Eintragung, auf was muss man achten bei Federn & Felgen?

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1 Antwort

Ja, Du mußt die Felgen trotz ABE eine Änderungsabnahme duchführen lassen.

ABE heißt nicht "keine Änderungsabnahme", dass ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Das man bei einer ABE keine Änderungsabnahme benötigt, kommt zwar recht häufig vor, jedoch ist es nicht ausgeschlossen.

Die Änderungsabnahme kann durch eine Auflage zu Deinem Fahrzeug expliziet gefordert werden. Das kann für alle Reifengrößen gelten oder auch nur für bestimmte Reifengrößen, das mußt Du im Verwendungsbereich der ABE nachsehen. Die Auflage hat i.d.R. die Nummer A01 oder 11A, je nach dem wer das Gutachten zur Erteilung der ABE erstellt hat. 

Die Änderungsabnahme kann aber auch durch die Nichteinhaltung einer anderen Auflage gefordert werden.

In deiner Felgen ABE steht mit Sicherheit etwas wie "nur in Verbindung mit Serienfedern ..."

I.d.R. sind das "sich gegenseitig beeinflussende" Änderungen.

Bei sich gegenseitig beeiflussenden Mehrfachänderungen ist immer eine Änderungsabnahme eforderlich. Auch wenn Federn und Felgen jeweils mit ABE alleine fahrbar wären, denn bei beiden ist eine Auflage nicht eingehalten.

Bei Fahrwerksfedern steht i.d.R immer: "nur in Verbindung mit Serienreifen / Rädern"

Ein Gewindefahrwerk benätigt immer eine Änderungsabnahme, es gibt auch keine mit ABE, sondern immer nur mit Teilegutachten.

Umbauteile, denen ein Teilegutachten beilieg benötigen IMMER eine Änderungsabnahme, es gibt keine Teilegutachten, die man nur mitführen muß.

In deinem Fall wäre darauf zu achten, dass die Mindesteinstellmaße des Fahrwerks beachtet werden und dass alle Freigängigkeiten gewährleistet sind.

Zur Probe kannst Du das auto mal verschränken. Wenn es auf der Hebebühne hängt, unter dem linken Vorderrad und dem rechten Hinterrad jeweils eine Felge legen und das Auto so verschränkt abstellen, dan darf es nirgendwo schleifen, Beachte, dass sich ein fahrwerk noch setzt und das ca 5mm an Höhe ausmacht.

Die Änderungsabnahme kostet nach Aufwand.

Bei einem Gewindefahrwerk sind das durch die Nachmesserei der einzelnen Gewindesinstellungen i.d.R. schon Mehraufwand, ebenso für die 2. Änderung, nämlich die Felgen.

Geh davon aus, daß 60 EUR Grundbetrag zzgl 2x 28,50 EUR Mehraufwand fällig werden. Demnach ca 116 EUR.

Wenn der Ingenieur nur einfachen Mehraufwand berechnet, dann kommst Du mit ca 90 EUR hin

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Kommentar von GetzRacer
06.04.2016, 05:48

Klasse geschrieben! :)
Danke für diese ausführliche Antwort! :)

In meiner Frage hatte ich mich aber verschrieben.... Ich habe kein Gewindefahrwerk in meinem Wagen verbaut, sondern nur Tieferlegungsfedern 😁

Ist die Regelung dann gleich?:)

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