Einstellung zum Burkaverbot?

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10 Antworten

Vielleicht ist es nützlich, das Burka-Thema einmal im Vergleich zu diversem anderen Alltagsgeschehen zu betrachten.

Wenn ich irgendwo auf der anderen Straßenseite einen Bekannten sehe und dieser mich auch, dann kommt es vor, daß der Bekannte mir zuwinkt und ich zurückwinke. Das ist völlig normal. Ein gewaltiges Problem könnte ich aber bekommen, wenn da ganz in der Nähe gerade eine Demo gegen rechts stattfindet und irgend jemand jedes und alles als braun wahrnehmen will.

Ebenso ist es bei manchen Veranstaltungen auch verbreitet (und manchmal auch im Schulunterricht), sich nicht nur mit Handzeichen zu melden, sondern dazu auch den Zeigefinger hochzustrecken. Aber was ist, wenn jemand stattdessen den Mittelfinger benutzt?

Dann gibt es noch das nicht konkrete Gefahrenrisiko. Manche Ganoven benutzen eine Strumpfmaske, um Straftaten zu begehen, andere eine Clownsmaske, und wieder andere setzen sich eine Perücke auf. Bei allen hat es den Zweck, nicht wiedererkannt zu werden, und auch Frauen können Straftäterinnen sein.

Im Prinzip ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Burka für kriminelle Zwecke mißbraucht wird, vielleicht sogar eine Vollverschleierung. Welchen Gefallen tut man Muslimas oder tun diese sich selbst durch Beibehaltung der Verschleierung, wenn sie auf solche Weise durch die Hintertür unter Generalverdacht geraten?

Ebenso ist es ja nicht wirklich unterscheidbar, ob Burkas usw. aus religiösen oder kulturbedingten Gründen getragen werden, oder nur, um zu provozieren.

Ich weiß nicht, ob meine angeführten (ausgedachten) Beispiele wirklich geeignet sind, um den dahinterstehenden Gedankengang zu verdeutlichen. Wem passendere Beispiele einfallen, der mag über diese nachdenken.

Der Satz "im Zweifelsfall für den Beschuldigten" ist zwar moralisch nicht zu tadeln, findet aber unter nicht eingeplanten Voraussetzungen oftmals seine Grenze in den Gesamtumständen, so daß nicht unberechtig auch über generelle Verbote nachgedacht wird.

Ich meine, es gibt weiterführende Umstände, die es manchmal notwendig machen, gewisse die freie Selbstbestimmung berührende Dinge einzuschränken, damit die freie Selbstbestimmung als das erhalten bleibt, wofür sie gedacht ist.

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Das Burkaverbot ist wie das Minarettverbot (in der Schweiz), reine Symbohlbekämpfung. Anstatt gegen Männer vorzugehen, die ihre Frau dazu zwingen sich solch ein ding anzuziehen... Ich kann das als ehemaliger Moslem (ohne Burkas im näheren Umfeld) nicht verstehen. Sobald man das tut, dezimieren sich die Burkas von alleine. 

Ich masse mir nicht die Arroganz mancher Antwortgeber an um zu behaupten, dass Burkas immer gezwungen sind. Dies ist schlicht falsch. Ich kenne nämlich ein paar Frauen, welche vom liberalen Islam (sogar ohne Kopftuch) zum eher arabisch gesinnten Islam (mit Vollverschleierung) konvertiert sind. Dies haben sie freiwillig getan, der Rest der Familie lebte "gemässigt" weiter.

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Kommentar von striepe2
30.11.2016, 10:44

Haben diese Frauen auch in "ihren" Ländern die Freiheit, das selbst zu entscheiden? Im Gegensatz zu dir, sehe ich es ganz und gar nicht als Symbolbekämpfung. In westlichen Ländern ist eine Burka nicht gewünscht. Basta. Dort haben die Frauen gottseidank Rechte. Ich kann gut verstehen, wenn die nicht frei lebenden Frauen, genauso leben möchten. Dann aber bitte ohne Burka! Das Männerproblem in deren Ländern lösen wir hier nicht durch Erlaubnis einer Burka!

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Kommentar von Radesch
30.11.2016, 11:25

Es geht nicht um deren Ländern sonder um unsere. Wir müssen bei uns die Unterdrückung dieser Frauen bekämpfen.

Das für dich eine Burka unerwünscht ist, ist deine Meinung. Die sollst du auch haben.

Für mich jedenfalls ist das absolut inkonsequent. Dann sollte man jegliche Form der Verkleidung aus kulturellen/religiösen Gründen verbieten. Das dürfte jedoch schwer werden.

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Kommentar von Radesch
30.11.2016, 22:42

Schön wenn es so wäre. Ein sehr eingeschränktes Weltbild hast du. Alles was du nicht verstehst ist gefährlich. Frag doch mal selbst. Eine Burkaträgerin. Keine angst, sie wird dich nicht beissen.
Von sich aus auf andere zu schliessen ist immer falsch.

