Einwanderung/ Aufnahme von Flüchtlingen automatisch gut?

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Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

Andere Meinung 55%
Wir brauchen keine Einwanderung 22%
Wir brauchen Einwanderung 22%

11 Antworten

Andere Meinung

Doch mir stellt sich seit längerem die Frage, ob die Einwanderung im
Prinzip für uns doch nicht so lohnenswert ist, wie die Wirtschaft und
die Bundesregierung angeben.

Finanziell und infrastrukturell ist die derzeitige Einwanderung von Flüchtlingen in Deutschland eher kontraproduktiv.


Kann man dem zustimmen, dass mehr Einwanderung unsozial ist gegenüber den Krisenstaaten, die unter der Abwanderung leiden?

Teils hat er Recht. Wenn sich jemand freiwillig entscheidet auszuwandern und in Deutschland forschen/arbeiten will, bitte. Da sollte aber Sprache und Kultur bekannt sein und vor allem das Grundgesetz akzeptiert werden. Einwanderer, die das Grundgesetz versuchen zu unterwandern, sind hier falsch. Die können gerne nach Saudi Arabien auswandern.

Zu Gysi: Ja das Anwerben finde ich auch falsch. Klingt nach Sklavenhandel, wie beim Profifußball.


Ist es denn nicht auch so, dass mehr Einwanderer - egal ob qualifiziert
oder nicht - im Umkehrschluss bedeuten, dass wir "Einheimische" mehr
Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt haben und damit die Löhne gedrückt
werden?

Das kommt darauf an. Wer kein Deutsch kann und kein Fachwissen hat, der wird gegen einen ausgebildeten Deutschen keine Chance haben.

Andererseits hat ein qualifizierter Einwanderer, der die Sprache beherscht und vielleicht studiert hat gegen einen deutschen Hauptschüler längen Vorsprung.


Bedeutet mehr Einwanderung = für uns einen geringeren Wohlstand?

Das kommt genauso darauf an, wie im Punkt davor.

Wohlstand kann im Kapitalismus nur herschen, wenn es im Gegenzug genug Billiglöhner gibt.


Und wäre es nicht möglich, die 3 Millionen Arbeitslose, die wir hier in
Deutschland haben ordentlich auszubilden, bevor wir auf die Zuwanderung zurückgreifen?

Zuwanderung ist eine Sache.

Die andere Sache ist, dass das Schulsystem einfach nur marode ist.

Und davon abgesehen gibt es (auch wirtschaftlich bedingt) soziale Schichten, die einfach keine ordentliche Ausbildung genießen.

Die Schere beim Verdienst geht in Deutschland immer weiter auseinander. Und direkt damit zusammen hängt auch die Ausbildung der Kinder.

Deutschland muss endlich begreifen, dass man diese Schere schließen muss und endlich dieses kaputte Schulsystem überarbeiten muss.

Einem Einwanderer aus Afganistan bringt es in Deutschland nix, wenn er keine Ausbildung genießen kann. Und es bringt erst recht keine Punkte Einwanderer zu "ghettorisieren".

Die Kinder müssen in eine Klasse mit den anderen Schülern.

Ein Finne dagegen, der sich hier das System anschaut, der wird die Hände über den Kopf schlagen


Stimmen diese? 

Nicht verallgemeinert, da ich Einwanderer kenne, die besser Deutsch können und besser ausgebildet sind (Studium inklusive), als Berliner Hauptschüler


Würdet ihr dem zustimmen oder irre ich mich hier total? 

Du irrst dich partiell!


Ich bitte um eine ernstgemeinte, objektive Antwort, 

Meine Antwort ist ernst gemeint und objektiv. Sie richtet sich nach keiner Partei und stellt ausschließlich meine ureigene Ansicht der Dinge klar.


wie ihr euch selbst politisch verortet.

Das steht hier sowieso nicht zur Debatte.

