Eintägiges Praktikum bei einem Rettungsdienst?

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9 Antworten

Hallo Unbek4nt,

möglich ist das sicherlich. Ist letztendlich davon abhängig, ob der Rettungsdienst-Betreiber dem zustimmt oder nicht. Und da gibt es ja eine bunte Mischung aus (Berufs-) Feuerwehr, den bekannten Hilfsorganisationen (DRK, ASB etc.), Zweckverbänden und privaten Anbietern, die alle unterschiedlich mit diesem Thema umgehen.

Die Frage ist eher, ob Dir diese eine Schicht wirklich etwas bringt. Denn dieser kurze Zeitraum kann die Beurteilung dieser wichtigen Frage (ob Du Dir diesen Berufs für die nächsten Jahrzehnte vorstellen kannst) auch sehr verfälschen. Stell Dir vor, Du erwischt eine Schicht, in der ihr lediglich drei Krankentransporte (z.B. Rückverlegung Krankenhaus > Seniorenheim), einen Fehlalarm und  vielleicht eine leichte Platzwunde nach Fahrradsturz habt. Oder im krassen Gegensatz dazu eine Schicht, in der ihr zu fünf Reanimationen fahrt, wovon vier Mal jede Hilfe zu spät kommt und obendrein noch zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Kleinkind verstirbt. Beides kommt sicherlich vor, spiegelt den tatsächlichen Berufsalltag aber nicht wieder. Dann hast Du Dir aber unter Umständen Dein Urteil schon gebildet... im ersten Fall empfindest Du den Job vielleicht als langweilig und im zweiten bist Du mit dem Erlebten völlig überfordert. 

Da würde ich Dir dann auf jeden Fall empfehlen, ein längeres Praktikum zu absolvieren um auch die ganze Bandbreite des Jobs mit verschiedensten Fällen, Freud und Leid, Ruhe- und Stressphasen kennenzulernen bzw. auch beurteilen zu können, ob z.B. der Schichtbetrieb auf Dauer etwas für Dich ist oder nicht.

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Zuerst musst du volljährig sein, das Jugendarbeitsschutzgesetz verbietet es, das Minderjährige im Rettungsdienst tätig sind. Die Ausbildung kann deshalb ebenfalls erst ab 18 Jahren begonnen werden. Danach kannst du bei einer Rettungswache anfragen, wobei es dann auf die Rettungswache ankommt, einige nehmen keine Praktikanten ohne Vorkenntnisse, was man in diesem Beruf auch verstehen kann, schließlich können die Einsätze auch sehr belastend sein und wenn man Pech hat, wird man gleich beim ersten Einsatz mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung oder Verletzung konfrontiert. Ein eintägiges Praktikum halte ich für viel zu kurz, um einen wirklichen Einblick in die Arbeit des Rettungsdienstes zu erhalten, schließlich ist Rettungsdienst immer unplanbar, in einer Schicht hast du vielleicht 10 Einsätze und in der anderen Sicht nur zwei Einsätze und der Tag besteht größtenteils aus warten. Am einen Tag denkst du dann, "ist das ein langweiliger Beruf, fast nur warten und bloß zwei Einsätze", am nächsten denkst du "ist der Tag anstrengend, 10 Einsätze, dauernd unterwegs und keine Zeit für eine Pause". So entsteht ein falsches Bild, wenn du ein Praktikum machst, sollte es mindestens eine Woche, besser zwei Wochen sein. 

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Kommentar von NetzBeratung
19.06.2017, 21:12

"das Jugendarbeitsschutzgesetz verbietet es, das Minderjährige im Rettungsdienst tätig sind"

Bitte diese Aussage belegen.

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Das ist im Normalfall relativ problemlos möglich, wenn du über 18 bist. Einfach bei einer Rettungswache in deiner Gegend anrufen und fragen.

Bei mir in der Region ist es jedoch so, dass man erst 1-2 Schichten auf einem KTW gefahren sein sollte, ehe man auf einem RTW fährt. Das kann in deiner Gegend aber anders sein. Schaden tuts auf jeden Fall mal nicht. Hat den Grund, dass man ein bisschen den Patientenumgang, Trage und so Kleinigkeiten in ruhiger Atmosphäre lernt.

Wobei natürlich auch die erste KTW-Fahrt zum schweren Verkehrsunfall gehen kann oder die ersten RTW-Fahrten auch ziemlich entspannt sein können, aber die Wahrscheinlichkeit, dass KTW ruhiger los geht ist halt um einiges höher.

Für ein umfassenders Bild, empfiehlt es sich aber mehr als eine Schicht mitzufahren, weil die Tage oft so unterschiedlich sind, was Anzahl und Art des Einsatzaufkommens betrifft.

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Kommentar von Unbek4nt
19.06.2017, 17:47

Volljährigkeit ist Pflicht? :/

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Möglich ist es sicherlich... Aber eintag? Um eijen Beruf kennen zu lernen solltest du 2-4 Wochen am Stück mit dabei sein. Empfelen würde ich dir 4 Wochen da du so noch besser einschätzten kannst wie es nach einem längeren Zeitraum ist.

Dr. Gray

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Rettungsdienst ist ein Knochenjob, ein Bekannter von mir ist Arzt, Du bist Laie. Da ist keine Zeit für irgendwas, wenn es akut ist! Frag erst einmal in Krankenhäusern oder Rehakliniken, allerdings wirst du nix für 1 Tag bekommen. 

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Von einem eintägigen Praktikum hab ich persönlich noch nichts gehört. Ansonsten ruf mal beim zuständigen Kreisverband an und frag, ob du mal für einen Tag reinschnuppern darfst.
Allerdings glaub ich, dass das nur für längere Zeit möglich ist, denn einerseits gehört eine Menge an Vorbereitung dazu (Sicherheitsausrüstung, medizinische Voraussetzungen wie Schutzimpfungen etc.) und bei so kurzen Praktika wäre die Anzahl der "Gaffer" wohl zu hoch.

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Kommentar von strol
19.06.2017, 14:28

Also bei mir hat man das mit Schutzimpfungen etc nicht so streng gesehen :D

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Früher gab es in den Schulen, bzw. über die Schulen immer ein einwöchiges Praktikum zur Berufswahl.....weiss nicht mehr wie das heisst.

Die Schüler konnten eine ganze Woche dieses Praktikum in einem meist selbst gewählten Beruf machen. Aber ich weiss nicht, ob es das noch gibt.

Ehrlich gesagt: ein Tag bringt dir nicht viel, du musst bestimmt einige Kriterien erfüllen im Rettungsdienst, bevor du das machen könntest.

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Frage doch bei einer örtlichen Hilfsorganisation nach ob du mal eine Sannitätswache begleiten darfst.
Auf einem RTW oder KTW wirst du wohl ganz ohne Ausbildung schlechte Karten haben

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Solche so kurzen Einblicke in einen Arbeitsplatz/Ort nennt man allgemein nicht "Praktikum", denn der Zweck eines Praktikums ist da wohl nicht erreichbar.

Was Du meinst, wäre eine Hospitation.

Und von sowas habe ich im RD noch nie gehört. Das würde wohl auch überall eher Kopfschütteln hervor rufen.

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