Einsatz von Not-Aus Modul

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2 Antworten

Not-Aus-Module sind so aufgebaut, daß sie eine sichere Abschaltung gewährleisten. In dem Modul sind normalerweise mehrere Relais verbaut und zusätzlich eine Schaltung zur Diagnose, die sicherstellt, daß bei einem Fehler in einem der Bauteile sich die Schaltung zur sicheren Seite hin verhält und die Schaltung nicht wieder aktiviert werden kann, bevor der Fehler nicht beseitigt ist. In manchen Modulen werden auch die Kontakte des Not-Aus-Tasters mittels Zwangsdynamisierung auf Kurz- oder Querschluß überwacht. So erreicht man also eine umfassende zyklische Prüfung des Not-Aus-Kreises. Diese Module gibt es auch mit verzögerten Kontakten und für unterschiedliche Sicherheitsanforderungen (verschiedene Performance Level oder Safety Integrity Level). Wegen dieses Aufwands ist es auch egal, ob man Öffner oder Schließer verwendet, es werden ohnehin mehrere Schließer in Reihe geschaltet.

Wenn man einfach den Not-Aus-Taster auf einen Schütz verdrahten würde, dann könnte dieser klebenbleiben, nicht anziehen oder sonstige unerwünschte Sachen machen und da der Not-Aus nur selten verwendet wird, würde man es lange nicht merken und in dem Moment, wo es daruf ankommt, würde er versagen.

Ganz so einfach ist das nicht. Es hängt davon ab, was dieser Kreis steuert. In jedem Fall ist der Hersteller verpflichte eine Risikobeurteilung nach EN ISO 14121-1 durchzuführen. Nach EN 13849-1 (Sicherheit von Maschinen - Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen, Teil 1: Allgemeine Gestaltungsleitsätze) werden dann alle sicherheitsrelevanten Funktionen bzw. Bereiche einer Maschine untersucht und das ist ein sogenannter „Performance Level“ der dann später bei der Auswahl der Schutzeinrichtungen und der dazugehörigen Komponenten einschließlich der Verdrahtung angewendet wird. Es leitet sich daraus ab welche Sicherheitsgeräte und in welcher Schaltungstechnik (einkreisig, zweikreisig, eigensicher, sicheres Halt usw.) anzuwenden sind.

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