Elektroschock,wann lebensgefährlich?

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4 Antworten

Da Deine Uhr nicht geerdet ist, kann sich kein Stromkreis Uhr - Herz - Fuß - Erde - Uhr ausbilden. Bekanntlich muss ein Stromkreis immer geschlossen sein.

Wenn Deine Uhr nur eine Elektrode hat, tut sich gar nichts. Deshalb haben Elektroschocker ja auch zwei Elektroden.

Wenn Deine Uhr zwei Elektroden hat, ergibt sich ein schmerzhafter Stromfluss, ggf. auch Verbrennungen am Handgelenk, aber keine Lebensgefahr, da das Herz recht weit weg ist von den Elektroden.

Du brauchst auch keine große Stromstärke, denn der Funke, der bei der Hochspannungsentladung entsteht, ist viel schmerzhafter als der gleiche Strom ohne Funken.

Das spürst Du dann, wenn Du elektrisch aufgeladen bist und eine Türklinge anfasst. Einmal mit blossen Händen (-> Funke an der Hand, aua) und einmal mit einem in der Hand gehaltenen Metallteil (-> Funke am Metallteil, der Strom durch die Hand ist nicht zu spüren).

Das dürfte sehr schwierig zu realisieren sein, weil die erforderliche Energie kaum in so einem kleinem Gerät zu speichern ist. Wenn wir an der Uhr zwei elektrische Pole an die Haut anlegen, dann fließt der Strom nur zwischen diesen beiden Polen einige Zentimeter durch die Haut und kann dort schlimmstenfalls kleine Verbrennungen anrichten. 

Ich zitiere Dich von andernorts:

am linken Armgelenk angebracht, was ja bedeutet,dass der Strom schneller zum Herz geht.

Nein, genau das bedeutet es nicht! Warum sollte der Strom ausgerechnet von der Uhr zum Herzen und von dort wohin weiter fließen? 

Bei unserem europäischen öffentlichen Stromnetz ist ein Pol geerdet. Wenn ich den entgegengesetzten Pol berühre, kann der Strom z.B. von der linken Hand über das Herz, die Füße und den Boden zurück fließen. Auf den Unterschied wies hier unten auch der User TomRichter hin.

dompfeifer 25.07.2016, 22:53

Unter dramaturgischen Gesichtspunkten erscheint mir da z.B. die elektromagnetische Manipulation eines Herzschrittmachers weitaus realistischer. Das ist viel einfacher, billiger, zielsicherer und dürfte auch die Gerichtsmediziner überfordern.

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Kommt drauf an, wenn es in der heutigen Zeit spielt, ist es vielleicht etwas unrealistisch, und zwar deshalb, weil wir keine Batterien haben, die klein genug sind, in eine Uhr zu passen und gleichzeitig noch einen oder mehrere schmerzhafte/gefährliche/tödliche Stromstöße abzugeben. Außerdem ist das Handgelenk da auch nicht optimal, denn richtig gefährlich wird es erst, wenn der Strom durch das Herz fließt. Vielleicht hat die Uhr ja einen Stachel, der den Opfern Schmerzen zufügt, und vielleicht Gift injiziert wenn man ihnen den Garaus machen will.

Cocokitty 24.07.2016, 20:05

Danke für die Antwort! Die Idee mit der Nadel habe ich auch schon bekommen allerdings tut so eine Nadel ja nur weh wenn sie richtig unter die Haut geht (wie bei einer Blutabnahme,ich würde sagen die Nadel beim Tätowieren ist ja auch noch "auszuhalten" und deshalb nicht das was ich suche). Aber bei einer Nadel (wie beim Blutabnehmen) liegt ja dann das Problem, dass wenn eine Vene getroffen wird, würde das Blut ja rauslaufen und man droht zu verbluten. Oder sehe ich das falsch?

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Es muss ein Strom von mehr als 50 mA fließen und dann hängt es davon ab wie lange der auf den Körper wirkt.

Generell so sagt es die Norm sind mehr als 50 VAC oder 70 VDC gefährlich. 

Cocokitty 24.07.2016, 20:10

Ich hatte mir vorgestellt,dass es höchstens 3-4 Sekunden auf die Person wirken würde. Allerdings ist die Uhr am linken Armgelenk angebracht was ja bedeutet,dass der Strom schneller zum Herz geht. Wären diese 3-4 Sekunden denn dann trotzdem ungefährlich?

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