Eltern lassen sich scheiden, ich will den Nachnamen meiner Mutter!

3 Antworten

Hat deine Mutter den Namen deines Vaters bei der Heirat angenommen und möchte jetzt wieder ihren Mädchennamen annehmen? Ich kann dir nur sagen, wie es hier in D geht, ob das auf Österreich zutrifft, weiß ich leider nicht. Meine Kinder und ich sind auch eines besseren belehrt worden, ich kann nach der Scheidung meinen Mädchennamen wieder annehmen, aber meine Kinder nicht, das geht nur in ganz besonderen Ausnahmefällen, wenn z.B. der Vater ein Mörder, Kinderschänder etc. ist, dazu muß dann ein Rechtsanwalt einen Antrag beim zuständigen Gericht stellen. Und das ganze kostet wie immer viel viel Geld. Ich hoffe für dich, dass die österreichische Gesetzgebung in solchen Fällen etwas lockerer ist.

Ich vermute mal, dass du nach der Trennung bei deiner Mutter leben wirst. Darum gehe ich auch mal davon aus, dass sie dafür sorgt, dass du ihren Namen bekommst. Allerdings weiß ich nun wirklich nicht, wie solche Angelegenheiten in Österreich abgehandelt werden. Deine Mutter kann schließlich erst nach der Scheidung wieder ihren alten Mädchennamen annehmen, so weit ich informiert bin. Gedulden wirst du dich auf jeden Fall müssen.

Dein Text deutet darauf hin, dass Du selber in Deutschland lebst. Und da kann die Mutter nicht "dafür sorgen", dass das Kind ihren Namen bekommt.

Gott sei Dank ist das so. Es ist schon schlimm genug, dass die Mütter beim Aufenthaltsbestimmungsrecht vor Gericht einen dicken Mamabonus haben, den zu schlagen für Väter nicht leicht ist. Soll heißen, wenn nicht ganz viel für den Vater spricht, geht das Kind zur Mutter. Dass es da lebt, darf aber nicht heißen, dass die Mutter ihm auch den Nachnamen wegnehmen darf. Wäre ja ein naheliegender Schritt, um dem Vater nach der Scheidung noch eine reinzudrücken.

Ab einem gewissen Alter des Kindes - das hier sicherlich gegeben wäre - könnte man darüber nachdenken, ob das Kind die Entscheidung selber treffen darf. Aber das Gegenargument, das bei der Schaffung der gegenwärtigen Rechtslage vermutlich ausschlaggebend gewesen ist, sticht auch: Es sind die Eltern, die geschieden werden, nicht das Kind. Darum ist nicht einzusehen, weshalb bei einer Scheidung der Eltern plötzlich auch der Name des Kindes mutieren sollte. Zumal sich bei einer Scheidung noch nicht mal der Name der Eltern ändert - dies muss nach erfolgter Scheidung in einem separaten Vorgang beantragt werden.

Der Name des Kindes ist der Name des Kindes und wie jeder Name Bestandteil der Identität des Kindes. Gut, dass er nicht von der Scheidungslaune der Eltern abhängig ist.

Eine Ausnahme ist, dass der Nachname des Kindes sich ändert, wenn die Eltern nach der Geburt heiraten und dabei einen gemeinsamen Namen annehmen. Dabei ändert der Name des Kindes sich aber rückwirkend; das Kind ist dann also ein "geborener" Neuname, obgleich es den Altnamen einige Zeit getragen hat. Ich vermute, dass dieser Effekt an eine Altersgrenze gebunden ist, die ich freilich nicht genau kenne.

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Ich denke, dass dies auf jeden Fall möglich sein wird. Einfach mal bei den zuständigen Behörden anrufen und nachfragen.

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