Einstufung : Freelancer oder Gewerbetreibender (Finanzamt antwortet nicht )!?

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4 Antworten

Warst Du mal beim Finanzamt? Steht über der Tür Finanzamt? Oder steht da Steuerberatung?

Dazu kommt noch, nicht das Finanzamt entscheidet in dieser Sache, sondern es ist auch eine Frage des Gewerbeamtes.

In Deinem Fall wurde es abschließend vom Bundesfinanzhof beurteilt:

Bei einem Programmierer wird aus diesem Grund nicht zwingend auf die berufliche Laufbahn abgestellt, sondern auf die Software, die entwickelt wird. Es darf sich nicht um Trivialsoftware handeln, also nicht um Software, die für einen breiten Kundenkreis entwickelt wird. Maßgeblich für die Abgrenzung soll nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (XI R 9/03) sein, ob zur Programmierung der Software eine klassische ingenieurmäßige Vorgehensweise angewendet wurde, die regelmäßig die Planung, Konstruktion und Überwachung beinhaltet.

Im Klartext: Der studierte Softwareentwickler, der für Dritte individuelle Software plant und erstellt sowie das zugehörige Projekt überwacht, ist eindeutig als Freiberufler anzusehen. Entwickelt ein gelernter Programmierer dagegen ohne eigene Planungsleistung Software oder Softwarebausteine für ein frei auf dem Markt erhältliches Produkt, ist er eindeutig als Gewerbetreibender einzustufen.

Ich hoffe es hat Dir bei der Beurteilung geholfen.

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chokdee 04.02.2016, 09:53

Oh, ich glaube das ist inzwischen überholt, da gab es (ich bin auch in der Branche) gesetzliche Änderungen

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Antworten von Finanzämtern können mehrere Woche dauern. Das hängt vom Arbeitsanfall ab. Steuerberatung dürfen Finanzämter meines Wissens  nicht vornehmen (analog zu Gerichten, die ebenfalls keine Rechtsberatung durchführen dürfen). Für Steuerfragen gibt es Steuerberater. Ob dein Anliegen als "Steuerberatung" einzustufen ist, kann ich leider nicht beurteilen. Warum rufst du nicht beim Finanzamt an und/oder konsultierst gleich einen Steuerberater? Dann bekommst du sehr schnell eine Antwort (die dann allerdings auch etwas kostet).

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wurzlsepp668 04.02.2016, 09:49

die Auskunft des Finanzamtes wäre in diesem Falle mMn nicht als Steuerberatung anzusehen ....

wenn der Fragesteller eine vernünftige Antwort vom Finanzamt haben möchte, so ist ein Antrag auf verbindliche Auskunft § 89 Abs. 2 AO zu stellen ..

Vorteil der verbindlichen Auskunft: das Finanzamt ist an die Auskunft gebunden (sofern der Sachverhalt auch 1:1 so ist, wie in der Anfrage dargestellt, Abweichungen des Sachverhaltes fürhen mMn zu einer Nichtigkeit der verbindlichen Auskunft)

Nachteil: kostest Geld ...

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Du hast zwei Möglichkeiten:

1. Gehe zum Fnanzamt und kläre das vor Ort    oder

2. Gehe zum Steuerberater, der klärt das für Dich

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wurzlsepp668 04.02.2016, 09:50

vor Ort klären?

geile Idee ....

zum Sachbearbeiter ohne Termin .......

der Sachbearbeiter wird KEINE Auskunft geben, da hier der Sachgebietsleiter mitzureden hat ....

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Lumpazi77 04.02.2016, 10:28
@wurzlsepp668

Wenn Du so umständlich an die Selbständigkeit herangehst dann wird das nichts.

Mache doch einfach einen Termin aus und gut iss

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wurzlsepp668 04.02.2016, 10:32
@Lumpazi77

ich geh doch nicht umständlich an die Selbständigkeit ran (ich bin seit 2001 selbständig ...)

der Sachbearbeiter für die Veranlagung KANN keine Auskunft geben, da er die Sache nicht bearbeitet ...

und für Auskünfte beim Finanzamt sind durchaus 2 Monate Bearbeitungszeit einzuplanen ....

bei Einsprüchen hat das Finanzamt Bearbeitungszeiten von mehr als 4 Jahren ......

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