Eltern sind gegen Studienwahl, was tun?

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5 Antworten

Dir einen "echt klugen Ratschlag" zu geben ist schwierig, weil hier natürlich niemand die Einstellung deiner Eltern zu deinen Gunsten verändern kann.

Bei Medizin kannst du dir nicht vorstellen so lange zu studieren aber Jura würde dich reizen. Jura geht aber auch in der Regelstudienzeit 9 Semester + 4 Semester Referendariat bis zum 2. Examen, damit hast du genau die gleiche Studienzeit wie bei Medizin. Dann schreibst du, DU hättest dich für Englisch auf Lehramt entscheiden denn das sei immer das gewesen was auch deine Eltern wollten. Hast nun DU dich dafür entschieden oder lediglich das gemacht was deine Eltern für dich vorsehen? Gleichzeitig schreibst du auch wieder, dass du das nicht möchtest.

Das was du hier aufzählst sind ja alles grundverschiedene Studienrichtungen, wo man auch unterschiedliche Voraussetzungen (schulische und persönliche) mitbringen sollte und du wirst bei jedem Studienfach irgendwas haben was dir nicht so zusagt. Mir sagt Mathe im Soziologiestudium auch nicht zu und muss es trotzdem machen. Ich habe bei dir nicht den Eindruck, dass du dich für ein Fach wirklich interessierst und für etwas brennst sondern an allem irgendwas zu mäkeln hast und da kann ich dann schon verstehen, dass deine Eltern "etwas" überreagieren von du von A nach B springst und wieder zurück.

Schlussendlich bist DU derjenige der dann 40 Jahre in dem Beruf arbeitet, nicht deine Eltern. Von dem her solltest du dir die Zeit nehmen dir gründlich Gedanken zu machen, dich mit den Studieninhalten intensiv zu beschäftigen, eine klare Entscheidung zu treffen und das teilst du dann deinen Eltern mit.

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Kommentar von Kreativhoch11
22.10.2016, 20:50

Ich weiß auch nicht was ich will.. deswegen habe ich mich dieses Jahr auch nicht beworben. 

Ich habe lediglich ein paar Studiengänge die ich interessant finde aber mehr auch nicht. Was ich nicht erwähnt habe ist das ich eine sehr lange Zeit Psychologie studieren wollte und viele haben mir auch gesagt das ich das Zeug dazu habe. Mir selbst hat das Praktikum auch sehr gefallen allerdings wollte ich es nicht da ich nach dem Bachelor immer noch kein Beruf in der Hand habe. 

Dieses ganze hin und her geht schon seit Jahren. Ich war auch schon in einem BIZ aber wirklich geholfen hat mir das auch nicht.

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Mal ein paar Gedanken:

Es ist eine Binsenweisheit. Aber du must das Studium aussuchen, nicht deine Eltern. Du musst es auch alleine erarbeiten und durchhalten.

So wie es aussieht, weisst du noch gar nicht, was du machen willst. Da ist es sehr riskant, irgend was anzufangen. Ein Studium hält man nur durch, wenn man ganz genau weiß, dass man das will und wenn man auch ganz genau weiss, warum man sich das antut.

Du schreibst "Ich meine es sind nur 4 Jahre an denen ich mich anstrengen muss" Nein! Danach musst du dich weiter anstrengen, sonst bist du im Beruf sehr schnell weg vom Fenster.

Die Eltern können sich nicht aussuchen, welches Studium sie finanziell unterstützen wollen. Sie sind verpflichtet das zu unterstützen, das du aussuchst.

Thema Lehrer: Viele scheitern in diesem Beruf. Viele bekommen Burn Out, etc. Aus Untersuchungen weiss man: Lehrer sollte man nur werden, wenn man das auch wirklich will. Nur aus Verlegenheit oder weil es die Eltern wollen, wird schief gehen.

Mach doch mal ein Freiwilliges Soziales Jahr oder was ähnliches. Das hilft vielleicht im Entscheidungsprozess.

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Also: natürlich verstehe ich es, dass dir die Meinung deiner Eltern wichtig ist, aber du kommst um den Satz nicht herum: es ist dein Leben. DU musst jeden Tag in einen Job gehen, der dir (nicht) gefällt, nicht deine Eltern. Mir ist auch die Meinung meiner Eltern wichtig, aber in solchen Dingen musst du schon in erster Linie sehen, dass DU glücklich damit bist.

Deine Eltern wollen sicherlich nur dein Bestes und Sorgen sich um dich und deine Zukunft. Aber du hast NIE die Garantie dafür, dass du einen tollen Job bekommst, und sei es ein noch so gängiger Studiengang.

Mein Tipp: höre auf deinen Bauch und triff die Entscheidung, die dich glücklich macht!! Viel Erfolg :)

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Nicht mehr als ein Lehrer werden? Das ist ein Knochenjob den du lieben musst um durchzuhalten, und kein universal Beruf für faule Leute! Mit dieser Einstellung solltest du unter keinen Umständen Lehramt studieren, außerdem ist Biotechnologie eine ziemlich spezielle Wahl ... die Berufsaussichten sind mäßig. Wenn du dich schon durchbeißen willst, nimm lieber Maschinenbau, Ingenieurwesen, Chemie Mathetik oder ein ähnliches Fach. Wenn du allerdings nicht glücklich mit dem Fach bist, wirst du es wohl auch nur schlecht durchhalten. Hast du auch über eine Ausbildung nach gedacht? Duales Studium? Überdenk lieber noch einmal alle deine Wünsche, bevor du verbittert als Lehrer oder Ingeneur dastehst.

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Weißt du, immer wenn die Berufsaussichten schlechter werden, muss man
extrovertiert sein und sich gut verkaufen. Das scheint dir nicht zu
liegen.

Ich würde daher  bei Medizin bleiben, da dieses Studium dir objektiv die besten Möglichkeiten bietet. Gerade als introvertierter Mensch ist das die beste Wahl, da du hier auch hunderte gut bezahlte Jobs machen kannst, wo du dich in Ruhe auf etwas konzentrieren kannst, ohne zu viel Tamtam und Lautstärke mit Menschenkontakt (Rechtsmedizin zB, Mikrobiologie´, da haste praktisch keinen Patientenkontakt, falls du nicht möchtest. Du kannst das aber alle paar Jahre auch ändern.).

Vergiss Biotechnologie, das Studium ist wirklich brotlos (wie Biologie, Biochemie, Biomedizin und Molekulare Medizin auch).

Architektur ist auch eher mit Schwierigkeiten verbunden, gelinde gesagt. Die Stern-Jobampel hat da gar nicht so unrecht.

Bitte hier lesen:

http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?104,1546198

und dort schauen:

Jura dauert ähnlich lange wie Medizin, die Studiendauer sollte aber nicht das Kriterium sein. Hier zählt knallhart nur die Examensnote.


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Kommentar von Kreativhoch11
22.10.2016, 20:36

Da haben Sie wirklich recht, das liegt mir einfach nicht. Um ehrlich zu sein hat es mich jetzt gewundert das Sie den Studiengang Biotechnologie überhaupt mal gehört haben.. 70% der Menschen wissen gar nicht was das ist. Sie scheinen wirklich was darüber zu wissen deswegen würde ich Sie gerne etwas fragen; wieso gerade brotlos? Wären meine Berufschancen im Ausland dagegen besser? Und wie sieht das mit Zahnmedizin aus? 

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