Einspruch beim Erbschein

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5 Antworten

Das Gericht entscheidet über die Auslegung des letzen Willens des Erblassers und erteilt dementsprechend den Erbschein.

Wenn gesetzliche Erbfolge eingetreten ist, weil kein Testament vorliegt, wird das Nachlassgericht auf Antrag eines (Mit-)Erben einen Erbschein erteilen, der diese Erbfolge ausweist; das Nachlassgericht hat zu ermitteln, welche gesetzlichen Erben vorhanden sind.

Ist testamentarische Erbfolge eingetreten und bestehen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Erben darüber , muss das Nachlassgericht gem. § 2358 BGB ermitteln, wer Erbe (und zu welchem Anteil) geworden ist und aufgrund dieser Feststellungen wird es dann den Erbschein erteilen. Wer mit dem Inhalt des Erbscheins nicht einverstanden ist, kann Rechtsmittel dagegen einlegen (Einziehung beantragen); das Oberlandesgericht entscheidet dann in letzter Instanzendgültig darüber. Nehmen Sie sich aber für dieses Verfahren einen guten Anwalt; für Laien ist das zu kompliziert.

Das beste ist, SOFORT einen Fachanwalt zu beauftragen, Erbstreitigkeiten sind eine fiese und sehr komplexe Sache. Das Gericht entscheidet erstmal gar nichts, das müsste sicherlich verhandelt werden. Ohne Anwalt ist man da schlecht bedient... Viel Erfolg! :))

Der Erbschein – Legitimation des rechtmäßigen Erben = http://www.ndeex.de/inc/download/Erbrecht_Kap7.2.pdf

Vielleicht hilft dir das weiter = Der Erbschein ist ein amtliches Zeugnis des Nachlassgerichts. Er ist der Nachweis für die Erben, dass sie und niemand sonst berechtigt ist, die Erbschaft anzutreten. Je nachdem, ob eine oder mehrere Personen erben, und je nach den besonderen Verhältnissen in der Erbengemeinschaft wird

• ein Erbschein (für einen Alleinerben)

• ein gemeinschaftlicher Erbschein (für mehrere Erben)

• ein Teilerbschein (für einen Teilerben)

• oder ein Gruppenerbschein (für mehrere Teilerben) ausgestellt.

Ich würde mich als dritter Erbe erneut an das Nachlassgericht wenden!!!

Wenn der ERblasser es nicht so gewollt hätte, hätte er ein Testament schreiben müssen.

Wenn er kein Testament geschrieben hat, tritt die gesetzliche Erbfolge ich Kraft.

Daran gibt es nichts zu deuteln!

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