Einstieg in die Börse mit kleinem Geld, welchen weg sollte man einschlagen?

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9 Antworten

Verwirrend für mich ist nur, welcher Weg der richtige ist. Kurzzeitanlagen/Langzeitanlagen/Tradings .... ? Welche Möglichkeiten habe ich.

Du hast hier ja schon einiges gelesen. Ich will mal ein paar Sachen aus der Sicht eines Traders ergänzen.

Man unterscheidet bei Aktien grob, wie lange man sie handelt.

Traden (also Handeln) tut man, wenn man Aktien eher kurzfristig hält, von Stunden/Tage bis ein paar Monate.

Investieren tut man, wenn man Aktien eher langfristig hält, also mehrere Jahre.

Dazwischen gibt es Überschneidungen. Beispielsweise habe ich mir Anteile eines Öl-Indizies gekauft, als der Ölpreis so weit unten war. Im Moment lasse ich den einfach laufen und schaue, was passiert.

Ich persönlich sehe Investieren so: Man kauft sich eine Aktie mit dem Ziel, diese mehrere Jahre zu halten, also eine typische Buy-and-Hold-Strategie.

Auch wenn hier anderes behauptet wird, Traden hat nichts mit Roulette-Spielen zu tun.

Traden hat halt nur andere Herausforderungen. Ich würde sagen, es fordert einen Mental mehr und man muss bereit sein, sich mit seinem Ego auseinanderzusetzen.

Investieren ist da nicht ganz so kritisch. Jedoch sollte man unbedingt einen Plan haben, warum man was kauft und wann man was verkauft.

Meiner Meinung nach kann man auch einzelne Aktien mit wenig Geld kaufen und hier ist die Auswahl der richtigen Unternehmen kritisch.

Einfacher sind natürlich ETFs, sie haben ein gestreutes Risiko. Das bedeutet aber auch, dass die Rendite niedriger ist.

Zum Thema ETFs gibt es übrigens gute Blogs. Such mal nach dem Finanzwesir.

Viel Erfolg

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Kommentar von Schedle
19.08.2016, 09:44

Viel dank schon einmal für deinen Kommentar.

Wie schon geschrieben, habe ich erst angefangen, mich einzulesen. Für mich ist beim Trading sowohl auch bei Einzelaktien aber ein gewisses Grundkapital notwendig? (Kann mich aber auch täuschen, aber so mein aktueller Stand).

Ich muss ja IMMER Gebühren Zahlen, was sich natürlich bei einem kleinen Betrag größer auswirkt, sprich ich brauch wesentlich mehr Gewinn um das wieder auszugleichen. Schaffe ich das nicht habe ich irgendwann den Totalverlust, richtig?

Mich interessieren aber beide Seiten, heißt sowohl Langzeitanlagen als auch Kurzzeitanlagen. Bei Kurzzeitanlagen ist gefühlt einfach mehr Risiko da und die Bereitschaft auch mal Verlust zu machen sollte einfach da sein.

Bei ETFs brauche ich ja nicht zwingend Kapital, doch beim Traden und/oder Einzelaktien sollte ich doch schon den ein oder anderen Euro beiseite haben und darauf verzichten können.

Bei Einzelaktien sollte ich ja schon von verschiedenen AGs kaufen um die die Streuung zu gewährleisten.

Ist mein Gedankengang so überhaupt richtig, oder liege ich komplett daneben?

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Mit den von Dir genannten Beträgen macht der Handel mit Aktieneinzeltiteln keinen Sinn.

Du hast besser die Möglichkeit mit ETF systematisch Vermögen aufzubauen.

Wähle einen oder mehrere ETF, die in Aktien aus der ersten Reihe (sogen. Blue Chips) investieren, z. B. Eurostoxx50, DAX, CAC40 usw.

Günter

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Kommentar von Schedle
18.08.2016, 13:17

Wenn ich das richtig verstehe, sind das alles Langzeitanlagen oder nicht?

Gibt es auch eine Möglichkeit über Trading mit solchen Beträgen den ein oder anderen Euro rein zu holen?

