Einschätzung Fahrlässigkeit im Arbeitsrecht (Mit Beispiel)

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Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

Sonstiges 40%
Vorsatz 20%
Grobe Fahrlässigkeit 20%
Mittlere / Normale Fahrlässigkeit 20%
Leichte Fahrlässigkeit 0%

5 Antworten

Sonstiges

Hallo!

Für mich liegt keine Fahrlässigkeit vor, sondern mangelde Praxis und Erfahrung.

Ausserdem ist es mit einem Firmenfahrzeug in Ausübung einer Firmenfahrt (Anordnung durch den Ausbilder) passiert ... und dafür ist die Firma versichert.

Fahrlässig war eher das Verhalten des Ausbilders, der, wenn er gewusst hat, das der Azubi noch nie mit diesem Fahrzeug gefahren ist, nicht mitgefahren ist, um ihn EINZUWEISEN auf diesem Fahrzeugtyp. DAS ist nämlich auch die Aufgabe eines Ausbilders ... und wenn er persönlich nicht will, kann oder was weiss ich was, dann kann er auch einen älteren, erfahrenen Kollegen mitschicken.

Das würde ich verantwortungsbewusstes Vorgehen eines Ausbilders nennen, und nicht einen jungen Menschen, der sich eventuell gegenüber einem Vorgesetzten (noch) nicht traut, seine Unerfahrenheit und/oder auch Unsicherheit einzugestehen, einffach losschickt, nach dem Motto: "Schauen wir mal, wo er überall anfährt ..." und es dann hinterher als Fahrlässigkeit des Azubi auslegen will ...

LG Bernd

Sonstiges

gar keine fahrlässigkeit beim fahrer - er ist vorsichtig gefahren. wenn fahrlässig, dann der ausbilder, der einem anfänger ein auto anvertraut hat.

übrigens muss der arbeitgeber die fahrlässigkeit nachweisen, nicht umgekehrt.

Ich kann hier beim besten Willen nur eine leichte Fahrlässigkeit erkennen, wenn überhaupt.

Du hast vermutlich während des Parkvorganges nicht telefoniert oder wie bei wiki beschrieben die Brille verloren und während der Fahrt aufgehoben. Das wäre dann allerdings schon Grobe.

Zu beachten wäre auch das Du Azubi bist. Weiterhin ist zu beachten das der Ausbilder Deine Unerfahrenheit mit diesem Auto kannte.

Ich denke der Betrieb wird den Schaden alleine regulieren müssen.

Grobe Fahrlässigkeit

Wieso stellt man nach durchaus zielführen Antworten zu gleich zwei vorangegangenen Fragen dies zum dritten mal zur Abstimmung?

Selbstverständlich trifft den Fahrzeugführer hier Arbeitnehmerhaftung :-).

Es ist mindestestens normale, juristisch mittlere Fahrlässigkeit, zwar beschädigungsfei einparken, aber nicht ausparken zu können - der rechts stehende Pfeiler dürfte seine Lage kaum verändert haben :-)

Das spricht für einen Fahrfehler, mit eingeschlagener Lenkung losgefahren zu sein.

IMHO - und so meine Abstimmung - ist es zudem grob fahrlässig, bei bekannt knappem Abstand billigend eine Beschädigung in Kauf zu nehmen, nur weil man es eilig hatte und meint, nicht warten zu können, bis man jemanden bitten konnte, als Rangierhilfe eine erwartbar teure Reparatur zu vermeiden :-O

G imager761

KBS880 18.11.2014, 11:32

Danke. Jedoch kann ich es nicht verstehen, dass das versehentliche Anrempeln eine grobe Fahrlässigkeit darstellt.

Den grob grob fahrlässig, wenn er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nach den gesamten Umständen in ungewöhnlich hohem Maße verletzt und unbeachtet lässt (So die Definition)

Das ist IMHO kein ungewöhnlich hohes Maße, sondern ein Fehler der trotz gewissenhaftes Handelns entstanden.

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imager761 18.11.2014, 11:49
@KBS880
Den grob grob fahrlässig, wenn er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nach den gesamten Umständen in ungewöhnlich hohem Maße verletzt und unbeachtet lässt (So die Definition)

Nicht unbedingt bei Arbeitnehmerharhaftung :-O Gro­be Fahrlässig­keit liegt n. h. M. bereitds dann vor, wenn man ganz na­he­lie­gen­de Sorg­falts­re­geln, die in der ge­ge­be­nen Si­tua­ti­on "je­der" be­folgt hätte, außer acht läßt. Der Ver­s­toß ge­gen die "im Ver­kehr er­for­der­li­che Sorg­falt" muß al­so erheblich sein.

Und nichts anderes ist es, sich nicht einweisen zu lassen, wenn man nur den geringsten Zweifel hat, dass es "schiefgehen" könnte, weil man als Fahranfänger oder mit unbekanntem Auto unterwegs ist. :-O

Oder wie es ein Vorsitzender mal formulierte: "Man muß förm­lich die Hände über dem Kopf zu­sam­men­schla­gen, wenn man von dem Scha­dens­er­eig­nis erfährt."

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Vorsatz

ist aber noch nie eingeparkt.

Wie kommst dann zu einem Führerschein?? damit wäre es grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz.

KBS880 18.11.2014, 11:21

Mit diesem Fahrzeug...

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peterobm 18.11.2014, 11:23
@KBS880

und .... hätte genauso gut dein Eigenes sein können.

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KBS880 18.11.2014, 11:29
@peterobm

Ja, ich kenne aber die Ausmaße und Proportionien meines Fahrzeugs.

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Zyogen 18.11.2014, 11:38
@KBS880

Dann hättest Du Dir bei diesem großen und unübersichtlichen Fahrzeug jemanden holen müssen, der Dich einweisen hätte können. Aber Du hast das überproportionierte Fahrzeug eben nicht richtig eingeschätzt - meines Erachtens ein Fall von mittlerer Fahrlässigkeit.

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peterobm 18.11.2014, 11:45
@Zyogen

Wenn dies deine erste Fahrt mit diesem KFZ ist, hättest es dem Ausbilder, der dich losgeschickt hat, mitteilen müssen.

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imager761 18.11.2014, 11:30

Also Vorsatz, was Tatentschluss, landläufig "Absicht" meint, dürfen wir wohl getrost ausschliessen, oder?

"Immer muss ich die Semmeln holen, jetzt zerkratze ich mal derbe seine teurer Karre, damit er mich damit künftig verschont!"

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