Einsparpotenzial beim Einfamilienhaus, welche Erfahrungen gibt es?

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6 Antworten

Guten Morgen!

Da ich mich persönlich schon mit dem Thema Hausbau beschäftigt habe und nun auch in meiner (erweiterten) Familie der Hausbau seit einiger Zeit in vollem Gange ist, habe ich doch einiges mitbekommen.

1. Grundsätzlich stellt sich die Frage: Fertighaus oder nicht? Hier kommt es teils auf die Region in Deutschland an, wo gebaut werden soll. In Bayern beispielsweise ist das gleiche Fertighaus sehr viel teurer als in einem Bundesland im Norden. Dies sollte mit in die Überlegung einbezogen werden.

2. Eine gängige Einsparmaßnahme ist es, den Keller wegzulassen, der auf ca. 50.000 Euro kommt. Davon halte ich nichts, denn die meisten Menschen stellen später fest, dass ein Keller gut und sinnvoll ist. Diese Häuser haben auch einen schlechteren Wiederverkaufswert.

3. Eingespart werden kann im Allgemeinen durch Eigenleistung. D. h. je nach den eigenen Fähigkeiten können Arbeiten selbst erledigt werden. Streichen, Dämmmaterial verlegen, Fliesen legen oder ähnliches sind Aufgaben, die in meiner Familie ohne Fachkräfte erledigt wurden.

4. Rückgriff auf Beziehungen und Freunde: Kennt man einen Elektriker, kann man evt. auch besonders gute Preise heraushandeln.

5. Die Handwerker selbst sind oft auch bereit, ihren befreundeten und bekannten Kollegen Aufträge zu beschaffen, was sich auf den Preis positiv auswirken kann.

6. Auch der Grundstückspreis spielt eine wichtige Rolle. Hierbei sollte man aber mit einrechnen, dass Grundstücke die z. B. "auf der grünen Wiese" sind, vielleicht zunächst günstig wirken, dann aber durch die Erschließungskosten mindestens genauso teuer werden können, wie beispielsweise voll erschlossene in einem Neubaugebiet.

7. Und ganz allgemein: Wenn man baut, macht man sich viele, viele Gedanken über Dinge, die hohe Kosten verursachen können, die man nach einigen Jahren jedoch gar nicht mehr wahr nimmt. Ein Beispiel sind Lichtschalter oder Türgriffe. Sind die edleren wirklich so viel schöner? Nach einer Weile "sieht" man diese sowieso nicht mehr.

Und eine ganz persönliche Meinung zum Schluss: Pflegeleicht und praktisch würde ich dem Schickeren immer vorziehen! (Vor allem, wenn man Kinder hat oder welche plant)

Viel Spaß bei der Planung und gutes Gelingen!

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Wenn du ein einfaches Standard-Einfamilienhaus von den bekannten Bauträgern wie T&C oder ähnlichen als Beispiel nimmst kosten die incl. kleinem Grundstück um die 330-350000€, da fehlt dann aber schon der Keller. Mehr kann man nicht weglassen, diese Häuser sind schon recht einfach gebaut und ausgestattet. Installationen und Heizung muß nun mal sein.

Sparen kann man wenn man ein gebrauchtes Haus zu einem guten Preis bekommt, allerdings ist das eher was für kundige Handwerker, nicht Heimwerker. Sonst wird das schnell genauso teuer wie ein Neubau.

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Hi,

pauschal kann dir hier wahrscheinlich keiner sagen, wo es definitiv Einsparpotenzial gibt. Wir haben ein Haus aus den 60ern grundsaniert. Die mit Abstand größte Ersparnis waren die Arbeitslöhne, weil wir im Prinzip (außer Fliesen legen) ALLES an der Hütte selber gemacht haben!

Auf diese Weise konnten wir uns ca. die Hälfte der Gesamtkosten für den Umbau sparen. Anstatt 200.000€ warens halt dann "nur" noch 110.000€.

Ich weiß natürlich nicht, wie begabt ihr seid, oder wie viel Zeit ihr habt das alles selbst zu machen, aber das wäre natürlich schon der größte Batzen, den ihr euch sparen könntet.

Andernfalls kommt es einfach darauf an, was ihr für Ansprüche habt. Wollt ihr hochwertige Böden aus Granit, oder reichen die Fliesen vom OBI für 5.99€/m²? Wollt ihr ne Doppelgarage, oder reicht ein Stellplatz auf der Straße? Solche und weitere Fragen müsst ihr euch selbst beantworten :)

Hoffe trotzdem ich konnte helfen! :)

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Es wird beispielsweise ohne Keller gebaut. Das spart Kosten. Eine ganze Reihe Bauherrn möchten allerdings nicht auf einen Keller verzichten.

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Barolo88 10.11.2016, 09:34

auf einen Keller kann man nicht verzichten, dann kann man gleich eine Eigentumswohnung kaufen.

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derhandkuss 10.11.2016, 09:38
@Barolo88

Auf einen Keller kann man nicht verzichten? In Ostfriesland und an der Nordseeküste verzichten sogar sehr viele Hausbesitzer auf einen Keller, weil der Grundwasserspiegel sehr hoch liegt!

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Rodrigo23 10.11.2016, 09:47
@derhandkuss

Wohnt ja nicht jeder am Meer oder? :)

Ich würde nienichtnie auf meinen Keller verzichten! Stauraum, Waschküche, Werkstatt und Speisekammer sind für mich extrem wichtig!

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das hängt ja nun von den eigenen ansprüchen und wünschen ab und dem stellenwert, dem man ihnen gibt.

jemand, der lieber kurz unter die dusche springt,  braucht sicher kein luxeriöses badezimmer.

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man sollte bei einem Hausbau eigentlich auf nichts verzichten, wenn man es sich nicht  leisten kann , sollte man die Finger davon lassen

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