Eiterzahn: verlauf und Behandlung?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

da haben Deine Kollegen völlig recht.

das ist der klassische Verlauf:

Erst tut ein Zahn weh auf Temperatur und Süß,. dann hört das auf, weil  der Nerv gestorben ist. Fein, denkt der Mensch, dann ist ja alles ok.

Stimmt aber nicht, denn die Bakterien breiten sich in dem Wurzelkanal des toten Zahnes nach unten zur Wurzelspitze hin aus.

Dann überschreiten sie die Wurzelspitze und wandern in den Knochen und der Mensch hat Schmerzen bei Zubeißen und Draufklopfen.

Wenn er tapfer aushält und sich weiter weigert zum ZA zu gehen, breiten sich die Entzündungserreger ( =der Eiter) weiter im Knochen aus, bis sie an einer Stelle durch die Schleimhaut durchbrechen.

Dann ist plötzlich Entlastung da und der Schmerz hört auf.

Fein, denkt der Mensch, dann ist ja alles ok...

Aber Pustekuchen.

Der Mensch hat jetzt eine chronische Entzündung im Körper, aus der ständig Eiter suppt ( LLLLecker!).

Wenn sich dieser Gang verstopft, dann kommt es wieder zu Schmerzen und zu einer dicken Backe, einem Abszeß!

Dieser Abszeß ist nicht immer so freundlich irgendwo aufzuplatzen, damit Erleichterung entsteht.

Manchmal breiten sich die Eitererreger auch weiter im Körper aus und werden zu ganz üblen Phlegmonen, die einen Krankenhausaufenthalt nötig machen.

Oder zu einer Sepsis, einer Blutvergiftung, an der schon so mancher gestorben ist.

...und das alles hätte durch eine rechtzeitige Wurzelkanalbehandlung (völlig schmerzlos übrigens!) aufgehalten werden können!

Hm. Jetzt dachte Ich das die antibiotika diesen Eiter "bekämpft" haben, so wie mir die Dame das bei dem Notdienst erklärt hatte.

0
@Tunichboese

Antibiotika Hemmen die akute Eiterproduktion, sodaß erst mal Ruhe ist. Die Ursache ist der tote Zahn. Die muß bekämpft werden, sonst kommt er schnell wieder.

0

Was möchtest Du wissen?