Einweisung in die Psychiatrie

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20 Antworten

KEINER kann einfach wegen einer Behauptung in der Psychiatrie eingewiesen werden. Die Polizei wird kommen und feststellen ob es sich nun wirklich um einem Akuten Fall handelt. Und laut meinen Erfahrungen (hab lang genug in einer Psychiatrie gearbeitet) erkannt man einen akuten Anfall bedingt durch einer psychischen Krankheit ziemlich schnell- und kann ihn auch von einem normalen aggressions Anfall (welcher sicherlich nicht so schlimm ist) unterscheiden. Da fällt mir ein Beispiel ein, wo eine junge Frau sogar Fensterreiniger trank, aufgeritzte Arme hatte und selbst da nicht eingewiesen wurde, sondern wurde ihr geraten, sich wöchentlich bei einem Psychologen blicken zu lassen. Dieses Beispiel soll dazu dienen, erkenntlich zu machen dass es definitiv nicht so easy ist, jemandem einfach einweisen zu lassen wie es oft in Filmen dargestellt wird. Akut-Psychiatrien sind meistens sowieso überbelegt und können es sich nur leisten, Menschen aufzunehmen die eine akute, tatsächliche und erkenntliche Gefahr für sich und andere aufweisen, oder jemand mit Überweisungsschein eines Arztes aufzunehhmen.

Wäre es nicht schlimm wenn es so leicht wäre...

Nö. In erster Linie schon mal deswegen, weil die Ärzte da nich danach gehen was die Nachbarn sagen also wenn die sagen man is verrückt. Weil das klingt einfach nich nach Besorgnis und dem Wunsch den Anderen zu schützen. Und dazu wird man nur sofort eingewiesen wenn ein Verdacht besteht, dass man akkut Suizidgefährdet ist. Ansonsten führt man vorher ein Gespräch mit einem Psychiater in der Klinik der dann beurteilt ob eine stationäre Behandlung nötig ist. Und ganz nebenbei bemerkt, sag deinen Nachbarn, dass es denen gleich Null bringt, wenn sie dich in eine Psychiatrie bringen, denn du kommst auch wieder raus und wenn du überhaupt keine Probleme hast, dann kommst du ziemlich schnell wieder raus. Und dazu kann man bei guten Kliniken im Allgemeinen nur Positives aus der Therapie mit nehmen wenn man keine Probleme hat.

Mal konkreter in die Vorstellung:

Die Nachbarn nerven - lass Sie einfach. Freundlich lächeln, weitergehen. Denk' an das Lied der Ärzte - Lass die Leute reden ...

Bei massiverer Belästigung: Anzeigen wegen Stalking! Sie klingeln an Deiner Türe - und, bist Du eben nicht daheim. Sie drohen damit, gewaltsam in Deine Wohnung einzudringen: Sofort Polizei mit Blaulicht anfordern - lass die das Gerammle an der Türe über das Telefon hören, sage, Du fühlst Dich dadurch massiv bedroht und hast Angst vor Gewalttätigkeiten und davor, dass die Unversehrtheit Deiner Wohnung verletzt wird. Dann natürlich auch Anzeige. Gleiches kannst Du bei jeder Person tun, die sich entsprechend verhält. Es gibt kein Gesetz, was Dich verpflichtet, beim Klingeln an der Haustüre zu öffnen oder den Türsprecher zu betätigen. (Übrigens auch nicht gegenüber der Polizei oder gegenüber Ärzten. Wenn die dann unberechtigt in Deine Wohnung eindringen - sich also nachher rausstellt, Du warst nicht suizidal und es war nur Gelabere von Nachbarn, dann haben die Eindringlinge ein Problem mit dem StGB, weil sie sich illegal Zutritt zu Deiner Wohnung verschafft haben. Dass sie gebrochene Schlösser, Türen, ... ersetzen müssen ist dann ohnehin klar.)

Wenn ich auf Klausuren lerne, bin ich übrigens auch für nichts anderes da. Für alles, was dann nicht Hochschule ist, gilt der Zustand, dass ich mich im Lesesaal befinde und nicht daheim in meiner Wohnung. Es ist mir dann sowas von egal, welcher Postbote welches Päckchen für wen abgeben will, oder ob Nachbarn Bock auf'n Schwätz haben, oder ... ich sitze dann, lerne, gehe auf's Klo, hole mir ab und an was zum Essen/Trinken aus dem Kühli, und wenn meine Konzentration runtergeht/ich müde werde, penne ich 'ne Runde oder höre Musik und tanze. Kann auch mal sein, ich übe ein paar Karatekicks. Wenn ich da heftig ausatme und mein "uuugh" stöhne, weil ich meinen Oberschenkelmuskel intensiv spüre, kann das schonmal wie Schreien klingen - tut man ja beim Karate auch. Aber da richtig und echt laut.

