Elektrochemie: Kann es sein, dass hier allgemein immer wieder etwas verwechselt wird?

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4 Antworten

DoTheBounce hat Dir schon eine richtige Antwort gegeben. Ich möchte Dir die Antwort zur Unterscheidung von Elektrolyseund Batterie geben:

Wenn Du eine Elektrolyse durchführst, dann kommen die Elektronen vom Minuspol der Stromquelle, der Kathode und werden vom Pluspol der Stromquelle, der Anode angesaugt. In der Halbzelle des Elektrolysiergefäßes, die mit der Kathode (dem Minuspol) verbunden ist, läuft die Reduktion ab. In der anderen Halbzelle (sie ist mit dem Pluspol verbunden) läuft die Oxidation ab.

Nun wird aber die Stromzufuhr gestoppt und die beiden Halbzellen kurzgeschlossen. Jetzt liegt ein galvanisches Element vor. Wo vorher die Reduktion ablief, läuft jetzt die Oxidation ab, wo vorher die Oxidation ablief, läuft jetzt die Reduktion ab. Die Elektronen kommen jetzt von der Anode (diese ist jetzt der Minuspol) und wandern zur Kathode (hier ist jetzt der Pluspol).

In der Chemie, insbesondere der Elektrochemie, ist eine Anode die Elektrode, an der eine Oxidationsreaktion stattfindet. Es werden Elektronen aus der chemischen Reaktion aufgenommen und über den elektrischen Anschluss abgegeben. Eine elektrochemische Reaktion findet immer an der Phasengrenze zwischen einer Elektrode und einer Elektrolytlösung, einem ionenleitenden Feststoff oder Schmelze statt. Daher ist bei Elektrolysen die Anode die positive Elektrode. (Elektrolysen benötigen elektrische Energie.)

Bei elektrochemischen Elementen, die elektrische Energie erzeugen, finden an der Anode Oxidationsvorgänge statt, d. h. die aus dem Elektrolyten kommenden Anionen werden entladen bzw. neutrale Atome werden zu Kationen. Werden die Anode und Kathode nun zu einem Stromkreis verbunden, fließen über diese äußere Verbindung Elektronen zur Kathode, in diesem äußeren Stromkreis wirkt die Anode dann als Minuspol (z. B. bei Batterien und Brennstoffzellen).

Bei wiederaufladbaren Batterien (Sekundärelement, Akkumulator) kann dieselbe Elektrode abwechselnd als Anode oder Kathode arbeiten, je nachdem ob die Batterie geladen oder entladen wird.

Quelle: Wikipeda

Auch wenn Physiker gerne Gegenteiliges behaupten, definiert man Anode und Kathode nicht nach ihrer Polarität, sondern nach der ablaufenden Reaktion. Dabei gilt:

  • An der Anode findet die Oxidation statt

  • An der Kathode findet die Reduktion statt

Wenn ich eine Elektrolyse durchführe, bringe ich durch eine von außen angelegte Spannung Elektronen in das System, es findet am Minuspol eine Reduktion statt, damit gilt also Kathode = Minuspol. Entsprechend findet am Pluspol eine Oxidation statt , weshalb gilt: Anode = Pluspol.

Bei einem galvanischen Element ist das genau umgekehrt. Auf der Elektrode, an der die Oxidation stattfindet, entsteht ein Überschuss negativer Ladung, welcher zu der Elektrode fließt, an der durch Reduktion Elektronen "verbraucht" werden. Es gilt also: Anode = Minuspol und Kathode = Pluspol.

Des weiteren solltest Du auch immer darauf achten, ob von technischem oder natürlichem Stromluß gesprochen wird.

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