einspruch oder widerspruch einlegen beim Finanza.?

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6 Antworten

Du kannst einen Einspruch einlegen oder einen "Antrag auf schlichte Änderung" stellen.

Beim Einspruch landet der Fall bei der Rechtsbehelfsstelle im Finanzamt und der gesamte Steuerfall wird noch einmal überprüft bzw. kann noch geändert werden. (Ob der jeweilige Beamte nicht nur den einen Punkt ändert ist in der Praxis aber eine andere Sache).

Beim Antrag auf schlichte Änderung wird der Steuerfall nicht mehr in vollem Umfang geprüft, sondern nur in dem Punkt, den du reklamiert hast. Heist das Finanzamt (der ursprüngliche Sachbearbeiter) kümmert sich nur um deine Fahrten. Es kann i. d. R. auch keine "Verböserung" eintreten, dass heißt dein Ergebnis kann nicht verschlechtert werden. Du brauchst im Gegensatz zum Einspruch keine besondere Form beachten, das heißt du kannst den Antrag auch mündlich stellen. Viele hier bezeichnen diesen Antrag anscheinend auch als Widerspruch.

Ich persönlich würde mich einfach mit dem Sachbearbeiter telefonisch in Verbindung setzen, wenn die Abweichung zu deiner Berechnung einen Grund hat, wird er ihn dir erklären und du kannst auch noch einmal nachfragen. Wenn tatsächlich ein Fehler vorliegt, dann wird der Finanzbeamte dir einen geänderten Bescheid zuschicken (das fällt dann auch unter die schlichte Änderung). Sollte dir das nicht gefallen, kannst du dir immer noch überlegen was du tun willst und eventuell Einspruch einlegen.

Das ist richtig - die Behörde ist verpflichtet den Rechtsbehelf entsprechend auszulegen zu Gun sten des Bürgers. Also würde die Behörde einen fälschlicherweise eingelegter "Einspruch" in einen Widerspruch umdeuten, wenn dies erforderlich wäre. Der Rechtsbehelf wäre dennoch wirksam.

Eine meiner Meinung nach gutes vorformuliertes Muster für einen Widerspruch gegen einen Bescheid findet sich hier:

http://formular1.de/rund-ums-geld/36/widerspruch-gegen-bescheid-einer-behoerde?c=22

Damit hab ich gute Erfahrungen gemacht. man kann es auch immer wieder verwenden. Hoffe das hilft Dir.

VG Hans

Lies Dir doch einmal genau die Erläuterungen in Deinem Einkommensteuerbescheid durch. Dort wirst Du finden, dass Du nur "Einspruch" einlegen kannst, und zwar entgegen der allgemein verbreiteten Ansicht nicht innerhalb von 4 Wochen, sondern innerhalb eines Monats nach Zugang des Einkommensteuerbescheides. Dort wirst Du ebenfalls lesen können, dass die Einspruchsfrist mit dem Zugang des Steuerbescheides zu laufen beginnt. das ist bei Zugang mit einfachem Brief der dritte Tag nach der Absendung (Poststempel auf Briefumschlag), außer Du kannst nachweisen, dass der Bescheid rst später in Deinem Briefkasten war.

Widerspruch heißt das Ding im allgemeinen Verwaltungsrecht. In der Abgabenordnung heißt der Rechtsbehelf "Einspruch".

Wie Du das Kind nennst, ist dem Finanzamt aber relativ egal.

Du musst "Widerspruch" gegen den Bescheid einlegen! "Einspruch" wird z.B. gegen ein Urteil eingelegt!

rossa123 26.03.2012, 19:13

achso, und gibt es irgendwo im internet so vorlagen oder beispiele

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glaubeesnicht 26.03.2012, 19:25
@rossa123

Es gibt sicherlich Vorlagen - das müsstest du googeln! Es reicht aber auch, wenn du schreibst: "Hiermit erhebe ich Widerspruch gegen den Bescheid vom........ ein" und dann deine Begründung hierfür abgibst! Aktenzeichen des Bescheids nicht vergessen, damit es auch zugeordnet werden kann!

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rossa123 26.03.2012, 19:46
@glaubeesnicht

mit der begründung habe ich ein problem :-( ich weiß nicht wie ich es schreiben soll, es soll nicht so asi klingen.

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Helmuthk 27.03.2012, 09:10

In der Steuerverwaltung kann gegen ein Urteil des Finanzgerichts (erste Instanz) Revision eingelegt werden Ich kenne auch im Zivil- oder Strafrecht keine Instanz, bei der gegen ein Urteil "Einspruch" eingelegt werden kann.

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blackleather 28.03.2012, 00:35
@Helmuthk

Aber ich. Gegen Versäumnisurteile, beispielsweise (§ 338 Satz 1 ZPO) - egal, in welcher Instanz ergangen.

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Du hast einen Bescheid bekommen, gegen den Du einen Widerspruch einlegst!

rossa123 26.03.2012, 20:02

habe das hier beim googeln von einem user gelesen > Wichtig: Verwechsle Einspruch und Widerspruch nicht! Beim Widerspruch wird die gesamte Erklärung nochmals geprüft, und wie Erfahrungen im Bekanntenkreis gezeigt haben, kann zwar der von Dir reklamierte Punkt zu Deinen Gunsten korrigiert werden, dafür aber andere Punkt zu Deinen Ungunsten. Der Einspruch bezieht sich dagegen nur auf einen konkreten Sachverhalt, die restliche Steuererklärung wird deshalb nicht nochmals aufgerollt.

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rossa123 26.03.2012, 20:02
@rossa123

ist das auch richtig was hier steht? geht bei mir um die fahrten

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PeRiBa 26.03.2012, 20:09
@rossa123

Man kann durchaus auch Widerspruch gegen diesen einen Punkt einlegen....

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Helmuthk 27.03.2012, 09:06
@PeRiBa

Es gibt im Steuerrecht keinen Widerspruch. Das hieß und heißt immer noch Einspruch. Und der Unterschied zwischen Widerspruch und Einspruch im Steuerrecht ist nicht vorhanden, ganz einfach, weil es den Begriff "Widerspruch" im Steuerrecht nicht gibt.

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