem Jahr wo sie im ersten Stall stand hatten wir Reitunterricht und Beritt bei insgesamt drei Reitlehrern, weil die eben doch nich so toll waren wie anfangs gedacht (in den Reitstunden).  Das Pferd wurde immer schlimmer, sie ist vermehrt gestiegen, hat gebuckelt, man konnte keinen Meter mehr vor die Tür gehen. Wir haben das nicht mehr mitanschauen können, was mit unser Stute gemacht wurde, meine Mutter hatte natürlich Angst um mich, da das ja nicht gerade ungefährlich war, und wollte sie weggeben, aber ich wollte sie natürlich behalten, also noch eine Chance. Wir haben uns auf die Suche nach einem Trainer gemacht. Das hat wieder einige Zeit gedauert (und natürlich auch einiges gekostet). Als wir nach mehreren Trainern endlich unserer Trainerin gefunden hatten, hieß es wir fangen nochmal ganz von vorne an. Dann kam der erste Stallwechsel.
So jetzt waren wir schonmal froh, dass es ihr in dem Stall gut ging und wir endlich jemanden gefunden hatten, der so arbeitete wie wir es wollen. Und dann kam der erste Reheschub vor ungefähr fast zwei Jahren.
Wir gingen davon aus dass die Umstellung Box Offenstall bei ihren extrem schlechten Hufen eine Lederhautentzündung hervorgerufen hat, die die Rehe ausgelöst hat, die man lange nicht gesehen hat. Dann hat sie Medikamente gebraucht zweimal am Tag, sieben Tage die Woche und sie stand mit dem Auto 20 min weit weg.
Als wir das wieder in den Griff bekommen hatten, haben wir dann einen Platz in dem Stall bekommen, wo wir  eigentlich hinwollten, ganz in unserer Nähe. Super, also wieder umziehen. Das ist jetzt ungefähr ein dreiviertel Jahr her. Ein/zwei Wochen später kam der nächste Reheschub . Wir hatten mindestens vier Tierärzte im Laufe dieses letzten dreiviertel Jahres da, deren Therapien alle nichts brachten. Und das ist nur ein kleiner Teil. Sie hat seit einem dreiviertel Jahr chronische Rehe. Keine Stoffwechselerkrankung, es liegt nicht an der Ernährung, ihr Blutbild ist super. Keine Diagnose. Wir sind mindestens 1-3 mal am Tag bei ihr, insgesamt mindestens zwei Stunden. Momentan ein bisschen mehr, weil wir mal wieder an einem Tiefpunkt angelangt sind. Reheschub Nummer drei.
Das ist schlimm und wir haben so viel Geld für Tierärzte, Homöopathen, Huforthopäden/ Hufheilpraktiker, Ernährungsberatung und und und ausgegeben und dann gibt es aber noch viel, viel schlimmere Fälle. Sag mir, dass dir und deinem Pferd das niemals passiert. Das kannst du nicht! Du wirst jetzt sagen, dass du ja einen super Stall kennst, dass das Geld auch kein Problem wäre, aber du weißt nie was kommt, du weißt es einfach nicht und musst auf alles gefasst sein und wenn deine Eltern nicht mitmachen, dann geht das schief oder kann zumindest schief gehen.
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich immer "wir" geschrieben habe und nicht "ich", das liegt einfach daran, dass es immer ein "wir" war. Meine Mutter ist zu meinem Pferd wenn ich in der Schule war. In Notfällen muss der Tierarzt auch mal am Vormittag kommen, wenn ich eben nicht da bin. Oder ich war krank. Das hat alles meine Mutter gemacht. Ohne Erwachsenen, der dir notfalls aktiv hilft, kannst du kein Pferd halten und wenn deine Eltern das nicht machen, dann machen sie es nicht und du kannst sie nicht zwingen.
Außerdem darfst du die Zeit nicht unterschätzen. Ich geh jetzt in die 10. Klasse ins Gymnasium, ich hab zwei Tage in der Woche wo ich erst abends heim komm und dann halt im Dunkeln momentan bei Matsch, Regen, Kälte und Schnee in Stall geh, meine Mutter macht zum Glück den Vormittag anders wärs nicht machbar (Der Stall ist Vollpension, also das ist es nicht). Ich mach eigentlich nur in den Ferien wirklich was mit meinen Freunden, weil es momentan anders nicht möglich ist. Ich hab sonst kaum noch Freizeit, meine Stute ist mir wichtig, weswegen ich auch jeden Tag mindestens einmal bei ihr bin und das jetzt seit drei Jahren, ohne sie zu reiten (was mir auch nicht so wichtig ist), ohne wirklich spazieren zu gehen, ohne mit ihr wirklich was zu machen, nur um sie zu versorgen und trotzdem dauert es locker zwei Stunden. Nicht mal am Wochenende hab ich wirklich viel Zeit, in der ich nichts für die Schule mach oder beim Pferd bin (meine Freizeit ist beim Pferd) und ich tu mich in der Schule leicht!!! Auch in Urlaub fahren ist nicht möglich und ich kann sie eigentlich kein Tag allein lassen. Es muss immer entweder meine Mutter oder ich zu ihr. Und das seit fast einem Jahr! Und das kann noch ewig so weitergehen.
Ohne die Unterstützung deiner Eltern von ihrer Seite aus ist es nicht möglich.
Ich weiß wie du dir das vorstellst, aber stell dir mal vor deinem Pferd würde das passieren, du kannst nicht dafür garantieren, dass alles so läuft wie du dir das jetzt vorstellst. Allein ein Stallwechsel kann es unmöglich machen dich um das Pferd regelmäßig zu kümmern. Würdest du auf Freunde, Urlaub, Partys, etc. verzichten, auch in drei/ vier Jahren und auch wenn du bloß noch ein Pferd hast, mit dem man nichts machen kann? Meine Stute ist sehr temperamentvoll und nicht gerade einfach, immer noch roh, weil es in diesen drei Jahren nicht möglich war sie auszubilden. Sie ist jetzt fast acht, vermutlich nie wieder reitbar!!! Würdest du dich trotzdem um so ein Pferd kümmern und auf tausend andere Sachen verzichten?(Du wirst sagen ja, klar aber sei mal ehrlich und außerdem wie sieht das in ein/zwei Jahren aus) Und würden deine Eltern dir helfen? Haben sie genug Wissen um dir zu helfen.
Das soll weder unfreundlich klingen noch dich abschrecken, aber überleg dir das gut. Hättest du jemanden, der dich zum Stall fahren kann, wenn es mal irgendwann dazu kommt? Würdest du alles vernachlässigen, wenn es deinem Pferd schlecht geht (Freunde, Urlaub, etc.), auch übet Jahre? Hast du einen Etwachsenen, der dich voll und ganz finanziell sowie aktiv beim Pferd unterstützt, bis du das selbst leisten kannst?
Sowas kann immer und jedem passieren, wenn du dir selbst nicht sicher bist, weil du fragst ob du “gut genug“ bist, warte lieber und bleib bei deiner RB. 
LG cRaZyyy6743

