Elektrikerrechnung bezahlen?

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4 Antworten

Die Höhe der Rechnung ist normal.

Man kann eine solche Lampe im Baumarkt, im Lampengeschäft, in guten Einrichtungshäusern und vielleicht auch in einem Elektrogeschäft begutachten, auswählen und dann mitnehmen. Manchmal gibt es dabei sogar gute Beratung. Montieren muss man sie dann selbst.

Man wählt ein Modell, dass einem sowohl preislich ok erscheint und das zweckdienlich ist. Was man nicht beurteilen kann ist, ob und wie lange das Teil halten wird und wie es um evtl. Schwierigkeiten bei der Montage bestellt ist.

Beauftragt man einen Elektriker dafür "blind", wird dieser ein Modell auswählen, das nach seiner Ansicht:

  • von guter Qulität ist und nicht sofort eine Garantiereparatur erforderlich macht
  • das gut und ohne Schwierigkeiten zu montieren ist
  • und das soviel kostet, das für ihn auch was übrig bleibt.

Das schlechtere Licht bei modernen Lampen kann daher kommen, dass diese immer erst eine gewisse Zeit brauchen, bis sie volle Leuchtkraft haben.

Dein Elektriker ist so vor gegangen, wie beschrieben und hat damit nichts Unrechtes gemacht. Dass der Vermieter davon nicht sonderlich erbaut ist, kann ich mir gut vorstellen. Letztlich wird ihm aber nichts anderes übrig bleiben, wenn er Dich autorisiert hat, solche Reparaturen in Auftrag zu geben, ohne dass Du vorher ein Angebot einholst und es mit ihm absprichst.

Kann der Vermieter jedoch überzeugend darlegen, dass Du nur für Kleinreparaturen frei handeln kannst, bleibt der Spaß an Dir hängen.

(Übrigens: Exakt die gleiche Erfahrung mussten wir auch schon machen. Wir gaben dem Mieter freie Hand, einen Elektriker zu beauftragen und die Rechnung, die wir dann erhielten, war ähnlich hoch. Wir haben sie natürlich bezahlt, denn es war letztlich unsere Schuld.)

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Kommentar von felixuser
25.10.2016, 00:26

Die Höhe der Rechnung ist normal.

Selbst wenn ich bei der Lampe von 100€ ausgehe, was wirklich hoch bemessen wäre, 373€ für ca 30 Min Installation und Anfahrt ist alles andere als normal!

Das schlechtere Licht bei modernen Lampen kann daher kommen, dass diese immer erst eine gewisse Zeit brauchen, bis sie volle Leuchtkraft haben.

Die einzige Beleuchtungsform bei der dies der Fall ist, sind Energiesparlampen, welche für Bewegungsmelder jedoch völlig ungeeignet sind!

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Kommentar von douschka
25.10.2016, 01:20

Danke für Deine ausführliche Antwort. Du siehst das bestimmt grundsätzlich richtig, habe es auch begriffen. Doch die von der Fa. ausgewählte Lampe ist von der Bauweise her untauglich und hat nichts mit dem Leuchtmittel zu tun. Sie wirft einen großen Schatten nach unten aufgrund des Durchmessers der unteren Platte (wo sich die Fassung befindet). Der Treppeneingang wird nicht ausgeleuchtet. Die breiten Verzierungen werfen zusätzlich unnötige Schatten. Optisch ein schönes Teil, aber sehr unpraktisch. Preis: 137,- €, Bewegungsmelder auch über 100,-. (auf der Rechnung stünden angeblich 2 Stück davon, es ist jedoch nur einer).

Auch wenn ich autorisiert bin, die Absprachen im Detail gehen immer über die Eigentümer, was die Firmen wissen. Die haben Freihand zugelassen, nicht ich. Ich verwies die Fa. auf günstig und zweckmäßig am Beispiel des baugleichen Nachbarhauses, denn die sehen was auf ihrer Treppe.

