Eisenbahn Reifen?

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2 Antworten

Würden Niete oder Schrauben zur Befestigung benutzt werden, könnte der Radreifen nicht so dauerhaft montiert werden, dass er sich nicht im Betrieb lockern könnte oder die Gefahr des Bruches der Verbindungselemente bestünde. Daher wird die im Maschinenbau gebräuchliche Technik des Aufschrumpfens angewandt. Dabei wird die Wärmeausdehnung des Stahls bei Erwärmung und das Zusammenziehen bei Abkühlung ausgenutzt: Der Radreifen wird so angefertigt, dass er eigentlich zu klein ist. Dann wird er erhitzt, bis er auf den Radkörper passt, also der Innendurchmesser des Radreifens etwas größer als der äußere Durchmesser des Radkörpers ist. Beim Abkühlen zieht sich der Radreifen wieder zusammen und umschließt den Radkörper fest. Dadurch entsteht eine schockfeste kraftschlüssige Verbindung. An der Reifenaußenseite hat der Radreifen am inneren Umfang einen Bund, der das Abrutschen des Reifens nach innen verhindert. Auf der Innenseite ist eine Nut eingedreht, in die ein stählerner Sprengring eingesetzt und verwalzt wird. Dies dient als Sicherung, falls ein abgefahrener Radreifen im Betrieb heißgebremst wird und sich dadurch der Schrumpfverband lockert. Ein abgefahrener Radreifen wird durch Aufbrennen vom Radkörper getrennt und recycelt.

Quelle Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnrad#MontageundDemontage

Das ist bei den Normal-Zuegen so. Nach dem Unfall von Eschede, bei dem sich so ein Radreifen - und das sind sie ja eigentlich - abgeloest hat und dann zu der Katastrophe gefuehrt hat, werden bei den ICEs nur noch Vollraeder montiert, also das ganze Rad in einem Stueck.

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