Gruß
Omni

PS: Ich hätte auch anklicken können "wir brauchen keine Einwanderung", denn dieser Brauch ist nicht Notwendig für Deutschland. Aber es schadet auch nicht verallgemeinert

Omnivore14 15.08.2017, 16:46

Danke für dein Sternchen. Hat mich gefreut :-)

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Andere Meinung

Wir brauchen vor allem eine Differenzierung. Ein bosnischer Arzt, der hier in einem Krankenhaus arbeitet, hat einen anderen Hintergrund, als ein Syrer, der vor dem Krieg flieht.

Es ist auch von unserer Seite eine ganz andere Motivation dahinter. In einem Fall geht es um Arbeitsmigration (da geht es - wie bei Inländern auch - nach Qualifikation, Bedarf usw.). Im anderen Fall macht eine Kosten-/Nutzen-Rechnung wenig Sinn. Er flüchtet vor dem Krieg, das ist primär. Alles andere ist erst mal sekundär (dass der auch oft einen Beruf hat etc., ist ja richtig, das kommt aber erst an zweiter Stelle).

Wir wollen, wenn wir in ein Krankenhaus kommen, auch nicht nur nach unseren Kosten und nach unserem Nutzen beurteilt werden.

Das heißt: man kann diese Fälle nicht summieren, weil es sich beide Male um Ausländer handelt. Die Fälle liegen anders, und müssen auch anders behandelt werden.

Einen "Automatismus" sehe ich da nicht. Ich bin auch dafür, dass andere europäische Länder ihren Beitrag dazu leisten. Und ich bin auch dafür, Länder wie Italien und Griechenland dabei zu unterstützen, die sind allein schon aufgrund ihrer Geographie im Mittelpunkt des Geschehens (während sich Länder wie Polen erst mal gemütlich zurücklehnen, wobei die im Grunde auch mit von der Partie sein sollten).

Andere Meinung

Geht es dir um Einwanderer oder um Flüchtlinge? Im Titel steht "Flüchtlinge", in der Umfrage geht es um Einwanderer.

Das ist ein entscheidender Unterschied, denn Flüchtlinge spezielle Einwanderer, Einwanderer in existenzieller Not. Hier ist die Frage der Aufnahme eine ethische. Auch wenn es eine ethische Frage ist, wischt sie leider die praktische Gegenfrage nicht weg, wie viele Flüchtlinge wir uns leisten können und auf wie viel wir bereit sind, zu verzichten.

Im Moment merke ich persönlich 0 Nachteile durch die Flüchtlinge.

Gut, dass du geschrieben hast, dass du pro Flüchtlinge bist. Der untere Teil deiner Frage hätte mich Anderes vermuten lassen.

Andere Meinung

Ich persönlich bin keine Nationalstaatlerin. Ich bin ein Mensch und lebe auf der Erde (nördliche Halbkugel). Insoweit geht die Debatte an mir vorbei.

Trotzdem: es gibt Asyl, und es gibt Einwanderung.

Das Recht auf Asyl steht im GG und resultiert aus der NS-Zeit als viele Menschen aus Deutschland flüchten mussten, um Verfolgung und Ermordung zu entgehen.

Wer Asyl bekommt, wandert nicht ein.

Wer aus einem anderen EU-Land kommt, genießt Freizügigkeit und darf sich hier niederlassen. Allerdings ist das Recht auf Sozialleistungen sehr eingeschränkt.

Alle anderen brauchen eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. Die Voraussetzungen dafür sind so umfangreich, dass ein 6er im Lotto wahrscheinlicher ist (ich habe Erfahrungen damit :( ).

Wir Menschen brauchen "frisches Blut", um nicht in unserer eigenen Suhle zu ersticken. Ich lebe im Rhein-Main-Gebiet und bin total gerne in Frankfurt, gerade weil es so bunt ist.

Liebe Ausländer, lasst mich mit diesen deutschen Landsleuten nicht alleine!

KoernerbrotBP 14.08.2017, 17:10

Wie wäre es mit frischem Blut aus dem eigenen Land?

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Crack 14.08.2017, 17:13
@KoernerbrotBP

Wie wäre es mit frischem Blut aus dem eigenen Land?

Kann man das anordnen?