Da du noch minderjährig bist, ist es meiner Meinung nach ziemlich egal, wie gut du glaubst, dich mit Pferden auszukennen. Kaufen und die letzte Verantwortung für das Tier haben deine Eltern. Wenn die sich aber so gar nicht für Pferde interessieren, wirds einerseits mit dem grundsätzlichen Überreden zur Anschaffung eines Pferdes schon schwer und dann steht auch zu befürchten, dass du deine Eltern ständig zu allen anderen notwendigen Dingen überreden musst. Stallwechsel, weil du dich im alten Stall nicht mehr wohlfühlst, Beritt des Pferdes, weil das ausgesuchte Pferd vielleicht doch nicht so gut ausgebildet worden ist, wie der Verkäufer angegeben hat oder weil sich durch deine Reiterei ein paar Dinge beim Pferd verschlechtert haben. Für all diese Dinge werden deine Eltern ggf. nicht die Notwendigkeit erkennen und du wirst ständig überreden müssen oder dich mit einer Situation abfinden, die für das Pferd und/oder für dich nicht schön ist. Ich finde, dass sollte man in deinem Alter und mit Pferdewunsch mal bedenken: so lange man nicht selber alles bezahlen kann, befindet man sich in einer Abhängigkeit von den Eltern, die das dein und das Leben des Pferdes nicht nach deinen Vorstellungen laufen lassen. Das sollte man einerseits dem betroffenen Lebewesen ersparen und auch selber dürfte die Situation einen doch oft auch eher belasten, als die Erfüllung eines Traums bedeuten. Zumal die Anschaffung eines Pferdes nicht zwingend im Jugendalter erfolgen muss, sondern meiner Meinung nach der bessere Zeitpunkt da ist, wenn man selber finanziell unabhängig ist und auch das eigene Leben in etwas geordneten Bahnen verläuft. Natürlich kann man nie ausschließen, sich später im Leben mit Veränderungen UND einem Pferd abfinden zu müssen, aber die Veränderungen sind dann vielleicht nicht mehr ganz so einschneidend, wie der Sprung von der Schulzeit ins Studium oder die Ausbildung. 

