Einstellung eines Verfahrens, nach Anklageschrift?

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5 Antworten

Hallo XAP2011,

das kommt ganz dadrauf an, welcher § hier Anwendung findet.

Bei der (einfachen) Körperverletzung & fahrlässigen Körperverletzung kann der Geschädigte in der Tat den Strafantrag zurückziehen. Das kann aber mit Kosten für ihn verbunden sein, denn alle bis jetzt allgefallenden Kosten könnten ihm auferlegt werden.

Ab der gefährlichen Körperverletzung spielt es keine Rolle mehr, ob der Geschädigte den Strafantrag zurückzieht, denn dann wird von Amtswegen die Straftat weiter verfolgt.

Gruß
TheGrow

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Kommentar von XAP2011
28.03.2012, 21:37

Es war eine leichte glaube ich, ich habe ihn einmal geschlagen und dadurch ist seine Zahnprothese rausgeflogen. Er hatte ein Mädchen begrabscht, ich hab es mitbekommen und war besoffen und dann kam das eine zum anderen. Der Paragraph lautet: 223 Abs. 1, 230 StGB

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Soweit ich weiß liegt da ein offizialdelikt oder so vor. Bei einem Diebstahl kann die Anzeige zurück gezogen werden, bei einer KV müüsen die Behörden weiter ermitteln.

Sollte es Deine erste KV sein kann es sein, dass Du an einem umgangssprachlichen "Täter - Opfer - Ausgleich" teilnehmen musst. Das entscheidet aber der Staatsanwalt. Es kann aber auch sein, dass Du Sozialstunden bekommst. Ich denke in jedem Fall wird gegen Dich ermittelt werden.

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Kommentar von TheGrow
28.03.2012, 21:33

Einfache Körperverletzung (§ 223 StGB) ist kein Offizialdelikt, erst ab der gefährlichen KV ist es kein Antragsdelikt mehr

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Die einfache Körperverletzung ist ein Privatklagedelikt, ein Strafantrag (nicht nur eine Strafanzeige) des Geschädigten muss vorliegen. Zieht er diesen zurück, dann kann ein Gericht das Verfahren einstellen, allerdings muss die Staatsanwaltschaft zustimmen, die hier das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung bejaht hat. Es ist auch verwunderlich, dass eine Anklageschrift vorgelegt wurde und nicht nur ein Strafbefehl. Jedenfalls sollte in diesem Verfahren auf den Täter-Opfer-Ausgleich hingewiesen werden, der klassischerweise in einem solchen Verfahren angewandt werden sollte.

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Was möchtest Du? Den Blockwart spielen oder HIlfe bei Deinem Problem? Ziemlich dumme Androhung, wie ich finde...

Aber um Deine Frage zu beantworten: Wenn es sich um eine "einfache" Körperverletzung handelt und an der Strafverfolgung nicht das "besondere öffentliche Interesse" besteht, dann wäre die Rücknahme eines Strafantrages ein absolutes Verfahrenshindernis. Mit dem Ergebnis, daß das Verfahren auch nach Anklageerhebung einzustellen wäre. Ich vermute aber, daß die Staatsanwaltschaft hier das besondere öffentliche Interesse bejaht hat, da es ansonsten nur sehr selten zu einer Anklage kommt. Und dann bringt die Rücknahme des Strafantrages GAR nix.

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Kommentar von XAP2011
28.03.2012, 22:45

Ja, ich habe gerade gelesen das er es bejaht. Demnach habe ich wohl Pech gehabt.

Um auf deinen ersten Satz zurück zu kommen, ich will hier nicht jeden melden, sondern Leute die sowas schreiben wie: "Ist wohl Pech", "Ich hab keine Ahnung, frag Google", "Viel Spaß im Knast" oder "Muss man mal keine Straftaten begehen". Sowas melde ich, denn das hilft mir nicht weiter und müllt die ganzen Fragen zu und wird auch von "Gute Frage" nicht unterstützt, da so sinnlos ohne Hilfe, Punkte gesammelt werden und das nicht Sinn der Sache ist. Es kann da durch auch passieren, das meine Frage unter geht, weil sie schon beantwortet wurde, aber das durch was nicht hilfreichem

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Kann er , es sei denn , der StA nimmt öffentliches Interesse an !

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