einschreiben verweigert anzunehmen

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13 Antworten

Du kannst das Einschreiben per Gerichtsvollzieher zustellen lassen. Das gilt dann als zugestellt, sobald es im Briefkasten eingeworfen wurde. Den Nachweis der Zustellung bekommst du vom Gerichtsvollzieher. Kostet ca 10 Euro.

Ein Einschreiben (in jeder Form) ist eine unsichere Zustellungsform, da, wenn es nicht abgeholt wird, es nicht als zugestellt gilt; auch ein Einwurfeinschrieben ist nur bedingt sicher, da man in allen Einschreibefällen den Inhalt des Schreibens anzweifeln kann (z. B. man behauptet, es sei ein leeres Blatt im Umschlag gewesen) - bei solch einer Vermieterin muß man mit allem rechnen

"ronnyarmin" hat das Richtige geraten.

Die Zustellung per Gerichtsvollzieher ist eine absolut sichere Zustellungsmethode, da nicht nur die Zustellung dokumentiert wird, sondern er beurkundet zudem das Schreiben selbst (bestimmter Inhalt), mit dessen Zustellung er beauftragt wurde.

Dazu ist das Original und eine Kopie an die zuständige Gerichtsvollzieherverteilungsstelle des zuständigen Amtsgerichtes (Wohnort des Empfängers) zu senden; die Kopie erhält man beurkundet mit dem Zustellungsprotokoll zurück.

Nur eine persöniche Übergabe des Schreibens gegen Quittung auf einer Kopie des Schreibens, daß man genau dieses Schreiben empfangen hat, wäre ebenfalls analog sicher.,

Wenn Fristen eingehalten werden müssen, sollte man bedenken, daß die Zustellung nach Eingang in der Gerichtsvollzieherverteilungsstelle ca. 3 Arbeitstage dauern kann.

DerSchopenhauer 24.06.2014, 20:29

"bei solch einer Vermieterin muß man mit allem rechnen"

soll natürlich heißen: "bei solch einer Mieterin muß man mit allem rechnen"

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Nochmal von der anderen Seite gesehen -

Der Besitz eines "gefälschten Mietvertrags" rechtfertigt an sich noch keine fristlose Kündigung.

Du bezeichnest sie als "Mieterin", daher muss es ja einen gültigen Mietvertrag geben (anderenfalls könntest Du sie wegen Hausfriedensbruich anzeigen und von der Polizei vor die Tür setzen lassen).

Gegen welche Pflicht aus dem Mietvertrag hat die Mieterin verstoßen?

Ich würde es auf mehreren Wegen versuchen. Zum einen per Mail, wenn es geht und zum anderen nicht per Annahme, sondern per Einwurf, dann ist nichts mit nicht Annehmen. Das kannst du auch noch mit Fotos dokumentieren. Dann würde ich die Kündigung noch mal persönlich mit Zeugen durch die Tür schieben.

Danach kann der Mieter nichts mehr machen, da bin ich mir sicher und wegen der Fälschungssache kannst du dem Vermieter anzeigen, würde ich auch zeitnah machen. Ich meine du hast doch noch ein unterschriebenes Original, oder nicht?

blumenhagen 24.06.2014, 18:50

ja den unterschriebenen Mietsvertrag habe ich vorliegen.......eine mail kann ich nicht schreiben, da ich keine mail-adresse habe

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deletedname 24.06.2014, 19:44
@blumenhagen

Dann geh auf jeden Fall damit zur Polizei, zeig denen den Mietvertrag und sag ihnen wie du herausgefunden hast, dass der Mieter den Vertrag gefälscht hat und zeig ihn an.

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Zu der Vermieterin persönlich gehen. Ob sie dich anhören will oder nicht.

Ein bis zwei Zeugen mitnehmen und dann dort live die Kündigung aussprechen und ferner ihr primitives Verhalten monieren.

Eventuell gleich mit Polizei.

1.) Polizei ist auch Zeuge..

2.) Wegen eventueller Strafanzeige von Urkundenfälschung. ( Mietvertrag )

Danach die schriftliche Kündigung in den Briefkasten einwerfen. Vorher von der Kündigung ebenfalls ein Original machen. Die Zeugen sollen die Kündigung und die Zustellung dessen schriftlich bestätigen.

Diese schriftliche Zeugen Bestätigung für euch kopieren und das Original mit der Kündigung zusammen einwerfen.

blumenhagen 24.06.2014, 16:50

habe ich alles schon versucht, die öffnet einfach nicht die wohnungstür und ignoriert alles....ich kann es nochmal mit den zeugen versuchen, aber alle schreiben, die vonmir in den briefkasten gesteckt werden , läßt sie dort liegen. es bleibt mir wohl nur der gang zum anwalt

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Holzschraube 24.06.2014, 17:21
@blumenhagen

Hmm, das stimmt. Oder frag mal höflich in der Vollstreckungsabteilung des Amtsgerichts nach.

Ob du die Kündigung per Posttzustellungsurkunde an sie schicken lassen kannst? Das sind diese gelben Kuverts.

Das stellt dann meist ein Gerichtsvollzieher zu und gilt gesetzlich als auf jedenfall zugestellt. Auch den Inhalt des Briefes muss sich deine Vermieterin dann anrechnen lassen. Egal was sie mit dem Brief macht.

