Eispickellänge für Hochtour über Gletscher?

2 Antworten

Unten wurde ja schon beschreiben, dass der Pickel so gewählt sein sollte, dass er locker in der Hand hängend nicht den Boden berühren sollte.

Aber ich behaupte, das war früher. Damals waren die Pickel noch wichtig um beim laufen (nicht klettern!) halt im harten Schnee zu finden, Steigeisen gabs ja erst später. Auch Stufen schlagen macht heute keiner mehr, darum werden die Pickel auch immer kürzer und krummer. Denn heute soll ein Pickel auch im Steilen Eis zum Klettern dienen.

Die Grenze vom Eispickel (klassischer Führerpickel) und dem Eisgerät (zum EisKLETTERN) sind daher fließend.

Ich hatte anfangs einen 60cm Snowwalker, und dieser besserer Gehstock verstaubt nun im Keller. Ich würde jedem dazu raten etwas mehr zu investieren und einen leicht aggressiveren, kürzeren Pickel zu wählen. Zb Petzl Summit oder Grivel Air Tech oder Jorasse. Von dort aus kann man sich immer noch Richtung leicht (Petzl Ride/Gully, Grivel Ghost) oder aggressiv (Petzl Sumtec, Grivel Light Machine) entwickeln oder ein reines Steileisgerät nutzen.

Für die Strecken in der die 60cm Pickel als Gehstock nützlich sind kann man die Dinger auch wegpacken, denn im Flachen brauch ich kein Pickel und wenn man mit ihnen dann doch "stockt" dann bekommt man nur nen krummen Rücken.

Ich nutze mit meinen 1,78m einen 55cm Sumtec für anspruchsvolle Touren und auf leichten einen 45cm Carbon Pickel, wenn ich weiß, dass r doch die meisten Zeit am Rucksack ist.

Woher ich das weiß:Hobby – Tourenleiter DAV

Normalerweise hält man zum Ausmessen den Pickel an der Haue in der Hand, lässt diese locker runterhängen und dann sollte die Schaftspitze etwa auf Knöchelhöhe sein. Aber im Grunde ist das wie beim Kauf von Ski: Manche mögen's länger, manche kürzer. Kürzer hat den Vorteil, dass du ihn besser transportieren kannst und er ein wenig leichter ist. Auch beim Eisklettern (so ab 50°) ist es vorteilhaft, einen halbwegs kurzen Schaft zu haben, damit die Schlagtechnik präziser ist. Vielleicht ist hier dann aber sowieso Steileisausrüstung das Mittel der Wahl. Länger ist vorteilhaft, wenn du es bevorzugst, dich möglichst oft abstützen zu können und ist bei Sicherungstechniken im Firn ein wenig sicherer. Ich bilde mir auch ein, dass du beim Sturzbremsen mehr Gewicht auf einen langen Schaft bringen kannst.

Woher ich das weiß:Hobby – aktiv in der DRK Bergwacht und viele Bergtouren

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