Engagierter Sex kann auch mit Schreien verbunden sein. Das als Begründung für Suizidalität halte ich für einen richtig großen Schwachsinn.

Falls also die Polizei bimmelt und Du Dich äußern magst, sag halt über die Fernspreche, Du hättest Dich zum so und so vielten Male heute selbst befriedigt, es würde jedesmal intensiver und gilr werden und vorhin wäre es so intensiv gewesen, dass es weh getant hätte, richtig gehend körperlich schmerzhaft gewesen sei. Da hättest Du geschrien, ja. Aber Du hast es genossen und es war klasse. Die Nachbarn? Suizidalität? Die wären ja nur neidisch darauf, dass Du Dein Leben genießt und mehrmals am Tag die Möglichkeit und Zeit dazu hast, es Dir selber zu machen ... Deine große Libido wäre etwas, was Dir Dein Leben sehr genußreich macht und worauf auch viele Deiner Freunde neidisch wären.

Nein, Du möchtest jetzt nicht öffnen, weil Du müde bist und außerdem bräuchtest Du nach soviel Spermaverlust jetzt dringend was zum Flüssigkeitshaushalt ausgleichen. Du gehst daher jetzt an Wasserhahn, auf's Klo und dann in's Bett.

Dann klingst Du einfach die Hörmuschel zurück, tust genau das und reagierst nicht mehr. Ende Gelände!

Wer mehr wissen mag, kann Dich ja auf's Revier vorladen ;-)

Hallo, also was ich aus der Praxis ist folgendes: Wenn man dich schon kennt, dann wissen die Ärzte Bescheid und weisen dich nicht unbedingt ein. Wird so etwas das erste Mal behauptet, dann ist die Gefahr sehr hoch, dass du eingewiesen wirst. Es ist vielfach wirklich so einfach. Gerade am Wochenende. Sei etwas betrunken, schrei rum, mach etwas Randale, oder sag ich bring mich um und schon wirst du eingewiesen. Oder in ihrem Fall müssen die Nachbarn nur sehr überzeugend sein, dann noch einen guten Leumund oder in der Stadt bekannt und man wird denen glauben schenken. Und das heißt ab in die Psychiatrie. Habe ich in einem konkreten Fall sogar so erlebt. Danach Psych-KG und diese Person musste sechs lange Wochen in der Psychiatrie bleiben.

Nein, das können sie nicht. Die Ärzte müssten dann schon feststellen können, dass du selbst- und/oder fremdgefährdet wärst. Nur dann würde ein Psychiatrieaufenthalt Sinn machen.

heureka47 06.03.2009, 05:46

Polizei und/oder Ordnungsdienst, die dann erscheinen, gehen kein Risiko ein. Wenn einer glaubhaft erklärt, daß er sich konkret gefährdet fühlte/sah, dann ist die Zwangseinweisung sicher. DAS ist Praxis - und ich glaube, nicht nur hier in Hamburg. Ich kenne die Schauergeschichten auch von Betroffenen aus anderen Bundesländern.

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Du solltest Dir Hilfe beim Bundesverband der Psychiatrie-Erfahrenen holen (siehe Internet). Denn tatsächlich sind schon viele Leute durch gehässige Nachbarn in die Psychiatrie gebracht worden, und dort sogar gestorben an der Medizin.

Einweisung in die geschlossene Psych. ist nur möglich bei Suizidgefahr oder falls Gefahr für andere Personen besteht, die von dir ausgeht. Ansonsten geht nichts ohne Facharzt und richterlichen Beschluss!

heureka47 06.03.2009, 05:37

Die Praxis sieht so aus, daß im Zweifelsfalle ERST die Einlieferung passiert - evtl. sofort mit Zwangsmedikation und "innerhalb von 24 Stunden" der Richter für die Entscheidung über Verbleib.