Das würde aber ca. 3 € - 7 € kosten. Genau weiss ich das nicht.

http://www.gevestor-immobilien.de/artikel/kuendigung-zustellung-durch-boten-und-zustellungsurkunde-7506.html

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blumenhagen 24.06.2014, 18:54
@Holzschraube

danke für den rat------das werde ich auch machen, sonst weiß ichmir keinen anderen rat, die frau ist so abgebrüht

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Holzschraube 24.06.2014, 20:55
@blumenhagen

Ja leider. Offenbar völlig ignorant und willkürlich. Was ihr das bringt? -.-

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Hi,

ich würde Dir raten Dich an den Mieterschutzbund in der für Dich zuständigen Stadt zu wenden. Dort zahlst Du eine geringe Gebühr und wirst von Fachleuten kompetent beraten und auch anwaltlich falls nötig vor gericht vertreten.

Liebe Grüße

Das ist das Problem bei einem Übergabeeinschreiben. Schick es als Einwurfeinschreiben. Du hast dann den Beleg, dass es eingeworfen wird. Ob die Mieterin es vernichtet, zurückschickt, öffnet oder aufisst, ist dann egal - Sie hat es erhalten.

ronnyarmin 24.06.2014, 17:38

Und der Absender kann nicht nachweisen, welchen Inhalt das Schreiben hatte. Das ist leider keine rechtssichere Lösung.

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Nadelwald75 24.06.2014, 18:30
@ronnyarmin

Das ist rechtssicher, da der Empfänger dafür verantwortlich ist, was mit dem Brief passiert

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ronnyarmin 24.06.2014, 20:01
@Nadelwald75

Gilt das auch bei Briefen, die von einer Privatperson stammen? Ich bin mir da nicht sicher. Kannst du eine Quelle für deine Behauptung nennen?

Auf jeden Fall kann man bei einem Einwurfschreiben nicht nachweisen, welchen Inhalt das Schreiben hatte. Es könnte ja auch ein leeres Blatt darin gelegen haben.

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Knarff 24.06.2014, 21:07
@ronnyarmin

Zur Not nimmt man einen Zeugen mit, zeigt dem vorher den Inhalt, tütet das Schreiben vor seinen Augen in den Kuvert und wirft ihn so in den Briefkasten ein.

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Nadelwald75 24.06.2014, 21:50
@ronnyarmin

Eine Quelle kann ich nicht angeben. Mir ist eben nur bekannt, dass generell für eine Kündigung das Einschreiben ausreichend ist. Mit dem Einschreiben habe ich meine Pflicht erfüllt. Wenn der Empfänger behauptet, der quittierte Einschreibebrief sei keine Kündigung gewesen, muss er das ja nachweisen können.

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du musst notfalls den zugang der kündigung beweisen

zeugen mitnehmen

brief in den briefkasten der mieterin werfen

zeugen das auf einem blatt papier bestätigen lassen

Nadelwald75 24.06.2014, 16:49

Das ist die kostengünstigste und vor allem gültige lösung.

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ronnyarmin 24.06.2014, 17:40
@Nadelwald75

Ist das wirklich einen gültige Lösung?

Ist man verpflichtet, die Post einer Privatperson, die einem in den Briefkasten geworfen wird, zu lesen?

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DieSehfee 24.06.2014, 17:52
@ronnyarmin

das schreiben muss nachweisbar zugegangen sein - ob der mieter es liest, spielt keine rolle

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Nadelwald75 24.06.2014, 18:38
@ronnyarmin

Du musst also feststellen, dass das eine Privatperson ist - deren Namen du außerdem kennst! Du bist zu gar nichts verpflichtet. Du kannst tun was du willst, aber du musst auch für die Folgen gerade stehen. Der Vermieter hätte in diesem Fall alles getan, was er tun muss und ist mit seinen Maßnahmen abgesichert.

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nimm jemanden mit,bring ihr das schreiben vorbei oder stecks in den briefkasten,allerdings wirste ohne anwalt nicht weiter kommen.

blumenhagen 24.06.2014, 16:46

habe ich alles schon versucht, sie läßt es dann ungeöffnet im briefkasten und die wohnungstür öffnet sie nicht

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Zu einem Rechtsanwalt gehen.

Nimm einen Anwalt. Wer soll diese Frage, so gestellt, beantworten können!

http://rechtsanwalt-behrens.com/zustellung-per-gerichtsvollzieher/

Einschreiben ist rechtlich so wieso umstritten! Oder halt ein Fax.

DerCAM 24.06.2014, 16:47
Oder halt ein Fax.

Das waere dann allerdings rechtlich nicht umstritten sondern - weil hier gesetzlich die Schriftform vorgeschrieben ist - schlicht unwirksam.

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SoCool 24.06.2014, 16:53
@DerCAM

Selbst bei Gericht reicht ein Fax ;)

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DerCAM 24.06.2014, 17:01
@SoCool

Das ist in vielen Faellen sicher richtig, aendert aber nichts an der Schriftformerfordernis fuer die Kuendigung eines Mietverhaeltnisses.

BGB 568 Abs. 1: "Die Kündigung des Mietverhältnisses bedarf der schriftlichen Form."

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deletedname 24.06.2014, 17:40
@SoCool

Eigentlich baucht man eine Kombination aus Fax und einschreiben. Wenn man denn die Nummer hat.

Beim Fax kann man nachweisen was drin steht und beim Einschreiben den Eingang, dann ist man abgesichert.

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ronnyarmin 24.06.2014, 17:48
@deletedname

Diese Kombination gibt es. Sie nennt sich 'Zustellung durch den Gerichtsvollzieher':

Damit bekommt man den Nachweis, dass das Schreiben zugestellt wurde, und man kann gleichzeitig den Inhalt des Schreibens nachweisen.

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