Einwöchige Probearbeit berechnen?

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3 Antworten

Probearbeit kann man nie berechnen.

Man arbeitet aber auch nur maximal 3 tage zur probe. Ich habe noch nie eine woche zur probe gearbeitet, auch noch keine 3 tage. Das maximale was ich investiert habe, war ein halber tag, wurde dann auch immer eingestellt.

Ich würde an deiner stelle direkt in der personalabteilung anrufen und keine e-mails schreiben.

Bisher, habe ich immer sofort nach probearbeit meine zusage erhalten und klärte ab, wann der arbeitsvertrag unterschrieben werden sollte (falls ich dort arbeiten wollte) kam auch schon vor, dass ich dem AG absagte, weil ich eine für mich bessere stelle zur auswahl hatte.

Evtl hat dieses unternehmen aber auch noch mehrere leute zur probearbeit eingeladen, und wenn sie jeden eine woche lang arbeiten lassen, kann es dauern bis sie dir eine zu- oder absage mitteilen.

Allerdings zeugt es nicht von seriosität. Bei einem unternehmen, welches von mir 1 woche unbezahlte arbeit verlangen würde, würde ich bereits ablehnen und den gegenvorschlag von 1/2 tag bis maximal 1 tag vorschlagen. Das reicht in der regel um von meinen qualitäten zu überzeugen. Welche branche ist es denn?

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Kommentar von keepcool
04.04.2016, 09:21

Ist in der Fleischverarbeitenden Industrie.

Der Gesetzesgeber besagt aber dass Probearbeit bezahlt werden muss bzw. In der Gesetzesgebung gibt es sowas wie Probearbeit gar nicht.

Es sind 6 Wochen vorbei. Ich rufte an da hiess es ich werde zurück gerufen. Dann schickte ich Mails. Ich bitte dich.

Es reicht zu schreiben das Auswahlverfahren dauert noch bitte um etwas geduld. Unseriös ist es nicht per Mail anzufragen. Soll ich 20 mal pro Woche anrufen? Unseriös ist was die da abziehen.

Es geht dabei ums Prinzip. Zeit und Schweiss aufgewandt. Ich hab ja 1 zu 1 das selbe gearbeitet wie ein Angestellter.

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Kann man nicht berechnen:

Nach dem LAG Schleswig-Holstein kann sich ein
potenzieller zukünftiger ArbN auf Grundlage der allgemeinen
Vertragsfreiheit im Betrieb aufhalten, ohne eine Gegenleistung zu
erhalten. Dabei handelt es sich um ein sog. Einfühlungsarbeitsverhältnis
(ebenso LAG Hamm LAGE Nr. 2 zu § 611 BGB Probearbeitsverhältnis = DB 89, 1974; LAG Bremen LAGE Nr. 5 zu § 611 BGB Probearbeitsverhältnis = LAG Report 02, 357).
 

 

Das
Einfühlungsarbeitsverhältnis versteht sich als unbezahlte
Kennenlernphase und stellt demnach kein echtes Arbeitsverhältnis,
sondern ein loses Rechtsverhältnis eigener Art dar (Preis/Kliemt,
Aushilfs- und Probearbeitsverhältnis, 2000, Rn. A 22, LAG Bremen,
a.a.O.; LAG Schleswig-Holstein, a.a.O.). Es begründet keine
Arbeitspflicht und demnach auch kein Direktionsrecht. Es unterliegt
lediglich dem Hausrecht des ArbG.
 

 

Sinn und Zweck ist,
dem ArbN die Möglichkeit zu eröffnen, sich Eindrücke seines zukünftigen
ArbG und des Betriebs zu verschaffen. Der ArbG soll die Gelegenheit zur
Beurteilung erhalten, ob der Bewerber in den Betrieb integriert werden
kann und die Aufgaben seinen Fähigkeiten entsprechen. Während des
Einfühlungsarbeitsverhältnisses werden somit die Voraussetzungen der
Zusammenarbeit für ein späteres Arbeitsverhältnis geklärt (Preis/Kliemt,
a.a.O., Rn. A 22; Küttner-Bauer, Personalbuch 2005, Arbeitsvertrag, Rn.
4; Schaub, Arbeitsrechtshandbuch, 10. Aufl., § 40 I 1).
 

 

Die Zulässigkeit von
Einfühlungsarbeitsverhältnissen ergibt sich aus dem Grundsatz der
Vertragsfreiheit (Preis/Kliemt, a.a.O., Rn. A 24; LAG Hamm LAGE Nr. 2 zu
§ 611 BGB Probearbeitsverhältnis = DB 89, 1974; LAG Bremen LAGE Nr. 5 zu § 611
BGB Probearbeitsverhältnis = LAG Report 02, 357). Insoweit ist auch der
alten Auffassung, Einfühlungsarbeitsverhältnisse seien grundsätzlich
unzulässig, nicht zuzustimmen.
 

 

Es muss eine unverbindliche Kennenlernphase vorliegen

Auf Grund der dem zukünftigen ArbN
verbleibenden Freiheiten kann nicht selbstredend davon ausgegangen
werden, der ArbG wolle sich durch eine für ihn günstige
Vertragsgestaltung eine kostenlose Arbeitskraft verschaffen (Bertzbach,
FA 02, 340). Allerdings bedarf es stets einer konkreten Prüfung, ob es
sich tatsächlich nur um eine unverbindliche Kennenlernphase handelt oder
aber bereits eine vergütungspflichtige Zusammenarbeit begründet wurde.
 

 

Indizien sind die
Ausgestaltung der Tätigkeit sowie die den Parteien im Bindungszeitraum
auferlegten Pflichten, insbesondere die Ausübung eines Direktionsrechts
des ArbG (Preis/Kliemt, a.a.O, Rn. A 22; LAG Schleswig-Holstein 17.3.05, 4 Sa 11/05, Abruf-Nr. 053367).
 

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Kommentar von keepcool
08.04.2016, 08:49

Falsch. Einführungsphase kann aber keine Woche gelten.

Zweitens bei einer Einführungsphase darf man keinen Weisungen unterstellt sein und darf keine Feste Arbeitszeiten haben. Die hatte ich beides jedoch.

Mein Anwalt hat mich bestätigt.

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Probearbeit heißt nicht das du Geld dafür bekommst, also kannst du auch nichts in Rechnung stellen. Esseiden es war abgemacht das du dafür bezahlt wirst.

Eine Woche ist NICHTS. Eventuell spricht die Firma mit den Chefs, Abteilungen usw und wenn dort 1-2 Personen fehlen (Krankheit) dann kann sich das z.B. auch hinziehen.

Warum rufst du da nicht einfach an? Wie kannst du versichern, das deine Mails wirklich ankamen?

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Kommentar von keepcool
04.04.2016, 09:06

Indem ich eine Lesebestätigung gesendet bekommen habe.

1 Woche ist nichts? Komisch dass überall im Internet steht das 1-3 Tage normal sind, 1 Woche hingegen ist viel und das ist doch komisch dass man sich danach nicht mehr meldet.

Angerufen hatte ich auch einmal.

Ahja ich arbeitete eine Woche.

Die haben sich seit 5 Wochen nicht gemeldet! Nicht 1 Woche.

Habe mal gelesen im Internet weiss den Paragraphen nicht mehr, das wenn nichts vereinbart wird man die Probearbeit in Rechnung stellen darf. Wo wären wir denn in Deutschland wenn Sklavenarbeit (Arbeiten für nichts) und Ausbeutung jeder machen könnte.

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