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Ich sehe auch hier, wieviel Falsch- und Nichtwissen in der Bevölkerung ist. Über die tatsächlichen Verhältnisse ist wenig bekannt. Selbst die gesetzlichen Grundlagen sind scheinbar nicht überall bekannt. In Hamburg ist es immer noch so, daß Polizei auch direkt Beschuldigte abführt und in die Klinik einweist, ohne daß ein Psychiater hinzugezogen wird; der kommt erst in der Klinik ins Spiel, wenn die Polizei die betroffene Person - ggf. in Handschellen und notfalls über den Klinikboden geschleift - in der Aufnahmestation der Sektor-Klinik abgeliefert hat.

Ja, jeder, der Dich beschuldigt, kann eine Einweisung erwirken. Besonders leicht werden Menschen eingewiesen, die bereits als Minderjährige von den Erziehungsberechtigten in die Psychiatrie abgeschoben und dort fertig gemacht wurden. Diese Opfer sind immer mit einem Bein in der Psychiatrie. Die Medizin dort ist lebensgefährlich und gesundheitszersetzend. Mobbingopfer werden oft eingewiesen und landen dann manchmal auf den Friedhof. Ich bin selbst Betroffener, nur der Friedhof steht mir noch bevor, aber das kann schnell gehen.

JeanneDarc66 03.06.2011, 11:05

Das ist ein grosser Quatsch. Ich war schon mehrfach in einer Psychiatrie und etwas besseres gibt es gar nicht. Man muss nur auch bereit sein die Hilfen anzunhehmen.Auch in einer Psychiatrie darf einem z.b. niemand ein Medikament geben wenn man es nicht möchte - es sei denn es liegt Fremd oder Eigengefaehrdung vor.

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Zum einen handelt es sich um üble Nachrede, Verläumdung und Rufmord. Dies könnten Sie Anzeigen. Zum anderen muss für diese Behauptungen ein fachärztliches Gutachten erstellt werden. Im Klartext Sie müssten untersucht werden und mehrere Parteien, nicht nur Ihre Nachbarn, müssten bezeugen können dass mit Ihnen etwas nicht stimmt.

heureka47 06.03.2009, 05:42

Nein, das stimmt so nicht. Das Risiko ist groß, daß man durch entsprechende Aussage nur EINER Person die Zwangseinwqeisung bekommt und die Klärung durch den Richter erfolgt i.d.R. am folgenden Tag. Anzeige wegen übler Nachrede oder ähnliches wird dann erst im Nachhinein möglich.

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Nein, können sie nicht. Einweisen in dem Sinne geht gar nicht-Du musst immer zustimmen. Wäre ja auch noch schöner-SO würde man also Leute los...(Marke:Hexenverbrennung im Mittelalter);-))

heureka47 06.03.2009, 05:40

Doch, sie können und dürfen. Das Psychisch-Kranken-Gesetz in Hamburg sagt, daß bei akuter Fremd- oder Eigengefährdung zwangseingewiesen werden kann. Und der Richter zur Klärung kommt dann später.

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Lass Dir nichts von denen erzählen. Solange Du keine Gefahr für Dich oder andere darstellst... Selbst wenn sie aus diesem Grund die Polizei rufen, dann muss noch ein Arzt mit Dir sprechen, bevor Du eingesperrt wirst oder sowas.

heureka47 06.03.2009, 05:36

Nein, ERST wird eingesperrt, DANN passieren die anderen Dinge.

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emoWolf 31.03.2010, 01:15
@heureka47

nee, gleich eingesperrt wirste nich. Wenn du sagst du willst dich umbringen, dann wirste gleich eingesperrt.

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Nun, du kannst dich wehren, und wenn es mit einer Anzeige wegen Rufmord und übler Nachrede ist. Einweisen lassen können sie dich nicht

heureka47 06.03.2009, 05:38

Im Zweifelsfalle wird aber doch zuerst eingewiesen und dann gefragt / geklärt.

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nein das glaube ich nicht,da braucht man doch eine ärztliche Untersuchung.Du wirst doch wohl auch Zeugen haben,die bestätigen können daß du bei klarem Verstand bist.

Wenn Du Dich selbst gefährdest oder andere dann kommen erst mal die cops + Anhang. Wie Du Dich dann benimmst entscheidet die Sache.

heureka47 06.03.2009, 05:35

Nein, dann ist es eigentlich schon entschieden. Wenn er konkret sich oder andere gefährdet hat, geht er in die Klapse.

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Indy14 11.01.2011, 19:19
@heureka47

Aber die Gefährdung muss auch nachgewiesen werden können.

