Elektroinstallation komplett selber vornehmen ohne Abnahme durch Handwerksbetrieb?

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14 Antworten

Wenn es dich beruhigt:

Ich habe mich als Elektromeister durch Anerkennung meiner Berufspraxis ohne Probleme in die Handwerksrolle eintragen lassen können - im strengen Bayern. Das sollte auch ohne Handwerksrolle gehen können. Natürlich habe ich auch auf einem benachbarten "Fremdgebiet" eine zusätzliche "echte" Meisterausbildung vollständig abgeschlossen - mit 2 Meistertiteln neben dem Uni-Titel sieht es irgendwann auch mal glaubhaft aus.

Die fachlichen "Vorteile" der herkömmlichen Meister von der Meisterschule sind nicht deren Fachkenntnisse, sondern die zusätzliche Kenntnis und vor allem Erfahrung von derartigen Abnahmevorgängen und Formularen. Heiliger Bürokratius!

In jedem Fall solltest du die fachliche Entstehung der Anlage dokumentieren.

Da ich "meine eigenen Gutachten" in Sachen Großanlagen von amtlichen Behörden abnehmen lassen muss, weiß ich, dass die logischerweise konsequent (um das Wort stur zu vermeiden) nach Listen Punkt für Punkt überprüfen, ob du fachgerecht gearbeitet und ausgelegt hast.

Dazu zählt nach deren Meinung ausschließlich das strikte Einhalten von Normen und Nachweisen, was dann kein Problem ist, solange du konventionell auslegst und nichts "neues" versuchst, einzuführen, und sei es noch so sicher und noch so gut. Das können - und wollen - die nicht anerkennen.

Ich habe so viele elektrotechnisch höchst gefährliche Anlage mit ganz offenkundigen Mängeln, die man in 5 Minuten wirklich "sieht", nachbessern müssen und wollen, die alle von externen höchst anerkannten Gutachter-Firmen und Experten als 100% perfekt bescheinigt waren (Erdung "vergessen" bei 630kVA-Anlage, PE und N in  der NSHV(!!) vertauscht --> für den TÜV Südwest kein Problem, auch nicht für die Installations-Großfirma für die Bahn. Unglaublich. Dazu Messprotokolle von 45 verteilten Erdern mit exakt demselben Ohm-Werten 4 Stellen hinter dem Komma. Geht's noch?).

Also: Mut, Fachkenntnisse anwenden, Normen strikt beachten, Auslegung nach tatsächlichen Leiterlängen und Netzverhältnissen - ach ja, und bitte, bitte gutes Material einsetzen. Nicht alles mit "Stempel drauf" ist gut genug! Du kannst mal einen Betrieb, dessen Inhaber nicht borniert ist, fragen, ob er dir das Material beschafft gegen eine angemessene Handlingsgebühr und dafür die gut dokumentierte Anlage (dazu gehören auch Fotos) dann Schritt für Schritt abnimmt, wenn du den Meister nicht eintragen lässt.

Die häufigste Brandursache ist der Lichtbogen durch schlechten Kontakt, wenn alle Querschnitte stimmen - was ich bei dir voraussetze. Und dagegen schützt ein Brandschutzschalter, den ich dir deshalb empfehlen würde, der aber keinesfalls vorgeschrieben ist bei dir. Nachteil: die gibt es meines Wissens noch nicht als Summenschalter für höhere Ströme ( :-(  ), Vorteil: inzwischen nicht nur von Siemens, schau mal bei Doepke und anderen nach....Diese Technik ist in den USA seit -zig Jahren angeblich vorgeschrieben, logisch, bei deren 100% Leicht-Papp-Bauten...

Ich schätze Ingenieure, die KEINE 2 linken Hände haben. Das ist selten genug und sollte auch mal von Meistern gewürdigt werden können- da bricht denen dann auch keine Zacke aus der Krone.

Theoretiker haben wir schon genug - zu viele.

Viel Erfolg!

Ich wundere mich über solch eine Frage:

ein studierter E Techniker sollte sich doch mit den Vorschriften einer Abnahme eines Elektroanschlusses auskennen, oder fehlt hier das nötige Fachwissen.

Wenn man ein Haus renoviert, dürfte es auch nicht auf ein paar Euro mehr ankommen.

Denn wenn später ein Schaden entsteht und vielleicht das komplette Haus abbrennt, muss die Gebäudeversicherung noch nicht mal für den Schaden aufkommen, denn der Hauseigentümer hat den Schaden selbst zu vertreten und bei Vorsatz leistet kein Versicherer.

Vielleicht gibt es ja einen Bekannten aus dem ehemaligen Studium, der den Meisterbrief hat, oder die Berechtigung den Anschluss abzunehmen.

Den Hausanschluss vor dem / bis zum Zähler, macht der Versorger.... 

