Einschreiben Rückschein Annahme verweigert

4 Antworten

Eine Verweigerung sehe ich nicht, da die Mieterin tatsächlich nicht zu Hause gewesen sein könnte. Eine Möglichkeit sehe ich in einem Einwurf-Einschreiben, hier protokolliert der Postbote den Einwurf.

Sie war zu Hause, hat durch die Haustür mit dem Postboten gesprochen!

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Ein Schreiben gilt als zugestellt, wenn es in den Machtbereicht des Adressaten gelangt ist. Dazu zählen dessen Hand, dessen Wohnung oder Büro sowie dessen Briefkasten.

Zum Nachweis ist ein Zeuge hilfreich. Das kann der Postbote sein, der ein Einwurf-Einschreiben bestätigt. Das kann aber auch ein Bekannter sein.

Am besten ist es, wenn der Zeuge auch noch den Inhalt des Schreibens bezeugen kann, nicht nur den Einwurf. Wenn der Zeuge sich also eine Kopie des Schreibens macht und darauf notiert "Kopie des Schreibens, das ich am 11. 02. 2014 bei Frau Mustermann eingeworfen habe", dann wird kaum ein Gericht daran zweifeln.

Gruß aus Berlin, Gerd

Möglicherweise kommt hier eine Zugangsfiktion wegen einer vorsätzlichen Zugangsvereitelung in Frage. Dies sollte aber durch einen Rechtsanwalt, der dann alle Details des Falles kennt, geklärt werden.

Die Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher nützt auch nicht viel, wenn die Empfängerin nicht öffnet.

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