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Genau,

nur bei akuter Selbst- und/oder Fremdgefährdung kann das PsychKG in Kraft treten und eine Zwangseinweisung erforderlich machen

heureka47 06.03.2009, 05:44

So, EINER hats ohne Mängel dargestellt. Korrekt, Broomstick! Und es kommt auf die Aussage der evtl. "gefährdeten" Person an. Wie gesagt, im Zweifelsfall gehts erst mal ab in die Klapse. Das ist bittere konkrete Erfahrung der Neuzeit vieler, vieler, Betroffener, die in meinem Verband Mitglied sind. = Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE), Bochum = http://www.bpe-online.de

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behaupten ja.... aber die diagnose liegt immernoch bei den fachärzten ... denke aber nicht, dass es soweit kommen würde nur weil ein nachbar soetwas behauptet... da müssten schon massive verdachte nahe liegen !

tuhst du sowas denn ? :-)

heureka47 06.03.2009, 05:33

Theoretisch ja, aber lies mal: Ich kenne jemanden, der ist aufgrund der Beschuldigung seiner Freundin in die Psychiatrie eingeliefert worden. Gottlob ist der dabei nicht ausgerastet, sondern cool geblieben, hat den Richter am nächsten Tag überzeugen können und wurde wieder freigesetzt.

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Du kannst in der Psychatrie eingewiesen werden wenn du behauptest dich umbringen zu wollen. Der Amtsarzt entscheidet über diesen Schritt und nicht deine Nachbarn!!!

heureka47 06.03.2009, 05:33

Ich kenne jemanden, der ist aufgrund der Beschuldigung seiner Freundin in die Psychiatrie eingeliefert worden. Gottlob ist der dabei nicht ausgerastet, sondern cool geblieben, hat den Richter am nächsten Tag überzeugen können und wurde wieder freigesetzt.

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emoWolf 31.03.2010, 01:17

vllt ham die gesehen dass, der sich geritzt hat. Aber solange du nix von dir aus sagst oder die des nachweisen können, oder deine Eltern dich da reinstecken, können die dir eig. nix.

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Wenn dann käme ja die Polizei mit, wenn sie sowas melden würde. Und die würde ja sehen, dass du nicht durchgedreht bist.

heureka47 06.03.2009, 05:34

FALLS und WENN er nicht doch schon etwas durchgedreht ist...

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Indy14 11.01.2011, 19:18
@heureka47

Wieso gehen alle davon aus, dass man verrückt ist, wenn man in eine Psychiatrie geht? Ich kenns nur, dass man in eine Sicherheitsverwahrung kommt wenn man nicht berechenbar ist. Was ich teilweiße unter verrückt abstemple. Aber im Grunde sind die alle nur psychisch krank. Aber Menschen in normalen Psychiatrien sind nicht verrückt oder psychisch krank wie es sich die Meisten vorstellen, sondern haben einfach psychische Probleme und sind mit sich, dem Leben, der Familie und der Welt überfordert, schaffen es nicht mehr alleine und brauchen eine intensive Therapie und gleichzeitigen Schutz vor der Außenwelt. Ich bin immer noch fassungslos wie viele Menschen immer noch die ganzen Klischees glauben. Ich mein man bekommt dann ja da auch immer ne "Ich-hab-dich-lieb-Jacke" an und wird in eine Gummizelle gesteckt bla bla aber jetz is die "Ich-hab-dich-lieb-Jacke" ja abgeschaft worden, jetzt liegt man die ganze Zeit fixiert auf dem Bett bla bla. Natürlich gibts da Fixierungen und je nach Station auch häufig. Aber das is nich so was weiß ich wie, wie sich das andere vorstellen. Nicht angenhem nehme ich mal an, aber man wird in guten Kliniken nur fixiert wenn wirklich nichts Anderes mehr geht. Entschuldigung wenn ich jetzt überreagiert hab oder das falsch verstanden hab, aber in dem Bereich bin ich einfach empfindlich. Was ja wohl verständlich is wenn man zwei offene und eine halbgeschlossene (furchtbar abgegammelte) Station kennen gelernt hat. Ich weiß einiges von Psychiatrien, kenne auch einige aus Dokumentationen und bei vielen ist es eben recht ähnlich wie in der Klinik in der ich war, die gut war. Aber ich durfte auch eine schlechte Klinik kennen lernen, wo ich erst auf der offenen und dann auf der halbgeschlossenen Station war.

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nee, so einfach is es dann doch net... nur wenn deine Eltern des sagen oder du selber von dir aus sagst das du magersüchtig, suizid, sonstirgendwas bist können die dich da reinstecken. Deine Nachbarn haben da nix zu sagen.

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