Danach kannst du alles selber machen, aber im Falle eines Brandes, wird die Versicherung nicht zahlen, wenn die Installation nicht von einem Meister abgenommen wurde... 

Vor dem Zähler hat sich nichts geändert. Habe am Zähler getrennt und möchte dort auch wieder anschließen

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@LaurenzBauer

Das geht ohne weiteres, bis zum Brand... 

Wenn der nie passiert, dann ist alles gut... 

Aber wer kann einen Brand schon 100 % ausschließen... 

Ich habe das bei meinen Eltern auch gemacht... Vor vielen Jahren... 

Bisher hat nix gebrannt. 

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@michi665

Klaro, aber ich weiß das durch meine Installation nichts passieren wird... Das garantierte ich sogar... 

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@deruser1973

Eine Garantie gibts für nix,nur dafür das wir irgendwann den Löffel abgeben :-)

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Wo kein Kläger, da kein Richter. 

An einer Abnahme durch einen konzessionierten Meisterbetrieb verdient nur der Meisterbetrieb, die Handwerkskammer usw. Wenn du punktuell unsicher bist, kannst du ja einen Meisterbetrieb "zu Rate ziehen". Ansonsten würde ich es lassen.

Tja, man riskiert allerdings, dass im Brandfall der liebe Staatsanwalt den Kläger gibt.

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Bei mir war es so. Ich habe zusammen mit meinem Vater die gesamten Leitungen verlegt und den Anschluss an den Schaltkasten hat ein Elektriker vorgenommen. Das hat der aber nur gemacht, weil ich Ahnung davon habe und er mir/uns vertraut hat, dass wir alles nach Din-Vorschriften etc. verlegen. Einen Elektriker nur für den Anschluss herzubekommen ist evtl. recht schwer, dieser muss nämlich ja dann für das gesamte "Werk" die Verantwortung übernehmen, obwohl er nicht alles selbst verlegt hat. Eine Möglichkeit gäbe es evtl. über einen Baumarkt, ich habe gesehen, dass z.B. Hornbach so eine Montage anbietet.

Wenn wir davon ausgehen das du alles richtig gemacht hast, und irgendwann durch die Elektrik ein Brand entsteht, für den aber deine Ausführungen nicht verantwortlich sind, und die Versicherung erfährt das du alles selber gemacht hast, dann tritt Versicherungsparagaph 1 in kraft.

Wir zahlen nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, und wenn der Versicherungsnehmer, jahrelange Gerichtsverfahren wahrscheinlich überleben wird.

Sieh zu das du einen Meister findest der dir das abnimmt, dann kannst du besser schlafen.

Auch wenn du studiert hast, wirst du nicht immer fehlerfrei arbeiten. Ich würde da zur Sicherheit die Installation nochmals durchprüfen lassen.


das muß von einem zugelassenen betrieb bei dem versorger gemeldet werden ;

eigentlich sollten sie das wissen !

Natürlich weiß ich das. Eine Renovierung ist jedoch teuer, mein Geld wächst nicht auf Bäumen deswegen möchte ich sparen

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Ich denke es könnte im Falle eines Brandes, oder ähnlichem zu Problemen mit der Versicherung kommen!

Wenn du alles fachmännisch gemacht hast wird wohl niemand dahinter kommen. Aber wenn es brennt aufgrund eines Pfuschs z. B. hast du ein Problem. Wenns gesetzlich vorgeschrieben ist mußt du es abnehmen lassen auch wenn du mehr Ahnung als ein Handwerksmeister hast.

Danach fragt kein Mensch, bis es mal zu dem in den übertrieben warnenden Postings eintretenden Schadenfeuer kommt.

Als Elektrotechniker weißt Du doch am besten, was fehlerhafte Installationen auslösen können und hast doch dank Deiner Fachkenntnisse entsprechende Vorsicht walten lassen.

Wie eine aktuelle Baumarkt-Werbung sagt "Mach Dein Ding" und laß Dich nicht beirren oder verunsichern.

als handwerker habe ich ( sowie auch alle meine kollegen ) die erfahrung gemacht, daß studierte / akademiker fachübergreifend von haus aus eh alles besser wissen, immer recht haben und beratungsresistent sind.... !

daß ich es doch nochmal erlebe, daß ein mensch wie du dieses stereotyp über den haufen wirft, sich doch nicht für unfehlbar und allwissend hält - das läßt mich wieder etwas hoffen.... !

laß deine arbeit lieber von einem meisterbetrieb abnehmen, dann bist du auf der sicheren seite und hast auch die bestätigung dafür, daß du deine arbeit fachgerecht und fehlerfrei ausgeführt hast. 

wenn deine burg niederbrennt und die versicherung dann nicht einspringt, dann hast du an der falschen stelle gespart....!

 

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