Überreden ist auf jeden Fall nie gut und ich wüsste kein Argument, mit dem man jemanden gegen seinen Willen einen Haufen Kosten, Zeit und Verpflichtungen für ein "unbekanntes Wesen" schmackhaft machen könnte. Und wie erwähnt, die Frage ist, wie sinnvoll das ganze ist, jemandem die Verantwortung für ein Lebewesen aufs Auge zu drücken, der sich nicht mit den Bedürfnissen dieses Lebenwesens auskennt bzw. sich dafür interessiert. 

Ich glaube, die meisten Kinder, die Pferde haben, haben auch Eltern, die sich irgendwann begonnen haben, sich ebenfalls dafür zu interessieren (oder die sportliche Förderung ihrer Kinder im Blick haben). 

Was die Jugendlichen auch immer vergessen, ist, dass sie sich erpressbar machen. Erpressung ist zwar nie schön, aber verzweifelte Eltern greifen zu dem Mittel, wenn sie keinen Ausweg mehr sehen.
Eine Freundin von mir hatte ein Pferd. Mit 17 hatte sie sich verliebt. In einen jungen Mann, der den Eltern nicht passte. Es gab große Auseinandersetzungen, bis die Eltern dann wirklich sagten: "Er oder das Pferd."
Und solche Fälle kenne ich einige.

2
@Dahika

Na ja, sie könnten alternativ der Pipi auch die Barbypuppe wegnehmen oder das Wendyabbo kündigen. Was ändert das Pferd an dieser Haltung der Eltern oder dem rosaroten Blick Deiner Freundin? Nichts.

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Du solltest erst einmal die Kosten bedenken, oft scheitert es auch daran.

Ein Pferd ist eben kein Kaninchen, das kostet etwas mehr.

Es kostet mehrere Hundert im Monat und falls es krank wird, kann es auch mehrere Tausend Euro sein. Dazu die Anschaffung und die Ausrüstung  (Qualitativ hochwertiges Zeug kostet mehr, aber hält dafür auch länger).

Habt ihr das Geld dafür überhaupt?

Wie sieht es mit deinem weiteren Weg aus? Schule und dadurch eventuell keine Zeit (oder nicht mehr genug Geld?), das Pferd zu versorgen, Studium, Ausbildung, Ferien, Krankheit.

Kannst du das alles hinbekommen?

Letztendlich ist es ein Tier und man kümmert sich nur nur für eine Woche jeden Tag darum, sondern Jahrelang täglich. Das Pferd kannst du nach 2 Jahren nicht einfach "abschieben" (können schon, aber ich bin gegen so kurze Zeiten)

Letztendlich wirst du nichts dagegen tun können, es sei denn du kannst es alleine finanzieren.

Ist eben keine kleine Anschaffung.


Lg

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Wie kann ich meine Eltern überreden und eine gute Lösung für später finden?

Danke schonmal für die Antworten ;)

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