Natürlich bin ich für die ETFs nicht abgeneigt und werde mich in diesem Thema definitiv einlesen, aber ich hätte gerne noch weiter Möglichkeiten.

Ob das mit viel Risiko verbunden ist, lass ich jetzt erst einmal so im Raum stehen, mir geht es hier rein um die Möglichkeiten, die sich mir bieten.

Das mit den Einzelaktien habe ich mir schon gedacht.

Danke für deine Antwort.

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Es gibt zahlreiche Tradingplattformen, die Dir anbieten, auch mit kleinsten Beträgen sofort ins Trading einzusteigen.

Das ist Blödsinn und funktioniert in den meisten Fällen auch bei denen nicht, die schon Erfahrung haben.

Wertpapiere sind seriöserweise eine längerfristige Angelegenheit. Wer traden möchte, kann genausogut ins Spielcassino gehen und beim Roulette auf Rot oder Schwarz setzen. Das kann durchaus eine Zeit lang gut gehen. In der Regel geht es schief!


In ETF zu investieren, oder Standartfonds, ist für den Start das einzig Erfolg versprechende Konzept. Langfristig hat man mit Standart-Fonds noch nie Verluste gemacht. Der DAX-Verlauf selber ist ein gutes Beispiel: Vor der IT-Blase in 2000 stand er bei etwas über 8.000 Punkten. Wer da eingestiegen ist, hat bis März 2003 etwa 2/3 seines Einsatzes verloren (Buchverluste). Wer da nicht aufgegeben hat, steht heute - trotz weiterer Krisen, wie z. B. der Finanzmarktkriese 2008/2009 bei 20 bis 25% im Plus. Mit 25 % in 16 Jahren wird man nicht reich, aber die Wertentwicklung war trotzdem solide. Wer das Glück hatte, erst in 2003 einzusteigen, hat seinen Einsatz in 13 Jahren mehr als verfünffacht.

Nochmals: Langfristigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Alles andere ist Glücks- oder eben Pechsache!

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Kommentar von Schedle
18.08.2016, 14:10

Das mit den Tradingplattformen habe ich jetzt auch das Öfteren gelesen. Davon möchte ich auch erste mal die Finger lassen, wenn ich diesen Nervenkitzel brauche, kann ich, wie du bereits gesagt hast, das Casino aufsuchen.

Ich werde mir jedenfalls das Thema Wertpapiere ans Herz legen und es im Hinterkopf aufbewahren. Jetzt heißt es aber erst einmal lernen, da ich noch ziemlich Grün hinter den Ohren bin, was das ganze Thema angeht.

Danke dir.

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Weil ich es hier gerade lese. Vorsicht: Mit gehebelten Derivaten an der Börse zu agieren ist für den Anfänger ein Spiel mit dem Feuer. Bei kleinen Beträgen macht das aus Sicht des Geldmanagements auch keinen Sinn.

Kurzfristig an der Börse Geld machen ist ein Trugschluss. Das erfolgreiche(!) spekulieren auf Kursgewinne setzt erstmal eine lange Einarbeitungszeit voraus. 

Mein Tip: Informiere dich erstmal in Ruhe zum Thema Börse. Es gibt kein Grund für überhastete Eile. Und dann welche Möglichkeiten für das (langfristige) Investieren geboten werden. Mit ETFs bist du da schon auf dem richtigen Weg

Ich kann den YouTube-Kanal "Aktien mit Kopf" empfehlen. Hier wird auf das Thema sehr gut eingegangen.

Zum Verlust:

Mein Maximalbudget würde ich erst einmal bei 100€/Monat belassen. Das zu verlieren tut zwar schon weh, ist für mich jetzt aber nicht Lebenswichtig.
Mit dem Gedanken Verlust zu machen, habe ich mich angefreundet.

Nichts für ungut, aber wie gut du mit Verlusten umgehen kannst wirst du erst zum Zeitpunkt einer Realisierung einschätzen können.

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Kommentar von Schedle
19.08.2016, 07:43

Danke dir, werde ich mir mal anschauen.

Ja im Grunde hab ich mich schon in Richtung ETFs ausgelegt.

