Einsatz im dualen Studium

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6 Antworten

Ja natürlich ist ein Duales Studium mit mehr Arbeitseinsatz verbunden. Zwar ist man von der Berufsschule befreit; aber die Inhalte werden natürlich trotzdem zusätzlich im Rahmen des Studiums vermittelt. Man kann zwei Vergleiche anstellen. Das normale Studium mit dem Dualen Studium und das Duale Studium mit einer Dualen Berufsausbildung. Letzteres ist Standard. Die Azubies arbeiten und besuchen an zwei Tagen die Berufsschule. Hier reicht ein Hauptschul- oder Realschulabschluss, auch wenn oft auch (Fach)abi gewünscht wird. Gemeint ist, dass die Anforderungen im Allgemeinen entsprechend der Vorbildung angepasst sind. Wer nun (Fach)abitur hat, kann schon mehr leisten. Anstatt zur Berufsschule gehts, wie erwähnt an die Hochschule. Der praktische Teil ist genau wie beim normalen Azubi. Der theoretische Teil ist natürlich anspruchsvoller. Es kann allerdings vereinzelt vorkommen, dass Vorlesungen abends oder samstags vorkommen. Im Vergleich mit dem normalen Studium hat der Duale Student natürlich weniger Möglichkeiten der freien Zeiteinteilung bzw. des selbstbestimmenden Lernens. Alles ist straff organisiert. Außerhalb der vorlesungsfreien Zeit muss er wie jeder andere Azubi auch arbeiten gehen und hat nur normalen Urlaub. Dafür bekommt er auch regelmäßiges Gehalt. Doch der Normalstudent muss in den Semesterferien meistens auch jobben gehen oder Praktikas absolvieren. Zeitlich wird es ihm dann auch nicht wirklich besser gehen. Er hat sogar den Nachteil, sich Job und Praktikumsplatz erst suchen zu müssen. Manchmal hat der Job nichts mit dem Studium zu tun und dient nur dem Erwerb. Hier ist der Duale Student eindeutig im Vorteil. Er lernt praxisbezogener. Wer ein Abitur hat, ist auch geeignet, zu studieren. Ob nebenher gejobbt- oder eine Ausbildung absolviert wird, ist zwar ein Unterschied. Doch für beides braucht man einen gewissen Aufwand und entsprechenden Einsatzwillen. Wer die Motivation hat, schafft auch ein duales Studium. Auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind diese Absolventen in jedem Fall! Ein Duales Studium ist sehr empfehlenswert. Wer hier eine Begeisterung zeigt, der sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen.

Vielen Dank für deine ausführliche Einschätzung des dualen Studiums.Gruß aus Bocholt Andreas

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Diese Art des Studium wird immer beliebter. (Wen wundert es?) Mein Sohn wollte das ebenfalls. Er musste erfahren, dass die Bewerbungen fast ausschließlich nur noch für das Jahr 2012 angenommen werden.

Hallo, bei "uns" geht es um das Jahr 2012. Geht jetzt um "Grundlagenforschung".Danke für die Info`s Andreas

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@Aerodeck

noch ein Tipp: Viele Firmen haben sehr, sehr früh "Bewerbungsende" (mind. 1 Jahr vorher, meist noch früher), deshalb rechtzeitig um solche Fristen kümmern!

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Hi, mein Sohn hat das Duale Studium hinter sich. 3 Monate im Betrieb, ganz normale Arbeitszeit. 3-4 Monate Studium, ganz normaler Stress mit Klausuren. Der wirklich einzige Nachteil ist der, dass man "nur" normalen Betriebsurlaub bekommt und keine extra Semesterferien hat. Der Stress hielt sich in Grenzen und er hat sehr von den praktischen Erfahrungen und dem direkten Umsetzen des Gelernten profitiert. Die dualen Studenten haben auch ungleich bessere Chancen am Arbeitsmarkt. Sie selbst empfinden die Belastung als gering, bis auf den Fakt mit dem Urlaub, der ja nur im Praxiszeitraum stattfinden kann.

Möchte mich auch bei dir über die Info`zur Sache freundlichst bedanken.Gruß Andreas

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Während eines Praktikums wurde mir einiges darüber erzählt, da ich die möglichkeit wirklich klasse finde. dort war es so, dass man eine hälfte der woche in der firma, die andere an der uni ist. es ist halt schon mehr arbeit als ein einfaches studium aber man hat zum einen finanzielle vorteile und zum anderen hat man schon einiges an arbeitserfahrung.
also je nachdem was sie studiert und wie viel gelernt werden muss, kann das eine oder andere wochenende dafür schon draufgehen wobei man natürlich auch ab und zu zum feiern gehen kommt.

Danke. Gib dir da vollkommen Recht, Freizeit und auch Feiern sollten nicht zu kurz kommen, als Ausgleich für lange Arbeitstage. Auch die finanzielle Seite ist natürlich nicht zu unterschätzen.Danke für deinen Beitrag Andreas

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Duale Studeingänge sind total gefragt, d reine Theoretiker wollen die Betriebe nicht mehr. Ich bin Jugenvertreterin von etwa 120 Auzubis in einem 2000 Mann starken Metallverarbeitenden Betrieb und weiß, das es viel Arbeit ist, denn das ist ein komplettes Studium mit einer Ausbildung. Dafür hat man aber ohne Zeitverzögerung ein Studium UND praktisches Wissen. Außerdem hat man dann auch gleich einen Arbeitgeber an der Hand, wenn das Studium fertig ist, denn bei uns z.B. bekommen die Studies zum Ausbildungsgehalt noch einen Zuschuss, weil die Akademie etwa 70 km weg ist, in der sie Blockunterricht haben und sie "verpflichten sich" nach dem Studium noch 2 Jahre im Unternehmen zu bleiben, sonst müssen sie ihr Studium anteilig zurückzahlen. Du schlägst also 2 Fliegen mit einer Klappe: Du bekommst praktische Erfahrung, eine Ausbildung, Azubisgehalt und das Studium bezahlt... Ich finde diese neue Form des Studiums total prima!

Klar, viel Arbeit, spart aber auch 3 Jahre zusätzliche Ausbildungszeit... Dafür lohnt es sich auf jeden Fall

Hallo lucky1988, möchte mich auch bei dir herzlich für deine Mühe bedanken, ich bin ganz deiner Meinung, aber es geht ja nicht um mich. Für diese grundsätzliche Entscheidung braucht es halt ne Menge " input".Danke für die Argumente Andreas

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Hi,

ich absolviere derzeit ein Duales Studium! Natürlich ist es schon stressig ...ok zugegeben, in unserer Firma läuft es ziemlich gut, weil wir in den fortgeschrittenen Semestern nur noch in den vorlesungsfreien Zeiten in den Betrieb "müssen" oder vielmehr dürfen! Und natürlich ist auch der Erwartungsdruck höher (was manchmal aber auch nicht unbedingt schadet).

Einen etwas ausführlicheren Erfahrungsbericht von mir, könnt ihr hier finden:

www.durchnullteilen.wordpress.com

Ansonsten einfach melden, ich helf gerne ;-)

mfgKatrin

Hallo Katrin, ich hatte deinen Erfahrungsbericht schon vorher gefunden und natürlich gelesen. Danke für die Info`s. Ausserdem noch einen freundlichen Gruß aus Bocholt ;-) Andreas

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