elektrische Ladung Q in Praxis

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1 Antwort

Hi,

Das Wesen elektrischer Leitungsvorgänge ist die gerichtete, beschleunigte Bewegung elektrischer Ladungsträger unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes. Die Wirkungen, die von solchen Vorgängen verursacht werden hängen u.a. im Wesentlichen davon ab, wie groß die Ladungsmenge ist, die je Zeiteinheit durch den Querschnitt des elektrischen Leiter fließt. Für einen zeitlich gleichmäßigen Fluss der elektrischen Ladung lautet die Definitionsgleichung für die elektrische Stromstärke

I = Q/t

Es handelt sich dabei um eine zweckmäßige Vereinbarung, bei der man das Verhältnis von elektrischer Ladung und Zeit "Stromstärke" nennt. Man vermeidet damit die o.g. Umschreibung des physikalischen Sachverhaltes, den ein Sachkundiger aus der Definitionsgleichung erkennt.

Für zeitlich veränderliche Stromstärken ist es erforderlich, die Definitionsgleichung zu erweitern. Sie lautet dann

I(t) = dQ/dt

Damit lässt sich der augenblickliche Wert der elektrischen Stromstärke berechnen.

Ein weiteres Beispiel für Definitionsgleichungen ist die Definition des elektrischen Widerstandes, die Formel dafür lautet:

R = U/I

Definitionsgleichungen unterscheiden sich von Gesetzen, wie z.B. dem Grundgesetz der Mechanik

F = m*a

dadurch, dass ihnen kein Wahrheitswert zugeordnet werden kann, sondern dass sie lediglich der Vereinfachung bzw. Verkürzung der Kommunikation dienen. Anders ist es bei den Gesetzen. Gesetze können experimentell auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

MfG

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