Das Spekulieren, traue ich mir noch nicht zu, dass kann ich irgendwann mal anschauen, wenn ich das Ganze verstanden habe.

Den Kanal werde ich mir ans Herz legen danke dafür.

Ja das mit dem Verlieren bzw. Verlust machen ist so eine Sache. Ich wollte damit eigentlich nur darstellen, dass ich die 100€ nicht brauche zzt. und auch nicht auf längere Sicht. Wie das dann in der Realität aussieht, ist eine andere frage.

Danke dir ;)

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Bei einigen Direktbanken kannst du kostenlos mit einem ETF-Sparplan investieren. So hast du für die monatlichen Käufe keinerlei Gebühren. Außerdem kannst du so den cost average effekt ausnutzen. Deine 100 € könntest du in 75€ MSCI World und 25 € MSCI Emerging Markets aufteilen. Statistisch gesehen, schlägt sowieso fast niemand den Markt, warum ihn dann nicht einfach abbilden ;)

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Du kannst so keine Aktien kaufen der Grundbetrag sind 10.000 oder 20.000€ Was du machen kannst wären entweder Fonds zu kaufen wo du alles auch verlieren kamst oder du kaufst dir Bundesschatzbriefe die könnte sich lohne und selbst innerhalb der lauf zeit kannst du sie verkaufen..

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Kommentar von DinoSauriA1984
18.08.2016, 16:04

Wie man mit Fonds "alles" verlieren kann, muss mir mal einer erklären. Das Geld wird schließlich in Sachwerte investiert, die sich nicht einfach in Luft auflösen können. Und Bundesschatzbriefe werden es seit Dezember 2012 nicht mehr herausgegeben. Und wenn es sie heute noch gäbe, läge der Zinssatz nahe 0%.

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Turbo / Knock Out Zertifikate  können selbst mit kleinen Einlagen in einem kurzfristigem Zeitfenster (wenige Minuten)  eine hohe Rendite bringen. Durch die selbst definierbare Hebelung spekuliert man zB nicht mehr mit 1000€ sondern zB mit 100.000€ oder mehr. Entsprechend ist dann die Gewinn bzw Verlusthöhe. Bei klassischen Aktien sollte man mind.  20.000€ ins Depot bringen damit es einen spürbaren Effekt hat. Jedes Anlageprodukt hat seine Vor und Nachteile. Grundlagenwissen über Börse sowie Fundamental und Chartanalyse sowie Risikomanagment sollte man zudem mitbringen damit nicht das Konto am Ende geerdet ist. 

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Kommentar von Schedle
18.08.2016, 14:07

Danke dafür, werde ich mir mal anschauen.

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Du brauchst erstmal Kenntnisse wie die Börse funktioniert, wie man handelt, wie man Charts liest und beurteilt, um dann entscheiden zu können was man kauft und das Risiko möglichst gering hält.

Damit bist Du erst mal ein Jahr beschäftigt !

Spare in dIeser Zeit Geld an !

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Kommentar von Schedle
18.08.2016, 13:19

Wie oben schon geschrieben, will und werde ich nicht ins Blaue irgendwas kaufen oder investieren. Mir ist durchaus bewusst, dass ich dazu Kenntnisse brauche und diese werde ich mir auch aneignen.

Mir geht es darum, ob ich überhaupt Möglichkeiten habe. Sprich auf kurz und/oder lang. Ansonsten informiere ich mich über die Börse, kann aber mit dem angewendetem Wissen nichts anfangen.

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Mit 100,- €/Monat, die Dir im Verlustfall auch noch weh tun, hat das KEINEN Sinn, mit Aktien anzufangen. Lass es sein, bist Du ein Startkapital von mindestens 1.000,- € hast, und das Du im Falle eines Verlustes auch verschmerzen könntest.

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Kommentar von Schedle
19.08.2016, 07:46

Ich glaube wenn 100€/Monat nicht reichen wird's mit 1000 auch schwer. Wenn ich mir mein eigenes Portfolio aufbaue mit Einzelaktien ist das natürlich zu wenig, weil ich dann nicht die Streuung habe, die ich haben sollte.

Bei ETFs schaut das ganze aber schon wieder anders aus meine ich.

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