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Verschleierung muss kein Zeichen für Unterdrückung und Patriachat sein.

Wenn eine Frau aber aufgrunddessen sich verschleiert ist das natürlich zu verurteilen, die Lösung sollten dann aber Strafen für den Mann, Hilfprogramme für die Frau etc. sein und nicht der Verbot von Vollverschleierung, die es in Deutschland sowieso kaum gibt.

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Eine Burkaträgerin, die nach Deutschland einreist und dauerhaft hier lebt, wird niemals Deutsch lernen können, niemals eine Arbeit finden und keinen Kontakt zu Deutschen haben. Sie wird immer von ihrem Mann oder anderen abhängig sein. Die Burka ist das größte Integrationshindernis, das sich ein Migrant selbst auferlegen kann., und gehört dementsprechend eingeschränkt.

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Kommentar von Bulldog60
29.11.2016, 23:14

jedem selbst überlassen ich bin Gläubiger Moslem doch finde es eben nicht so schön ich will schon das meine frau nicht freizügig angezogen ist und ein kopftuch trägt aber wenn sie nicht will kann ich ja nichts machen

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Kommentar von Radesch
30.11.2016, 10:26

Guter Kommentar!

Auch wenn ich gegen ein Verbot bin muss ich zugeben, dass eine gewisse Abhängigkeit geschaffen wird. Die Integration wird sicherlich erschwert. Dies liegt jedoch nicht nur am Tragen einer Burka. Wie man sieht sehen viele Antwortgeber die Burka als "Käfig". So ist es natürlich doppelt schwer, da von beiden Seiten inakzeptanz herrscht.

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Es gibt Länder, in denen ist die Burka standard bzw. Pflicht. Es gibt aber auch Länder, die Burkas ( zu recht) nicht dulden wollen.

Fazit: Wer Burka tragen will, kann nur dort leben, wo das üblich ist. Wer in anderen Ländern (ohne Burka im Alltag) leben möchte, muss ganz ohne Zweifel auf die Burka verzichten! Jeder entscheidet, wo und mit welchen kulturellen Gewohnheiten er leben will. Aber anderen Kulturen etwas aufzwingen darf niemand! Die Länder mit den Burkas sind da ganz besonders intolerant..


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Kommentar von Radesch
30.11.2016, 10:22

Es gibt auch Länder in denen das schlicht und ergreifend egal ist... und man weitaus wichtigere Probleme zu lösen hat.

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Schrecklich sind burkas, man weiß am Ende nicht mehr ob man oder Frau darunter steckt! Ausserdem kann man kaum einschätzen was der jenige vorhat!

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Eine Vollverschleierung ist immer und ohne Ausnahme ein Symbol der Unterdrückung, eine Behinderung der Kommunikation und bei alltäglichen Lebensaufgaben. 

Es gibt keine freiwilligen Burka-Trägerinnen, Sie tun dies weil es von ihnen erwartet wird, weil sie nicht lesen können und glauben müssen, was ihnen die Männer erzählen, weil sie von klein auf dazu erzogen wurden, falsch informiert sind, oder weil sie eine Macke haben. (Achtung das Kopftuch ist damit nicht gemeint.)

Ich persönlich finde es absolut dämlich, mit einem Tuch vor dem Gesicht durch die Strassen zu ziehen. 

Bei Tieren würde der Tierschutz einschreiten.

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Die Diskussion ist vollkommen hirnrissig. Wieso sollte man für eine 3-stellige Zahl von Burkaträgerinnen irgendwelche Bestimmungen erlassen? Das ist dämliche Symbolpolitik.

Als ob es keine wirklichen Probleme gäbe.

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Kommentar von Radesch
30.11.2016, 10:28

Richtig!

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Kommentar von Dxmklvw
30.11.2016, 15:22

Möglicherweise ist das relativierbar. Für eine nur 2-stellige Zahl derer, die in Deutschland splitternackt durch die Innenstadt spazieren, gibt es ja auch eine gesetzliche Regelung (im Fall einer Strafanzeige wird es verfolgt).

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Eine Vollverschleierung hat es in Europa nie gegeben, soweit ich weiß. Das liegt auch nur an den Ehemännern, die wahrscheinlich Blut und Wasser schwitzen wenn jemand ihre Frau ansieht. Ich möchte jedenfalls mindestestens das Gesicht sehen können, wenn ich mit der Person spreche. (oder sind die Weiber so hässlich?) OK das ist gemein, ich schäme mich.
Ich bin auf jeden Fall für ein Verbot !

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Ich finde Vollverschleierung brauch kein Mensch. Ansonsten sollten sie FKK in der öffentlichkeit erlauben.

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