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Kommentar von douschka
01.11.2016, 01:22

Die Angelegenheit hat sich geklärt. Die unpraktische und überteuerte Lampe wird von der Fa. zurück genommen und fällt aus der Rechnung. Dafür habe ich in Absprache mit Fa. und Eigentümer eine andere bestellt, die demnächst montiert wird. Weitere Kosten entstehen dadurch nicht. Der Bewegungsmelder ist wirklich  hochpreisig und hoffentlich sein Geld wert. Statt 180 Grd. , jetzt 230. Er muss noch mal eingestellt werden und dann passt es hoffentlich. Der verantwortliche MA der Eltfa. hatte sich nicht an die üblichen Absprachen gehalten, daher sicher auch die Kulanz. Ende gut- alles gut.

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Hättest es selbst machen sollen. Das ist nun wirklich nicht weiter kompliziert. Jetzt weißt selbst dafür zahlen müssen, denn Du hast sicher nichts schriftlich.

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Kommentar von douschka
24.10.2016, 23:52

Es ist nicht mein über hundert jähriges Haus mit genauso alter Elektrik und an der vergreife ich mich nicht. Muss einen Grund gehabt haben, warum die Glühbirnen immer durchknallten. Der Eigentümer wohnt nicht vor Ort, ist froh wenn ich ihm seine Pflichten abnehme.

Die Fa. kennt die Situation und hat sie ausgenutzt. Bisher gabs nie Probleme. Anruf und die Firmen kommen. Angebote und Rechnungen gehen stets an den Eigentümer. Ich war somit von einem Angebot und Zustimmung wie sonst ausgegeangen.

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Du verlangst schriftlich Nachbesserung, der Eigentümer teilt der Firma schriftlich mit, dass er nicht Auftraggeber war.

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Existiert ein Kostenvoranschlag?

Wie hier auch schon kurz angesprochen wurde, solltest du der Firma möglichst schnell schriftlich eine Nachbesserung am besten mit Zeugen oder Einschreiben zukommen lassen, darin setzt du ihnen eine angemessene Frist zur Beseitigung der mängel (14 Tage).

Gleichzeitig verlangst du eine Aufschlüsselung der Kosten, und Kontrollierst ob die Arbeiten so auch stattgefunden haben, und/oder die Kosten angemessen sind.

War selbst in dem bereich zeitweise tätig, und kann dir damit versichern das dies nicht der Fall bei "473€".

Dann solltest du versuchen eine Minderung bzw. einen Rücktritt zu erwirken, auch hier gilt Fristen setzen samt nachweise, könnten noch wichtig werden. 

Sollten sich die Fronten hier verhärten ist es ratsam auch mit den Anwalt zu drohen, oder dann auch Rechtsbeihilfe direkt in Anspruch zu nehmen.

Schau auch mal im Netz nach Tipps

https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/heim-und-garten/2758/

http://www.heimwerker.de/haus/neubau-haus-planen/bausparenundfinanzieren/handwerkerrechnung.html

http://www.focus.de/immobilien/bauen/handwerkerpfusch/trickkiste\_aid\_11466.html

Rechtliches

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Vergaberecht_(Deutschland)

http://www.caspers-mock.de/publikationen/kostenvoranschlag.htm

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Kommentar von douschka
25.10.2016, 01:43

Seit Jahren läuft es immer gleich ab. Ich bemerke einen Mangel und informiere darüber den Eigentümer. Dieser bittet mich, die Sache zu bereinigen. Die Gewerke setzen sich nach Begutachtung direkt mit den Eigentümern in Verbindung, worauf ich dann von ihm um Zugang bzw. Anwesenheit gebeten werde. Das klappte immer gut.

Jetzt wurde ein Mangel (ständig kaputte Hoflampe) zwar behoben, doch mit ungeeignetem Neuteil, worüber ich den Eigentümer sofort informierte und auch das direkt bei der Fa. beanstandete.

Da Rechnungen/Angebote ausschliesslich an den Eigentümer gehen, kann ich nichts unternehmen. Er verlässt sich auf mein Urteil und muss danach selber entscheiden/tätig werden.

Ich bin praktisch nur der verlängerte Arm des Eigentümers.

Offensichtlich hat diesmal die Kommunikation zwischen der Fa. und dem Eigentümer nicht funktioniert und nun scheine ich der Depp zu sein.

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