Eltern Harz IV und ich möchte BuFDi oder FSJ machen

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4 Antworten

Wenn du studierst,deine Eltern dich nicht unterstützen können und du weiterhin bei ihnen wohnst,dann steht dir genau so Bafög - zu,wie wenn du alleine wohnen würdest,dann nur weniger !

Du bist dann nicht mehr Leistungsberechtigt,also hast keinen Anspruch mehr auf ALG - 2 ( Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 5 SGB - ll ) du hättest dann nur Anspruch auf dein Kindergeld,von deinem Bafög - würden 20 % als Freibetrag ( vom Bafög - Höchstsatz berechnet ) abgezogen und wenn dann dein anrechenbares Bafög - bzw.Einkommen,deinen Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung nicht deckt,kannst du einen Mietzuschuss zu den ungedeckten KDU - beim Jobcenter beantragen.

Dieser Kopfanteil berechnet sich nach der gesamten Warmmiete,geteilt durch die Personen im Haushalt,lebst du mit deinen Eltern alleine,würde dein Kopfanteil 1 / 3 betragen.

Dazu kommen dann dein Regelsatz von derzeit 313 €,das ergibt deinen Bedarf,davon würde dann dein anrechenbares Bafög + Kindergeld abgezogen. Dann ist dein Regelsatz und zumindest ein Teil deines Kopfanteils gedeckt,bliebe dann noch ein Bedarf für die KDU - offen,dann stünde dir dieser Mietzuschuss vom Jobcenter zu,der nicht als ALG - 2 Leistung gilt.

Würdest du dann noch einen Nebenjob annehmen ( bis 400 € pro Monat kein Problem,wenn du studierst ),wirst du dein Kindergeld entweder teilweise oder ganz,nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigen.

Dieses übersteigende Kindergeld,darf und wird dann,bis zur vollen Höhe auf den Bedarf deiner Eltern angerechnet. Danach darf keine Anrechnung deines Einkommens mehr erfolgen,wenn du deine Eltern nicht freiwillig weiterhin unterstützen möchtest.

Da du jetzt noch nicht studierst,kannst du im Prinzip so viel verdienen,wie du möchtest !

Bekommst du noch Kindergeld,ist das dann das einzige Einkommen,was deinen Eltern auf ihren Bedarf angerechnet werden darf,wenn du dieses zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigst.

Du musst dann von deinem Erwerbseinkommen,nach Abzug deiner Freibeträge nach § 11 b SGB - ll,nur deinen eigenen Bedarf decken können,dann bist du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) mit deinen Eltern raus.

Dann zahlst du nur deinen Kopfanteil der KDU - direkt an deine Eltern,gibst ihnen Kostgeld ab oder du verpflegst dich selber. Denn dann würden deine Eltern gar keine Leistungen mehr für dich bekommen.

Wenn du ein FSJ - machst oder ähnliches,dann hast du von deiner Vergütung 200 € Freibetrag ( Taschengeld ) welches dir nicht auf deinen Bedarf angerechnet würde,der Rest würde deinen Eltern dann von deinen Leistungen abgezogen,das müsstest du ausgleichen,aber die 200 € hast du auf jeden Fall.

Diese kannst du dann sparen,aber musst dann aufpassen,denn solange du zur BG - gehörst,darfst du nur einen gewissen Betrag ( Schonvermögen ) angespart haben. Das sind min.3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,gesamt also min.3850 €.

Allgemein gilt,pro vollendetem Lebensjahr 150 € + diese einmaligen 750 €.

Bist du dann aus der BG - raus,dann kannst du angespart haben,was du willst.

Danke dir für deinen Stern und wünsche dir noch ein frohes neues Jahr 2015 !

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Du kannst unbesorgt einen Job annehmen. Wenn du volljährig bist und für deinen eigenen Unterhalts selbst aufkommen kannst, fällst du aus der Bedarfsgemeinschaft deiner Eltern heraus.

Selbstverständlich kannst du dann nicht kostenlos bei ihnen leben, sondern musst deinen Anteil zu dieser Bedarfsgemeinschaft direkt an deine Eltern zahlen.

Dein recht auf BAFÖG verlierst du dadurch nicht, da es sich ja lediglich um eine Übergangslösung handelt.

Wenn Du noch bei Deinen Eltern im Haushalt lebst, musst Du lediglich einen Anteil an den Mietkosten übernehmen. Bei 3 Personen dementsprechend max. 1/3. Den Rest darfst Du behalten...selbst mit zusätzlichem Nebenjob.

Da in ganz Deutschland andere Richtlinien gelten beschränke ich das mal auf Thüringen.

Bzgl. der Einkommensanrechnung sind die Regelungen BUNDESWEIT identisch.

Gem. § 1 Abs. 7 Alg II-V hast du auf dein Bufdi-/FSJ-Einkommen pauschal einen Freibetrag von 200€. Rest wird auf deinen Bedarf angerechnet.

Übst du nebenbei eine weitere Erwerbstätigkeit aus, hast du darauf ZUSÄTZLICH die normalen Absetzbeträge des §11 b SGB II.

Das deinen Bedarf übersteigende anrechnungsfähige Einkommen (also das nach Abzug der Absetz-/Pauschbeträge) darf zunächst nur auf deinen Bedarf angerechnet, nicht aber bei den Eltern berücksichtigt werden. einzige Ausnahme: Kindergeld! Der bedarfsübersteigende Teil MUSS bei den Eltern berücksichtigt werden.

Während des Bufdis/FSJ musst du der Vermittlung NICHT zur Verfügung stehen, behältst aber ggf. Anspruch auf ergänzendes Alg2, falls du deinen Bedarf nicht decken kannst.

Von dem Geld, das du ansparst, sind m.w. im späteren BAföG-Bezug 5200€ anrechnungsfrei.

Eine Freundin von mir kommt aus Bayern und hat für ihr Studium BAföG bekommen aber wohnt genauso wie ich bei ihren Eltern. Jedoch wurde dieses Geld nicht von dem Harz IV Betrag abgezogen. Deswegen habe ich daraus geschlossen, dass es nicht über all gleich ist.

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Übst du nebenbei eine weitere Erwerbstätigkeit aus, hast du darauf ZUSÄTZLICH die normalen Absetzbeträge des §11 b SGB II.

Wenn die Zahl im Usernamen das Geburtsjahr ist, dann ist das nicht möglich. Denn BFD und FSJ sind in diesem Alter nur in Vollzeit zulässig.

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