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Seeheldin 14.08.2017, 17:15
@KoernerbrotBP

Klingt nach AFD - neue Deutsche machen wir selber.

Früher nannte man das "Ein Kind für den Führer" :)

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Wir brauchen Einwanderung

Die Frage ist insofern schon albern, weil sie zwei Aspekte miteinander vermischt, die man bei einer seriösen Betrachtung gar nicht erst vermischen dürfte.

Einwanderung aus Krisenländern findet in Deutschland nur marginal statt. Die meisten Einwanderer erhalten wir vielmehr über die Arbeitnehmerfreizügigkeit der EU und sind auch bitter auf die angewiesen, um den Arbeitskräftebedarf überhaupt zu decken. Hier reguliert letztlich das Spiel von Angebot und Nachfrage die Beschäftigungsströme innerhalb der EU als dem gemeinschaftlichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktraum.

Einwanderung aus Krisenländern findet in kaum nennenswerten Umfang statt, weil alleine schon die Einwanderungshürden sehr restriktiv sind.

Flüchtlinge wiederum nehmen wir nicht auf, um irgendwelche wirtschaftlichen oder Arbeitsmarktprobleme zu lösen, sondern aus humanitärer Verantwortung. 

"De facto" drücken Einwanderer keine Löhne - das ist eine theoretische Behauptung, die angesichts der Realität mit moderaten Lohnzuwächsen in den letzten Jahren und einer drastischen Anhebung von Niedriglöhnen durch den Mindestlohn keinerlei Entsprechung findet.

Kein Einwanderer schadet seinem Herkunftsland, vielmehr hat ihm umgekehrt sein Land nichts zu bieten und er würde sich eher selber schaden, dort zu bleiben.

Wir haben hier eine Beschäftigung, die weit über jener der 50er, 60er und auch 70er Jahre liegt, alleine schon, weil die Frauenerwerbsquote damals gerade halb so hoch war wie heute. 

Hier wird mal wieder Einwanderung und die Aufnahme von Flüchtlingenvermischt, ob bewusst oder unbewusst.

Das sind aber 2 komplett verschiedene Sachen. Bei Flüchtlingen eine Kosten-/Nutzenrechnung aufmachen zu wollen, ist blanker Hohn.

Wir brauchen keine Einwanderung

Ich fasse es kurz: Es gibt meiner Meinung nach bessere Wege unsere Wirtschaft mit jungen Arbeitskräften zu versorgen, als diese in fremden Ländern zu beziehen. Außerdem stehen die Kosten für die Ausbildung von Flüchtlingen in keinem Verhältnis zu dem etwaigen Nutzen - objektiv!

Selbstverständlich ist es etwas Anderes, dass wir flüchtenden Menschen helfen sollten!

-> Brauchen wir Einwanderung/ sind wir Abhängig davon? Nein. ;)

Schwurbelige Frage ist schwurbelig. ACHTUNG FLACHERDLERGEFAHR!

Flüchtlinge sind KEINE Einwanderer. Das "de facto" ist aus den Fingern gesogen und völliger Dummfug.

Andere Meinung

@teletobbi,

du solltest dich schon entscheiden, welche Gruppe du meinst.

Flüchtlinge, Einwanderer oder sonstige die hier eine neue Bleibe suchen.

Außerdem, Herrn Gysi, kann man nicht ernst nehmen. Genau so wenig wie die AFD.

Gruß Apolon.

 

Wir brauchen Einwanderung

Wir brauchen Einwanderung. Was wir nicht brauchen, ist der Import von Armut, Intoleranz und Gewallt.

Damit ist die bloße Aufnahme von Flüchtlingen nicht automatisch gut oder schlecht.
Da gut / schlecht immer subjektiv ist muss man das im Detail beleuchten. So, wie Deutschland in den vergangenen 2 Jahre aufgenommen hat, kann es nicht weitergehen. Die Probleme sind ja bereits offensichtlich.


teletobbi 14.08.2017, 15:49

Sehe ich genauso, aber das beantwortet mir leider nicht die Frage.

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Flüchtlinge sind keine Einwanderer.

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