Einschreiben/Rückschein vom Arbeitsgeber nicht abgeholt, Kündigung rechtskräftig?

5 Antworten

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Genau das ist das Problem bei Einschreiben mit Rückschein. Jetzt ist es für gute Ratschläge zu spät. Die Kündigung ist nicht zugegangen.

Deine nächste Kündigung solltest Du entweder selbst abgeben und Dir den Empfang auf einer Kopie der Kündigung bestätigen lassen, die Kündigung vom Gerichtsvollzieher zustellen lassen oder mit einem Einwurfeinschreiben schicken. Beim Einwurfeinschreiben gilt die Kündigung als zugestellt, wenn sie im Briefkasten landet oder im Betrieb abgegeben wurde. Davor sollte ein Zeuge sehen, was Du in den Umschlag steckst (für alle Fälle).

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Also kann ich nichts mehr tun, außer die Faulheit meines Arbeitgebers hinzunehmen?

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@spiegelchen92

Du kannst ihn fragen, warum er das Einschreiben nicht abgeholt hat. Vielleicht lässt er Dich trotzdem zum gewünschten Termin aus dem Vertrag. Bitte ihn um einen Aufhebungsvertrag zum 31. Dezember.

Deinem AG ist ja bewußt, dass Du weg gehst. Da ist es für ihn evtl. besser, er läßt Dich zum Jahresende gehen als dass er riskiert, dass Du evtl. noch arbeitsunfähig wirst (passiert leider oft, soll aber keine Unterstellung sein). Viel Einsatz wird er von Dir wohl auch nicht mehr erwarten können. Außerdem hättest Du dann für Januar noch Urlaubsanspruch und er müsste auch noch Neujahr und evtl. den 6. Januar bezahlen

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@Hexle2

Arbeitsunfähig werde ich nicht werden, aber ich habe noch 12 Tage Urlaub dieses Jahr, die ich nicht genommen habe, somit werde ich auf Verschiebung des Urlaubs auf nächstes Jahr hoffen. Er muss mir nun schon entgegen kommen... Vielen Dank für Deine hilfreiche Antwort !

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Sorry Hexle, aber das halte ich für nicht richtig.

Ein Einschreiben ist die Form des Zusendens eines Briefes mit Zustellungsvermerk. Früher gab es nur eine Form des Einschreibens, nämlich den mit Rückschein, weshalb das die klassische Form des Einschreibens ist. Erst später wurde die "verschlankte" Version des Einschreibens zugefügt: das "Einwurfeinschreiben". Hier erhält der Absender keine Nachricht, sondern beim Absenden lediglich das "Versprechen", das der Brief auch eingeworfen wird. Das ist nichts.

Das merkt man auch schon am Preis. Ein Einwurfeinschreiben ist billiger als ein Einschreiben mit Rückschein, weil erst der Rückschein den Beweis liefert, dass die Sendung zugestellt wurde und nicht umgekehrt!

Als Privatperson hat man kaum die Möglichkeit dazu, aber wenn man absolut sicher gehen will, sendet man ganz wichtige Post mit Postzustellungsurkunde. Diese, genau wie der Rückschein sind Beleg für die Zustellung und sind gerichtsfest.

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Mein Arbeitgeber hat diesen Brief nicht von der Post abgeholt und somit kam dieser wieder zu mir nach Hause.

Genau das ist das Problem beim Einschreiben mit Rückschein. Dein Arbeitgeber hat die Kündigung nicht erhalten, somit ist sie nicht wirksam. Sinnvoller wäre es gewesen, sie mit Einwurf-Einschreiben zu verschicken oder - noch besser - persönlich zu übergeben.

Wie, nicht abgeholt? Sowas wird doch persönlich ausgehändigt oder arbeiten. Da nur 3 Mann und niemand ist da?

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Hey, man könnte meinen du weißt wo ich arbeite. Das ist ein Büro und da arbeiten exakt 3 Menschen. Die Post wollte es zustellen, jedoch war keiner anzutreffen, sie haben ein Zettel im Briefkasten hinterlassen, dass ein Brief bei der Post wartet, jedoch haben sie wohl nicht reagiert.

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Verzwickte Situation, besser persönlich überbringen falls sowas wieder passiert und quittieren lassen.

Aber generell ist das fast ein Fall für das Arbeitsgericht. Generell hat dein Chef die Pflicht die Post abzuholen. Verhält sich mit E-Mails übrigens auch so, ich muss als gewerblich nutzender Teilnehmer oder Postempfänger die Post regelmäßig prüfen. Und das "regelmäßig" ist soweit ich weiß dann Auslegungssache. Aber ich würde da erst mal mit ihm reden, schließlich willst du ja auch ein Arbeitszeugnis etc also musst du eh mit ihm sprechen

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@Lemo1991
Generell hat dein Chef die Pflicht die Post abzuholen.

Das würde ich bezweifeln. Aber ein Einwurfeinschreiben hätte diese Situation nicht aufkommen lassen. Die Kündigung wäre zugegangen.

Ob noch im Briefkasten oder auf dem Chefschreibtisch, gelesen oder nicht gelesen ist da weniger relevant.

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Nein, er hat wirklich die Pflicht. In mehreren Urteilen verschiedener Arbeitsgerichte bestätigt.

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